#83 - Interview mit Bernadette Wieser
Shownotes
Heute habe ich Bernadette Wieser eingeladen, die gemeinsam mit ihrem Mann das Kompetenzzentrum Leben, Lachen, Lernen in Leoben gegründet hat. Sie hat bereits 30 Jahre Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung und vor allem mit Menschen mit dem Down-Syndrom. Zum einen ist sie Mutter ihrer Tochter Nicola, die ebenfalls im Kompetenzzentrum lebt und arbeitet, zum anderen ist sie ausgebildete Sonderschul- und Integrationspädagogin. Sie hat die bekannte Rechenmethode YesWeCan weiterentwickelt und verbreitet, mit der viele die Rechenmethode lernen, die ihren Alltag selbstwirksamer macht. Mit ihr will ich über die Erfahrung ihrer Mutterschaft, die Begeisterung für Potenzial und echtes Miteinander sprechen. Denn das ist, was ihre Arbeit in Leoben zu großen Teilen ausmacht und in Intensivtherapiewochen Eltern und Kindern einen Weg bereitet, den sie auch selbst gehen können.
Kompetenzzentrum Leben, Lachen, Lernen in Leoben www.downsyndromzentrum.at
Viel Freude beim Zuhören, Reinfühlen und Verstehen.
Alles Liebe Ini
Mein Name ist Ini Martius und ich bin Emotions Mastercoaching für pflegende Elternteile und Paare. Um Austausch, Impulse und das Arbeiten an deinen Themen an einem digitalen Ort zu vereinen, habe ich 2025 die "ausserordentlich & glücklich - Akademie" gegründet.
Im Podcast nehme ich dich mit in meine Erkenntnisse und Prozesse, sowie in emotionale Interviews mit GästInnen, die selbst eine außerordentliche und glückliche Lebensgeschichte mit dir teilen. Falls du Fragen an mich hast oder dir auch Begleitung und Unterstützung wünschst, wende dich an hallo@ausserordentlichgluecklich.de
Wir freuen uns, dich und deine Geschichte kennenzulernen!
Dieser Podcast ist eine Produktion der außerordentlich & glücklich-Akademie 2026
Idee: Irina Martius Konzeption: Irina Martius & Nadine Querfurth Produktion / Schnitt / Gäste-Management: Nadine Querfurth (@nadinequer)
Instagram: @ausserordentlich_gluecklich
Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen bei außerordentlichem Glücklich, dem Podcast über das echte Leben.
00:00:14: Seine Herausforderung und wie man das Glück darin findet!
00:00:18: Mein Name ist Inimacius Ich bin Emotionscoachin Und die Stimme hinter der gleichnamigen Akademie, dem Insta-Account &
00:00:26: Blog.
00:00:31: Heute habe ich Bernadette Wieser eingeladen Wie gemeinsam mit ihrem Mann das Kompetenzzentrum Leben Lachen lernen in Leoben gegründet hat.
00:00:39: Sie hat bereits dreißig Jahre Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung und vor allem mit Menschen mit dem Down-Syndrom.
00:00:45: Zum einen ist sie Mutter ihrer Tochter Nikola, die ebenfalls im Kompetenzzentrum lebt – und arbeitet – zum anderen ist sie ausgebildete Sonderschul- und Integrationspädagogin.
00:00:54: Sie hat die bekannte Rechenmethode YesWeCan weiter entwickelt und verbreitet, mit der viele die Rechenmethode lernen, die ihren Alltag selbstöchssamer macht!
00:01:02: Mit ihr will ich über die Erfahrung ihrer Mutterschaft, die Begeisterung für Potenziale und Echtes miteinander sprechen.
00:01:07: Denn das ist was ihre Arbeit in Leoben zu großen Teilen ausmacht – und in Intensivtherapiewochen Eltern und Kindern ein Weg bereitet den sie auch selbst gehen können!
00:01:16: Viel Freude beim Zuhören, reinfühlen und verstehen.
00:01:28: Hallo liebe Bernadette
00:01:29: Hallo, liebe Eni.
00:01:31: Danke für die Einladung!
00:01:32: Hey,
00:01:32: total gerne und sehr schön dass du dir heute die Zeit für dieses Gespräch nimmst Und das in einem laufenden Betrieb der mehr ist als nur ein Tagesgeschäft in eurem Kompetenzzentrum.
00:01:42: Du bist vor über dreißig Jahren Mutter einer Tochter mit dem Down syndrome geworden.
00:01:46: Damals warst du bereits Sonderschul- und Integrationspädagogin.
00:01:49: Du hast sogar noch Pädagogik und Psychologie studiert wie ich gelesen habe.
00:01:53: Das Lernen scheint dir sehr am Herzen zu liegen Ebenso wie die Selbstwirksamkeit deiner Tochter, die eben auch in eurem Kompetenzzentrum lebt und arbeitet genau wie andere Menschen mit dem Down-Syndrom.
00:02:06: Mit dir möchte ich heute darüber sprechen was es bedeutet das Potenzial mehr in den Fokus zu legen als das was noch nicht geht!
00:02:13: Was treibt dich an?
00:02:14: Und für wen oder was bist du am Ende des Tages losgezogen um über die Förderung deiner tochter hinaus anderen so viel zu ermöglichen?
00:02:22: Ich freue mich ganz viel dazu zu lernen und mehr über das Kompetenzzentrum aus deiner persönlichen Perspektive zu erfahren.
00:02:28: Doch bevor wir in unser Gespräch starten, und ich dir ganz viele Fragen stelle, liebe Bernadette, frage ich dich wie jeden Gast erst mal?
00:02:34: Wie geht es dir heute?
00:02:36: Was liegt heute noch vor dir?
00:02:37: Ich bin heute...ich muss schon so starten leider etwas verkühlt!
00:02:42: Das bedeutet wenn ich dazwischen husten muss oder mich äußern muss um meine Stimme zu behalten.
00:02:50: Ich habe schon sehr viel Salz bei dir heute getrunken,
00:02:54: damit
00:02:54: ich hier gut mit ihr sprechen kann.
00:02:57: Ich bedanke mich sehr für die Einladung!
00:03:00: Es ist mir eine große Ehre, hier mit euch meine Erfahrungen teilen zu dürfen.
00:03:06: Es ist ein Leben, ein besonderes Leben das wir so nicht erwartet haben als unsere Tochter geboren wurde.
00:03:14: Wir waren überrascht von der Diagnose-Down-Syndrom und es hat sich aus dieser Überraschung so viel Gutes für unser Leben entwickelt.
00:03:23: Nikolajs heute, zweiunddreißig Jahre alt lebt hier wie du schon erwähnt hast in unserem Kompetenzzentrum namens Lebenlachen Lernen und ich sehe vor mir eine sehr selbstständige, selbstbewusste offene kommunikative junge Frau die mich täglich mit viel Stolz erfüllt Als ich heute schon am Morgen hierhergekommen bin.
00:03:46: und kurz unsere Benivas.
00:03:49: beniva deshalb, weil die ersten drei Menschen mit Down-Syndrom, die hier gearbeitet haben Beatrice Nicola und Valentin waren.
00:03:56: Deswegen heißen alle unsere Mitarbeiter jetzt Benivas!
00:03:59: Und unsere Benivas begrüßt habe und in ihrem Pausenraum wo sie bei einer Tasse Kaffee zusammengesessen sind einfach schon mit ihnen Spaß hatte habe ich mir gedacht, so kann ein Tag jeden Tag beginnen.
00:04:12: Also wirklich mit Ehrlichkeit, mit Fröhlichkeit, mit echten Emotionen und auch wenn es manchmal Tage gibt wo man vielleicht noch etwas müde ist oder der Kopf brummt oder was immer Du kommst hierher du kriegst diese besondere Energie.
00:04:29: Und so hat mein Dag heute gestartet Mit einem Jahr Ich war recht müde weil ich die Nacht durchgehustet hab aber mit einem Ganz großen Plus an zusätzlicher Energie und an Lebensfreude und Begeisterung.
00:04:42: Und was liegt heute noch von mir?
00:04:44: Nach unserem Interview darf ich mit einem jungen Arbeiten, den ich schon seit vielen Jahren in seiner Entwicklung begleite.
00:04:52: Er ist zur pädagogischen Entwicklungsdiagnostik angemeldet und wir werden weiter an seinen Kompetenzen im Lesenschreiben rechnen – und vor allem aber auch in seiner Sozialentwicklung arbeiten!
00:05:04: Er kommt gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Lehrerin.
00:05:08: Und wir lieben es, alle miteinander in diesem Dreieck unsere Erfahrungen perspektiven und Kompetenzen austauschen zu dürfen um bestmögliche Lebensbedingungen für diesen jungen Mann schaffen zu können.
00:05:24: Ja wenn er damit steigst du natürlich direkt schon in etwas ein was ich so beeindruckend finde an eurer Arbeit nämlich diesen Blick darauf, ganzheitlich Menschen zu begleiten und alle mit ins Boot zu holen.
00:05:39: Und als ich deine Geschichte erfahren und erlesen habe, hab' ich gedacht es ist schon spannend.
00:05:45: du bist ja eine Mutter die mir natürlich über zwanzig Jahre voraus ist mit deiner Erfahrung, mit deina Tochter, die dich genauso überrascht hat wie mich mein erster Sohn überraschte.
00:05:54: Gleichzeitig bedeutet das aber dass deine Tochter zu einer Zeit auf die Welt kam wo Erkenntnisse in Therapien und Förderung sich erst nach und nach verbessert haben.
00:06:07: Wie war das für dich, eine Tochter überraschend mit Trisomie einundzwanzig zu bekommen?
00:06:11: Und welche Ängste hattest du vielleicht?
00:06:16: Und wie haben die sich heute bewahrheitet oder verändert?
00:06:19: Als Nicola zur Welt kam, haben viele Menschen zu mir gesagt ganz klar dass ihr einen Kind mit dem besonderen Extra bekommen habt.
00:06:30: Warum?
00:06:31: Ich war davor bereits als Sonderpädagogin in verschiedenen Schulen hier im Bezirk Leung, in der Steiermarktätik und hatte insbesondere eine Schülerin mit Trisomy-I die Elke.
00:06:47: zu der ich von meinem ersten Tag als Lehrerin an eine ganz besondere Beziehung aufgebaut habe.
00:06:53: Spannenderweise, ich war ganz junge Lehrerin damals zwanzig Jahre alt noch gar nicht fertig mit der Ausbildung aber der Lehrermangel war so groß dass wir schon unterrichten durften und Elke war einer meiner ersten Schülerinnen.
00:07:06: die war damals siebzehn also nahezu gleich alt und die war schon seit Ewigkeiten in dieser Klasse wo ich als Vertretungslehrerin frisch dazu gekommen bin Und die hat dort natürlich ihr Revier markiert.
00:07:20: Hat bedeutet, meine sorgfältig vorbereiteten Stunden zum Beispiel in Mathematik hat sie boykottiert, indem sie damals war noch keine Rede von Yes We Can kannte ich noch nicht, indem Sie zum Beispiel vorbereitetes Material auf den Boden geworfen hat und mal meine Reaktion getestet hat.
00:07:37: Und ich vollkommen unbedarft im Pädagogik... hatte natürlich alles versucht sie zu überreden, dass sie gut mitmacht.
00:07:47: Aber das hat alles nicht gefruchtet.
00:07:49: Sie ist also mit mir in ein kleines Grenztestungsspiel gegangen und ich hatte dann nur eine pädagogische Maßnahme vollkommen unpädagogisch aber damals wusste ich mir nicht anders zu helfen.
00:08:02: Ich bin also zur Elke-Schultasche gegangen habe mir ihren Jausenbeutel geschnappt hab gesagt okay Elke zuerst rechnen dann jausnen und bin mit ihrem Jausenbeutel zu meinem Schreibtisch gegangen und habe den dort verschwinden lassen.
00:08:15: Sie hat mich mit riesengroßen, entsetzten Augen angeschaut, hat ihren Bleistift geschnappt und hat diesen Rechenzettel ausgefüllt.
00:08:22: Es war sicher nicht alles richtig aber um das ging es ja gar nicht.
00:08:24: Das ging um eine Arbeitshaltung ganz allgemein und damals gab's noch Schulglocken.
00:08:29: Und tatsächlich zum Ende der Schulstunde also mit dem Leuten in die Pause stand sie neben mir mit dem fertig ausgefüllten Zettel auf die Lade geschaut, in der ich ihre Jause versteckt hatte.
00:08:41: Und ich nahm ihren Zettel und habe gesagt okay Elke gut gearbeitet, hab die Läde aufgemacht, hab ihr Ihre Jause gegeben.
00:08:48: Sie rennt mit der Jause davon und schreit ihm davonlaufen.
00:08:52: Ich liebe dich Wieser!
00:08:55: ...und war halt weg.
00:08:56: So ist es.
00:08:58: Ich liebe Dich Wiesa.
00:09:00: Ich war übrigens, da müssen wir gar nicht verheiratet und hatte noch einen anderen Namen.
00:09:04: Hatte aber schon meinen Mann zum Partner und sie kannte ihn und ihr für sie war klar die werden nochmal heiraten hat mich also schon mit meinem jetzigen Namen angesprochen.
00:09:12: Und dieses ich liebe dich Wieser hat uns dann einige Jahre lang begleitet.
00:09:16: Es hat mich jeden Morgen begrüßt mit ich liebe Dich Wiesa.
00:09:20: und dann kam sie aus der Schule raus.
00:09:23: Sie war dann knapp neunzehn und kam in eine Werkstätte und ich habe zu meiner Kollegin gesagt weißt du Wie die Elke mir fehlt, niemand sagt mir am Morgen dass er mich liebt.
00:09:33: was für ein trauriger Schuldtag.
00:09:34: So vier Jahre später bekomme ich meine Tochter mit Trisomie und alle Kolleginnen und Kollegen haben gesagt na ganz klar jetzt hast du deine eigene Elke.
00:09:44: das war also so meine Geschichte.
00:09:45: daher habe ich mich vor der Trisomie von dem Down-Syndrom als dann meine Tocher diese für uns unerwartete Diagnose bekommen hat ganz der Weiße irgendwie gefürchtet
00:09:56: Ja du hattest schon Erfahrung
00:09:58: Genau, das war klar.
00:10:00: Das bringt bestimmte Perspektiven mit ins Leben ein die wir ohne diesen besonderen Chromosom so nie würden erleben und erfahren dürfen.
00:10:11: was uns wirkliche Sorgen und Ängste gemacht hat waren natürlich bei ihr großer Herzviller.
00:10:17: Sie musste mit sechs Monaten operiert werden.
00:10:19: der wurde schon an ihrem zweiten Lebenstag diagnostiziert Und es war klar der ist groß und die Operation ist bald und gefährlich.
00:10:28: Etwas, was natürlich die ersten Lebensmonate und ich würde sagen das erste Lebensjahr mit unserer Tochter sehr überschattet hat.
00:10:34: Weil hier einfach ganz große Ängste um ihre Gesundheit und sogar um ihr Überleben bestanden
00:10:41: haben.".
00:10:41: Das heißt wenn ich dir richtig zuhörere ist der Kelch dieser Ängsten, die ich viel in der Begleitung von Müttern immer treffe nämlich Wie findet mein Kind seinen Platz in der Gesellschaft?
00:10:53: Wie kann es in die Sprache kommen, wie kann's an die nächsten Entwicklungsschritte kommen.
00:10:56: Das hat dich gar nicht so sehr umgetrieben, höre ich raus.
00:10:59: Dadurch dass du schon ein Bild hattest und so viel Kontakt war das für dich gar nichts so sehr da richtig?
00:11:05: Zum einen das und zum anderen, dass unser gesamter Fokus auf der Frage gelegen hat wird unser Kind überleben können!
00:11:12: Ja
00:11:14: ja
00:11:14: Und damit Reden, Ängste was jetzt die Förderung betrifft oder gesellschaftliche Akzeptanz.
00:11:20: Oder generell Dinge die sehr weit in der Zukunft liegen vollkommen im Hintergrund.
00:11:25: also wir mussten wirklich den Tag zu Tag schauen wie wir es schaffen können dass sie ein Mindestmaß an Gewicht bekommt um überhaupt operiert werden zu können und dann diese ganze postoperative Phase die sehr sehr schwierig war Phasenweise von Stunde zu Stunde gelebt und dann von Tag zu Tag, von Woche zu Woche.
00:11:48: Und daher diese erste Zeit nicht mit großen Zukunftsängsten die jetzt ihre erwachsenen Leben zum Beispiel betreffen würde verbracht.
00:11:58: Ich finde das ganz spannend gerade weil ich grad so denke.
00:12:01: Jetzt wünscht man natürlich nicht allen anderen Eltern mit Kindern mit dem Down-Syndrom, dass sie schwere Herzfehler haben oder andere operative Notwendigkeiten die den Fokus auf das hier und jetzt längsten.
00:12:11: Und gleichzeitig liegt aber in dem was du gerade sagst auch die Kraft eben sich vor Augen zu führen, dass ich die Zukunft nicht herbeiholen kann indem ich einfach schon ein Jahr zwei fünf oder zehn Jahre vorausdenke.
00:12:26: Das es auch im Ende nichts bringt.
00:12:28: Sorgen auf Vorrat.
00:12:30: Sorgen auch Vorrat, wie schön!
00:12:33: Ja und die Frage ist was bevorrate ich damit?
00:12:36: Ich bevorrate damit nicht die Sicherheit die eigentlich erreichen möchte.
00:12:41: Ich denke gerade darüber nach ihr habt ja jetzt dieses Kompetenzzentrum gegründet du mit deinem Mann der sich ganz viel auch mit Neurowissenschaft beschäftigt und auch ein Unternehmen in die Richtung hat das ich ganz spannend finde weil es so an meiner Arbeitsweise auch im Emotionscoaching anknüpft Da sehr mitgehen konnte, was ich bei euch auf der Seite erlese.
00:12:59: Und ihr habt vor allem einen Kompetenzzentrum gegründet in dem ja auch, du hast eben schon gesagt eingangs, sechs Menschen mit Behinderung arbeiten die Benivas.
00:13:07: Ach mittlerweile!
00:13:08: Ja guck und das Ganze nennt ihr Leben lachen lernen und erzähle doch mal, was ist der Kern eurer Kompetenz?
00:13:18: Bernadette, wer kommt zu euch und was können die Familien bei euch lernen und
00:13:23: verstehen?
00:13:24: Unsere Kernkompetenzen liegen in der Begleitung von Familiensystems und das noch erweitert, um deren Bezugspersonen, derer Beuten, Lehrer, Kindergartenbädagogen, Arbeitsassistenten usw.
00:13:40: Wir bieten Begleitungen in den Bereichen Entwicklung des Sozialverhaltens also Kooperationsverhalten mit den Kindern zu trainieren – das im Übrigen immer Bei den Erwachsenen beginnt und nie bei den Kindern.
00:13:55: Ja, ich bin
00:13:56: ganz bei
00:13:56: dir!
00:13:57: Unseres Coachings sind immer die Erwachsenen, die die Kinder begleiten.
00:14:03: Wir bieten Begleitung in der Entwicklung von Sprache im Aufbau von Lesenschreiben rechnen In der Entwicklung einer gesicherten Identität.
00:14:15: Die Frage wer bin ich?
00:14:17: Wir begleitten Kinderjugendliche Erwachsene in diesem Prozess ihr Down-Syndrom zu erkennen, es anzunehmen und damit gut leben zu können.
00:14:30: Wir bieten Unterstützung in der Händigkeitsberatung.
00:14:35: wenn zum Beispiel Familien kommen und das Kind schreibt beispielsweise mit der rechten Hand hat aber viele, viele Herausforderungen im Verhalten in der Lern- und Leistungsfähigkeit dann schauen wir da gut hin.
00:14:48: etwa vierzig Prozent der Menschen sind als Linkshänder geboren, aber nur etwa sieben Prozent in unserem Kulturkreis leben.
00:14:56: Es kann gerade für Menschen die mit Trisomie leben ein ganz großer Punkt sein, der sich blockiert und hemmt um in ihr Potenzial zu kommen, um in Ihr Potenziale Leben zu können.
00:15:09: Wir bieten Gedächtnistraining, aber auch daran angeknüpft Diagnose beziehungsweise aber auch Prävention, so gut es möglich ist von Alzheimer.
00:15:20: Wir begleiten
00:15:22: bei
00:15:24: Regressionssyndromen die immer wieder leider auch im jungen Lebensalter beim Menschen mit Down-Syndrom auftreten können und wie vorhin schon erwähnt der Kern unserer Arbeit ist immer primär die Elternarbeit.
00:15:38: wir arbeiten natürlich immer mit den Kindern jogendlich und Erwachsenen Begleiten dabei aber das gesamte System, denn in meiner Wahrnehmung sind Eltern die Fachleute für ihre Kinder.
00:15:49: Und wir, die wir von außen in dieses System hineinschauen dürfen – wo Eltern uns dieses große Vertrauen schenken, dass wir hier auch einen Teil mitgestalten dürfen – ich sage es zu den Eltern immer meine Erfahrung, mein Wissen und meine Kompetenz sollten sie wie ein Buffet
00:16:07: betrachten.".
00:16:09: Ich bereite das für sie aus, ich bereite es für sie zu und Sie nehmen sich davon was gerade in Ihre Lebenssituation passt.
00:16:17: Ja!
00:16:18: Und... ...ich kann auch wenn vieles gut ausschaut nicht alles gleichzeitig essen und so kann ich auch nicht alle Angebote gerade wenn eine Familie eine ganze Woche da ist.
00:16:28: Da gibt's dann viele Angebote in dieser ganzen Woche.
00:16:32: Und im Elterngespräch mache ich dann immer klar so und jetzt bitte step by step.
00:16:38: Macht euch keinen Druck, macht euch kein schlechtes Gewissen.
00:16:42: Wenn ihr denkt über diesen Bereich beispielsweise mathematische Förderung haben wir jetzt noch nicht priorisiert – alles zu seiner Zeit!
00:16:50: Und wir versuchen Familien darin zu begleiten ihre Bedürfnisse zu sehen und vor allem auch wenn es um Kooperationsverhalten der Kinder geht das BedürFnis hinter dem Verhalten des Kindes zu erkennen.
00:17:06: Es ist mir das Allerallerwichtigste, dass wir Kinder nicht einfach ganz schnell abstempeln als... Ich sage dieses Wort nur ein einziges Mal.
00:17:15: Weil wir verwenden es nie als Stur.
00:17:17: Leider Gottes!
00:17:18: Ja ich war bei uns, ne?
00:17:19: Das heißt diese
00:17:19: Zuschreibungen so auch?
00:17:21: Ja total.
00:17:21: Ich finde auch ganz gängig ist ja die Thematik herausforderndes Verhalten wo ich immer gerne die Frage stelle wen fordert es denn heraus?
00:17:30: Ganz richtig
00:17:31: Auf wen und welche Emotionen trifft es, dass es herausforderend isst?
00:17:35: Oder auch schwierig, wo ich immer denke.
00:17:39: Wenn wir uns die Leichtigkeit herausnehmen würden hinzugucken was das Verhalten einfach aufzeigt, woher es kommt.
00:17:47: ganz klassisches Beispiel aus unserem Alter.
00:17:48: gerade mein Sohn ruft in letzter Zeit häufiger lässt mich anrufen weil er nicht ins Taxi steigen möchte wenn er abgeholt wird mit der Aussage er möchte nicht nach Hause Was die Schule natürlich kurz nervös macht.
00:17:59: dieses Kind ist da irgendwas Das möchte nicht Nachhause Mein Kind möchte nach hause Es möchte nicht mit dem Taxifahren Es fährt ein anderes Kind mit, die streiten sich immer mal.
00:18:07: Und
00:18:08: das Thema ist... Jetzt sind wir wieder bei den Erwachsenen was du gerade ansprichst.
00:18:11: Wir haben ja einen Taxifahrer der nicht darauf geschult ist Was ich auch nicht erwarten kann Mit Menschen mit Behinderung in Kooperation einzutreten und regulativ zuwirken auf mein Kind.
00:18:22: Dieser Mensch ist also kurz überfordert wenn sie im Auto eh schon hinten streiten.
00:18:25: Der will die sicher nach Hause bringen Verstehe sein Bedürfnis Der will in ruhe Autofahren auseinanderzusetzen, dass einer bei ihm vorne sitzt und einer hielt.
00:18:35: Ja dann greifen die ja über mich hinweg wo ich dann denke ja!
00:18:38: Und sie sind die erwachsene Person im Raum dieses Autos.
00:18:42: es braucht sie damit das gelingen kann weil das unsere Kinder noch nicht können.
00:18:48: Jetzt finde ich so spannend dass ich dir zuhöre und denke wir sind da sehr gleichgeschaltet merke ich.
00:18:54: Es ist nicht nur das Bedürfnis dahinter Ich finde auch es sind ganz oft Dynamiken in den Systemen die so sind und jetzt höre ich bei dir raus Etwas tut, was ich wahnsinnig schwer empfinden als Mutter für meine Kinder umzusetzen.
00:19:09: Ihr schafft offensichtlich die Gegebenheit eines runden Tisches?
00:19:12: Ihr holt nicht nur Eltern!
00:19:13: Ihr holts Assistenzen und
00:19:15: Lehrer?!
00:19:16: Wie schafft ihr das Bernadette?
00:19:17: Was ist das Geheimnis diese Menschen ins Boot zu
00:19:19: bekommen?"
00:19:32: biete ich immer auch an, im Rahmen dieser Zeit mit dem System Schule zum Beispiel eine Summeinheit zu gestalten.
00:19:42: Und dann gibt es zwar Möglichkeiten entweder ich arbeite mit dem Kind und wir lassen unseren... Genau wie jetzt hier!
00:19:49: Wir lassen unseren Laptop mitlaufen und die können einfach nur zuschauen.
00:19:54: oder aber auch Ich stehe bereit um Fragen der Therapeuten, der Kindergartenbädagogen der Lehrerinnen und Lehrer zu beantworten.
00:20:03: Und ich merke ganz oft dass es am Anfang eine ja vielleicht eine ablehnende Haltung oder zumindest eine gewisse Distanz gibt.
00:20:14: das wir aber wenn wir auch zeigen welche Kompetenzen die Kinder haben Wenn wir es ihnen zutrauen wenn sie ermutigen und ich spreche hier ganz viel auch von Self-fulfilling prophecy Ja dass dann so viele neue Wege sich öffnen können.
00:20:32: Und das ist immer so die Grundlage dafür, dann tatsächlich auch einen runden Tisch schaffen zu können der sehr oft digital stattfindet ganz einfach weil die Distanzen soweit sind.
00:20:44: Natürlich!
00:20:45: Dass ich aber auch die Eltern immer ersuche Dinge die die Kinder hier schaffen können sei es in ihrem Sozialverhalten Übergänge zum Beispiel gut zu bewältigen Sei es im Gedächtnis-Training, sei es im Lesen, Schreiben und Rechnen in der Sprache.
00:21:00: Was auch immer... Sie dürfen auch wenn sie das wollen bei uns hier in der Küche mitarbeiten wir haben ja eine Küche wo gekocht wird für Seminargäste also ein kleines Praktikum auch machen.
00:21:12: Auch da wird mit gefilmt Und diese Filmchen sind auf den Händis der Eltern und damit auch aufgrund des Datenschutzes und damit haben die Eltern dann die Möglichkeit es auch dann zu Hause zu zeigen.
00:21:27: Weil wenn ich jetzt nur mit jemandem rede und sage, mein Kind hat dieses und jenes geschafft?
00:21:33: Dann kann das gegenüber des Glauben oder auch nicht.
00:21:36: Sehen Sie's aber!
00:21:37: Mit einem kurzen zwei-minuten-Filmchen am Handy, dann öffnen sich plötzlich Türen und auch Perspektiven und dann fragen auch viele ganz proaktiv nach okay Welche Möglichkeiten haben wir in unserem Setting?
00:21:51: Ich bin nicht so blauäugig zu sagen, alles was wir hier mit den Kindern schaffen können lässt sich eins zu eins in die Schule übertragen.
00:21:59: Natürlich nicht!
00:22:00: Denn noch wenn die Kinder hier zeigen sie können sich beispielsweise zwanzig Minuten am Stück konzentrieren und an einer Aufgabe dran bleiben dann hat das Kind in Sicht die Kompetenz dazu.
00:22:13: Ja.
00:22:14: So und ich bin systemische Psychologin.
00:22:17: Das heißt Jetzt liegt es an uns Erwachsenen, die Rahmenbedingungen für das Kind bestmöglich zu schaffen um seine Potenziale auch im Alltag leben zu können.
00:22:31: Und es bedeutet jetzt nicht in der Schule jeden Tag zwanzig Minuten pro Unterrichtsstunde.
00:22:37: Konzentrationszeit ist nicht möglich weil viele andere Einflussfaktoren.
00:22:42: denn noch wenn ich es schaffe dass das Kind ein oder zweimal am Tag in diese konzentrative Phase kommt, dann haben wir ganz viel schon gewonnen.
00:22:53: Und das ist so unser Austausch, dass wir einfach auch schauen... Wir versuchen jetzt nicht als die da zu stehen, die alles wissen, dass du mir definitiv nicht!
00:23:05: Sondern wir versuchen gemeinsam die Möglichkeiten auszuloten, dass die Potenziale des Kindes auch im Alltag bestmöglich zum Vorschein treten können.
00:23:15: Ich höre dir geradezu und ich habe das auf eurer Seite gelesen, da taucht sehr oft das Wort Miteinander auf.
00:23:21: Und in meinem Kosmos ist es immer das Wort Kooperation sich gegenseitig zu sehen um sich unterstützen zu wollen und dass für den anderen mehr zu wollen als für sich weil man immer der ist der mit profitiert.
00:23:34: im System höre ich grad sehr raus und finde das in ganz wertvollen Gedanken, denen sich hoffen nicht ganz viele mitnehmen.
00:23:42: Und ich hoffe dass diese Folge von ganz vielen Eltern ein Schulbegleiter und Pädagogen herangetragen wird weil ich einfach ganz sehr überzeugt davon bin wir wollen einander nie was Böses!
00:23:52: Und wenn wir den Blick vor allem aufs Kind richten auch auf das singuläre individuelle Kind dann profitieren am Ende alle.
00:24:01: Diese Angst davor den Fokus zu sehr auf einen zu legen Ist nicht zwingend gerechtfertigt, finde ich.
00:24:08: Weil ich immer wieder denke, wenn ich den Fokus einmal habe und grundsätzlich verstanden hab welches Potenzial da ist was ich rausholen kann dann brauche ich nicht den dauerhaften Fokus.
00:24:17: Wenn ich mich aber dem Potentialen nicht widmen und dafür den Konflikt immer laufen lasse Dann brauche jeden Tag meine Konzentration dafür
00:24:24: Ein wunderbarer Blick Winkel.
00:24:26: Ich merke natürlich uns verbindet ganz unterschwellig Ganz vieles Bernadette.
00:24:31: Uns verbindet auch, dass wir eine Lebensgeschichte haben, die ein Stück weit zu einer Berufung geführt hat bei dir und bei mir.
00:24:38: Und zwar über diese eigene Handlungsfähigkeit hinaus – über das ich mache das für mein Kind, ich mach' das für mich – hat sich entwickelt, bei dir anderen zu helfen!
00:24:48: Was glaubst du?
00:24:49: Wie hätte dein Leben ausgesehen, wenn du kein Kind mit dem Dachensyndrom bekommen
00:24:54: hättest?!
00:24:55: Die Frage ist... sehr spannend für zu vielen Gedanke-Experimenten.
00:25:01: Ich gehe noch einen Schritt zurück, hätte ich gar kein Kind bekommen, wäre ich vermutlich jetzt in der Entwicklungshilfe tätig.
00:25:13: Das war also als junge Frau ein ganz großer Antrieb für mich und das hätt' ich mir für mein Leben sehr gut vorstellen können.
00:25:25: Hätte ich Zwei neurotypische Kinder bekommen.
00:25:29: Wir leben ja mit zwei Kindern, mein Sohn ist neunundzwanzig und Nikola ist... Entschuldigung, mein sohn ist dreißig oder hat er schon Geburtstag?
00:25:38: Oh, meine Ofen!
00:25:40: Und seine Tochter ist zweiunddreißig.
00:25:43: Hätte ich jetzt kein Kind das mit Trisomie einundzwzig lebt, wäre ich möglicherweise in meinem Lehrberuf geblieben.
00:25:55: Ich war ja lange Zeit Lehrerin auch hier in der Steiermark und da war ich dann aber schon Mama, auch gleichzeitig.
00:26:06: Und habe erkannt dass den Kindern mit ihren ganz besonderen Lernbesonderheiten und Lernbedürfnissen in meiner Wahrnehmung im Schulsystem nicht gerecht werden konnte.
00:26:24: Ich habe ganz enorm dafür gekämpft, genug Zeit für die Kinder zu haben.
00:26:30: Eins-zu-eins Arbeit mit den Kindern ausführen zu können, Lernbedingungen für sie verbessern zu können und das hat mich im Schulsystem immer wieder an meine Grenzen gebracht einfach indem es dann plötzlich hieß du Lehrer X ist krank ich bitte dich dort schnell in der Klasse zusuplieren.
00:26:48: oder dass geht nicht.
00:26:49: weil also ich hab das ganz ganz oft erlebt auch gespürt Weil ich auch schon die Bedürfnisse meiner Kinder so sehr im Fokus hatte, meiner privaten Kinder auch.
00:27:01: So möchte ich Schule nicht erleben und deshalb habe ich dann auch den Schuldienst quittiert.
00:27:09: Ich hab gekündigt und habe mich darum gegründet... um auch noch einen anderen Blick für Kinder auflernen, das Lernen Freude machen kann.
00:27:18: Das Lernen Stolz machen kann eröffnen zu können.
00:27:22: und möglicherweise oder ja vielleicht wäre es so gewesen hätte ich jetzt diese besonderen Lernbedürfnisse von Nikola nicht gesehen und erleben dürfen.
00:27:33: Wäre ich vielleicht im Schulsystem geblieben würde heute gegebenenfalls irgendwo eine Schule leiten und hoffentlich auch mein Bestes geben Wir aber vielleicht gar nicht so tief in Lern-Besonderheiten von Menschen mit Beeinträchtigungen, besonderen Bedürfnissen eingetrungen.
00:27:52: Und gleichzeitig denke ich grad so... Es ist ja schon erstaunlich wie uns im Leben wie so ein roter Faden auch bestimmte Bedingungen immer wieder begegnen!
00:28:01: Die Elke, von der wir heute hören durften?
00:28:04: Die war ja schon mal da!
00:28:06: Die hat ja schon mal kurz so diese Decke gehoben unter dieses geheimnisfach von, was geht denn da noch wenn ich auf Bedürfnisse gucke und auf leeren Potenziale?
00:28:16: Wenn du da so draufguckst auf deine Geschichte wie sie sich in Wirklichkeit entsponnen hat mit all dem was dazu gehört.
00:28:23: Wie viel Chance liegt in jeder Lebensgeschichte, wenn du auch auf deine und die Lebensgeschichten eurer Gäste guckst?
00:28:31: Chancen entstehen immer dort wo sich möglichkeiten auftun und wo die auch gesehen und zugelassen werden.
00:28:38: Und hier bin ich in dem schon vorhin ganz kurz erwähnten Konzept der Self-fulfilling Prophecy.
00:28:47: Ich erlebe es so häufig, dass mit der Diagnose Down Syndrome – auch hier in einem Land in Österreich, wo Integration schon so lange Status quo ist dass Menschen mit Down-Syndrom in ihrem Bildungsbereich zu wenig Chancen bekommen.
00:29:04: Dass man häufig davon ausgeht, es ist wichtig, dass sie praktisch gebildet werden, sich gut an und ausziehen können, ihre Körperpflege bewältigen, dass Sie einkaufen und kochen können – all das finde ich auch ganz, ganz wichtig!
00:29:21: Und daneben gibt's noch diese Kompetenzen im Lesenschreiben und Rechnen für die Kinder zu eröffnen und aber auch deren Potenziale nach außen zu tragen, damit sie wirklich auch Bildungsangebote bekommen.
00:29:38: Das sehe ich als eine meiner Hauptaufgaben.
00:29:41: Und ihnen die Möglichkeit auch zu geben... ...zu zeigen was in ihnen steckt und wie viel Freude lernen macht.
00:29:52: Denn ich erlebe es häufig dass ich sehr irritiert auch angeschaut werde wenn ich Eltern einen Rechenspiel zum Beispiel zeige, wie sie das mit ihren Kindern zu Hause gut umsetzen können.
00:30:07: und Eltern dann sagen ja so quasi nie neben dem Kind.
00:30:10: Wir reden nie neben den Kinder über das Kind aber wenn das Kind eben nicht daneben ist dass Sie dann sagen Ja was wird er ja mit mir nie machen?
00:30:18: Doch!
00:30:19: Es geht nämlich... Und es ist wiederum dieses Self-fulfilling-Professie.
00:30:22: Es geht um die eigene Freude und unsere Kinder unterscheiden nicht ob jetzt Papa oder Mama mit mir duplos spielen oder Papa und Mama, mit mir mit Freude dieses Rechen-Spiel machen.
00:30:33: Es geht Ihnen wie Du vorher auch erwähnt hast um diese Beziehungszeit miteinander.
00:30:39: Und da kann ein Rechenspiel ganz genau so viel Freude machen wie gemeinsam eine Legoburg zu bauen zum Beispiel.
00:30:48: Und hier diesen Blickwinkel nochmal zu verändern und zu sagen ihr seid nicht die Kotorabeuten denn noch traut euren Kindern ganz viel zu.
00:30:57: Denn wenn ihr mit dieser Erwartungshaltung auch ins Leben hinausgeht, wird sich auch die Erwartungshaltung innerhalb eurer Familie, innerhalb eure Freunde, innerhalb der Therapeutenlehrer usw.
00:31:11: und der Blick auf euer Kind intensiv verändern.
00:31:14: Chancen entstehen in Beziehungen würde ich sagen?
00:31:17: Ja
00:31:18: bin ich ganz bei dir!
00:31:19: Ich habe gerade das Bild nochmal so in mir was ich ganz oft mit Eltern bespreche.
00:31:24: Eltern, die einen Druck Kooperation mit ihren Kindern empfinden, die da nicht aus bestimmten Mustern rauskommen.
00:31:31: Aus Emotionen, die sie stressen.
00:31:34: Empfinden die Verantwortung, die Sie haben wie eine Fremdbestimmung.
00:31:40: Also im Sinne von wir müssen die Verantwortung übernehmen und das klingt immer so ein bisschen als hätte jemand Ihnen einen schweren Rucksack gegeben den Sie jeden Tag schultern und wieder mitnehmen müssen.
00:31:52: wenn ich aber mich entscheide Verantwortung zu tragen weil ich mich für in der Lage dazu erachte, dann hat sie eine andere Schwere.
00:32:03: Weißt du, wie ich meine?
00:32:04: Und das finde ich ist immer ein ganz gutes Bild vielleicht für das was Du grad beschreibst nämlich dieses Ich kann mit einer Haltung eintreten in etwas ohne dass sich der Co-Therapeut für mein Kind sein muss.
00:32:15: Ich kann es mit Freude tun!
00:32:22: Und es gibt tatsächlich viele Systeme auch bei alleinerziehenden Müttern, wo gerade dann auch die Mamas unter der Last dieses Rucksacks zusammen zu brechen drohen.
00:32:39: Wir nehmen dann wirklich ganz bildlich diese Steine aus dem Rucksack heraus, beschriften diese Steinen und legen sie mal wenn die so als ein großer Steinhaufen da drin sind dann sehe ich keinen Weg mehr dadurch.
00:32:58: Aber wir nehmen die raus und legen sie dann auch auf, wie auf einem Weg zum Beispiel ein Kreisrunderweg.
00:33:05: Und wir schauen dann an okay welche Steine sind jetzt tatsächlich ganz wichtig?
00:33:11: Dass die jeden Tag und jetzt in dieser Lebensphase tatsächlich auch auf dem Weg da sind und wir damit umgehen müssen.
00:33:20: was kann ich aber auch weiter nach hinten legen Was kann ich überhaupt jemandem anderen übergeben?
00:33:27: Und wenn man das dann ein bisschen so auseinandertröselt, dann ist nicht mehr dieser ganze Haufen plötzlich vor
00:33:32: uns.
00:33:33: Sondern diese einzelnen kleinen Elemente und dann wiederum immer auch in der Erarbeitung mit den Eltern Schritt für Schritt hat.
00:33:45: natürlich wunderbar.
00:33:46: zu diesen Steinen.
00:33:48: was ist der nächste schaffbare Schritt Für dich!
00:33:52: Für die Kinder, die du begleitest und dazu meine ich jetzt nicht nur die Kinder mit den besonderen Bedürfnissen sondern auch Geschwisterkinder.
00:33:59: Ja!
00:33:59: Und generell für das ganze System.
00:34:01: es geht um der nächsten schaffbaren Schritt.
00:34:05: Und wenn wir das dann ein bisschen auseinander dröseln, dann sehen wir okay diese Schritte dürfen klein sein.
00:34:12: Wichtig ist Ich muss die Sicherheit haben Das kann ich schaffen.
00:34:17: Das motiviert mich dann wieder, den nächsten und übernächsten Schritt anzugehen.
00:34:22: Eben wie wir vorhin schon gesagt haben nicht jetzt das ganz große zu überblicken und zu sagen was wird dieses ganze Schuljahr jetzt wiederflingen?
00:34:30: Und es wird wieder sicher ganz schwierig werden sondern einfach okay!
00:34:34: Was ist denn so?
00:34:35: und es auch in unserem Coaching mit den Lehrern ein ganz wichtiger Punkt Was sind denn die nächsten Schritte?
00:34:42: Welche Ziele haben wir für das nächste Monat zum Beispiel und hier einen roten Faden in die Lernbiografie der Kinder zu bringen.
00:34:51: Das empfinde ich als ganz ein wesentlicher Punkt, der dann die Möglichkeit auch gibt Chancen zu definieren und was dann auch konsequent gemeinsam mit den Kindern verfolgen zu können.
00:35:06: Es bringt mich ein bisschen zu einer Frage, die ich vorbereitet hatte die mich sehr stark interessiert.
00:35:13: Es kommen ja viele junge Familien zu euch, manche hast du schon eben so ein bisschen durchblicken lassen kommen auch mehrfach zu euch die über längere Zeit begleitet.
00:35:20: wenn du heute junge Familien bei euch das erste Mal empfängst und sie vielleicht so wirklich auch zum ersten mal mit den Benivers in Kontakt kommen also mit jungen Erwachsenen mit dem Down-Syndrom was nimmst du dann wahr?
00:35:35: Was wünschen sich diese Eltern wirklich Und was könnt ihr im Miteinander des Kompetenzzentrums vermitteln, das über Lerninhalte hinausgeht?
00:35:46: Wenn junge Eltern kommen und wir begleiten ja auch Familien die während der Schwangerschaft erfahren dass ihr Kind mit Trisomy zur Welt kommen wird.
00:35:58: Und die noch im Entscheidungsprozess stehen.
00:36:01: Wir begleiteten auch junge Familien gerade ihre Babys mit Down syndrome geboren haben, gerade ganz aktuell eine junge Familie hier ganz aus der Nähe und die kamen schon in der Schwangerschaft.
00:36:15: Die haben also schon prehnatal erfahren dass ihr Lebi mit dem besonderen Extra leben wird und vor zwei Wochen ist er geboren worden.
00:36:24: dann bemerke ich natürlich ganz klar engste Unsicherheiten Zweifel.
00:36:32: diese Familie hatte sich aber schon davor ganz bewusst für ihr Kind entschieden und hat uns danach besucht.
00:36:39: Fand ich ganz besonders schön!
00:36:42: Und was ich da erlebt habe, war Zukunft kann ein Gesicht bekommen.
00:36:50: Sie haben mit unseren Benivas gesprochen sie haben sich mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen und sie haben von deren Plänen, Zielen, Hobbys erfahren von dem was ihnen Freude macht, wo sie eher Unlust empfinden.
00:37:12: Was sie arbeiten und das war ein ganz Wunderbares Miteinander.
00:37:18: Sie haben unsere Tochter ist ja verheiratet seit vier Jahren übrigens auch ein weiteres Bärchen bei uns im Haus hat jetzt Ende August geheiratelt.
00:37:27: also wir haben zwei verheiralte die bärchen hier unter unseren Benivas.
00:37:34: Diese jungen Eltern haben einfach erlebt, dass so vieles – und jetzt verwende ich natürlich eine Blatidüle aber vielleicht passt es in dem Kontext ganz gut.
00:37:46: Sovieles ist einfach ganz normal.
00:37:50: Ich kann mich erinnern Sie haben also mit unserem Benieber sie über ihre Beziehungen gesprochen?
00:37:54: Ja!
00:37:54: Und da ist so viel wie im ganz gewöhnlichen Beziehung.
00:38:02: Sie streiten, sie versöhnen sich.
00:38:05: Sie brauchen Abstand, sie brauchen Nähe, sie diskutieren sich Dinge aus und kommen nicht immer auf einen grünen Nenner haben unterschiedliche Hobbys und dann aber auch wieder viele Dinge die sie in der Freizeit verbinden.
00:38:18: also so viele Aspekte die auch uns ganz gewöhnlich vertraut sind oder das man einfach ja seine Arbeit sehr, sehr gerne macht.
00:38:29: und dennoch gibt es manches mal Tage wo man sich am Morgen denkt.
00:38:33: heute möchte ich liegen bleiben.
00:38:34: Und gerade als diese nette junge Familie kam war so ein Tag zwar irgendwie das Wetter draußen regnerisch und kühl und da haben dann zwei unserer Benevers gesagt also heute hatte ich überhaupt keine Lust aufzustehen.
00:38:47: all diese Dinge denke ich mir können diesen Familien einfach Perspektiven geben dass sich jetzt nicht mit der Geburt des Kindes alles im Leben sofort massiv verändern wird und nichts mehr so sein wird wie vorher.
00:39:02: Ist es ja sowieso nie, wenn man ein bisschen kommt?
00:39:04: Nein ist das nicht!
00:39:06: Und dass sie lernen ihr Kind zu sehen und nicht die Diagnose.
00:39:10: ich denke, dass das ein ganz wichtiger Punkt ist Wenn Sie zu uns kommen und dass sie mit mehr Zuversicht und vor allem immer Mit einem Lachen im Gesicht, dann auch das Haus verlassen.
00:39:23: Weil halt unsere Benivas die Stimmung auflockern viele Ängste nehmen können.
00:39:28: und da fällt mir auch eine Geschichte ein vor vielen, vielen Jahren Das Mädchen ist jetzt schon ungefähr dreizehn oder vierzehn Jahre alt wo eine Familie zu uns gekommen ist Die noch in der Entscheidungsphase waren Und nur nicht sicher waren ob sie ihre Tochter bekommen werden oder nicht haben dann auch wieder hier bei uns auf der Terrasse mit unserem Benivas gegessen und der Valentin ist einer unserer Mitarbeiter, der war von Beniva.
00:39:58: Und das ist ein hervorragender Ziermonikerspieler!
00:40:02: Und er hat sich mit der Frau unterhalten also mit der werdenden Mama und hat erzählt, er kann Zier Monika spielen.
00:40:08: oder zählt sie es auch Musikerin?
00:40:10: Dann hat der Valentín seine ZierMonika geholt und hat dann auf die Terrassee musiziert.
00:40:16: lockerer und sehr fröhlicher Nachmittag.
00:40:20: Und als diese Familie dann gegangen ist, und wie gesagt zu dem Zeitpunkt – das haben Sie mir danach erzählt – war noch nicht klar für die Familie dass ihre Tochter zur Welt kommen wird, sagt der Valentin den Satz, der dann alles verändert hat.
00:40:36: Wenn eure Tochter auf der Welt ist, kommt sie in meine Band.
00:40:40: Valentin hat nämlich eine Band!
00:40:45: Danach erzählt das war der Satz, der alles verändert hat.
00:40:48: Unsere Tochter
00:40:49: wird willkommen geheißen.
00:40:51: Willkommen geheiß'n!
00:40:53: Wird vielleicht dann mal ein wertvolles Hobby haben?
00:40:56: Wird Teil einer Community sein und da gibt's Perspektive.
00:41:01: Das ist jetzt nicht nur dieses große schwere Thema, sie lebt mit Risuminein.
00:41:06: Sie ist vielleicht einmal eine fröhliche junge Frau die gern musiziert, die Spaß im Leben hat und es haben sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht so sehen können.
00:41:15: Und diese junge Frau ist jetzt ein wunderbares, ein wunderbarer Teenager mittlerweile musiziert und hat viel Spaß im Leben.
00:41:25: Wir haben einen sehr engen Kontakt!
00:41:27: Das ist ganz wunderschön.
00:41:29: Wie wundervoll.
00:41:30: Jetzt hast du die Mutter mit Nikola schon erlebt – eine lange Zeit.
00:41:36: Du hast sie in einer wachsenden Leben geführt, du hast ganz viel lernen, ganz viel Lachen und Leben begleitet bei ihr auch mit anderen Menschen.
00:41:44: Wenn du heute auf dein Leben schaust und auf das deiner Tochter, wo ihr gerade steht.
00:41:50: Wie geht es dir dann?
00:41:51: Das erste Gefühl des Daes ist ganz große Dankbarkeit.
00:41:56: Dankebarkeit dass Nikola so viel in unser Leben eingebracht hat von dem ich einfach ... Ja, der sich davor noch nicht... Ich war zwar Lehrerin und habe mit Menschen mit Resomie gearbeitet Aber als Mutter spürst du natürlich diese gesamte Gefühlspalette noch mal in einer ganz anderen Dimension.
00:42:18: Und sie hat Gefühle in unser Leben gebracht Erfahrungen, Perspektiven die wir ohne Nikola so nicht hätten erleben und erfahren dürfen.
00:42:29: und diese Dankbarkeit bezieht aber ganz intensiv auch meinen Mann Jürgen mit ein der einfach diesen Weg seit ganz, ganz langer Zeit gemeinsam mit uns geht.
00:42:40: Aber auch unseren Sohn ja preisig ich bedanke
00:42:45: nicht dass wir das unterschlagen
00:42:47: vollkommen selbstständig.
00:42:49: natürlich lebt ganz viel zeit im ausland auch verbringt und Auch hier Mit seiner herzenswärme soviel von Von den blickwinkel denn nikola in ihrem leben hat immer hatte und jetzt auch hart noch profitieren konnte wie sie Dinge betrachtet.
00:43:07: Ein Beispiel, wir waren da waren die Kinder noch recht klein so vielleicht zehn und zwölf Jahre alt als Familie gemeinsam in den Staaten und Nikola hatte beide Kinder haben damals einen Fotoapparat bekommen und wir haben halt alle unsere Fotos gemacht.
00:43:23: und als wir zu Hause die Fotos alle dann gemeinsam betrachtet haben und ich jene gesehen habe die Nikola gemacht hat war ich total überrascht denn ich dachte irgendwie oft, wir waren ja gar nicht auf derselben Reise.
00:43:39: Also welche Blickwinkel sie hat.
00:43:42: beispielsweise ein Foto das mich ganz besonders erinnert war diese Metropolitan Opera in New York, welche Details sie da fotografiert hat.
00:43:53: wo ich mir gedacht habe war Ich hab das alles nicht gesehen.
00:43:56: Danke dass du diesen Blick uns eröffnest oder wie mit welchem Humor Sie ganz oft in Situationen Situationen auflockern kann.
00:44:07: Ein Beispiel, ich hatte vor kurzem Stress weil Arbeit und Besuch und Nikola ist mit mir es war ein Freitag mit nach Hause gefahren eigentlich lebt sie hier in der WG ja waren die im Wochenende war sie zuhause und Ich hatte einen Einkauf und wusste ich muss noch kochen und die kommen jetzt dann gleich Und bin halt einfach zu spät von der arbeit weggekommen und stehe vor der hauste und versuche mit dem autoschlüssel die Haustür aufzusperren und sagt dann zu meiner Tochter, jetzt ist diese Hausdürde-Schloss noch kaputt.
00:44:38: Und war so in meinem eigenen Tunnel mit dem was jetzt alles kommen wird, was ich alles zu tun habe in der nächsten Stunde?
00:44:44: Und sie steht daneben und schaut mich an, lacht und sagt Mama chillen und
00:44:48: denken.".
00:44:50: Das hat diese ganze Situation vollkommen aufgelöst!
00:44:54: Wie blöd kann ich denn sein mit dem falschen Schlüssel quasi an der Haustüre zu
00:44:59: stehen?!
00:44:59: und mich darüber auch noch aufzuregen.
00:45:02: Und wir mussten beide so viel lachen, ich hab sie am Abend und ich habe mich bedankt bei ihr, dass sie als Einzige hier noch den Überblick hat.
00:45:11: Alles war in dieser Situation aufgelöst.
00:45:13: Mein ganzer Stress war mit diesem einen Satz einfach dahin.
00:45:19: Das sind viele kleine Situationen oder auch jetzt ... ganz, ganz vollkommen unerwartete, ganz große gesundheitliche Herausforderung vor sich.
00:45:30: Die uns alle wirklich ganz große Ängste gestellt hat und wie sie damit umgegangen ist, wie Suvarin sie es gelöst hat sogar am Weg in den Operationssaal als sie mit dem Bett dort hingeschoben wurde, hat sie noch mit der Schwester geschärzt wo ich mir gedacht habe.
00:45:49: also Diese Souveränität, diese Sicherheit und dieses Vertrauen das sie in sich hat ins Leben.
00:45:59: Ganz einfach ins Leben!
00:46:01: Das ist etwas... Ja, dass mich mit ganz großer Dankbarkeit erfüllt wenn ich auf unser gemeinsames Leben blicken darf.
00:46:09: Das kann ich sehr nachempfinden.
00:46:13: Benedetto kommst aus dem pädagogischen Bereich hast eine große Liebe zum Lernen und zum Begleiten, wie alle heute hören konnten.
00:46:21: Und das in dein Leben und auch in das deiner Tochter getragen und auch von vielen anderen.
00:46:27: Wenn du heute Müttern etwas mitgeben dürftest – von den dreißig Jahren die du voraus bist!
00:46:36: Was wäre das was du jungen Mütter gerne sagen und ins Herz legen würdest?
00:46:47: nur mit sich selbst, sprecht nicht neben dem Kind über das Kind sondern spricht mit dem Kind.
00:46:53: und wenn ihr über das kind sprechen müsst beispielsweise in der Schule dann sollte das Kind nicht dabei sein.
00:46:59: Freut euch an den kleinen Entwicklungsfortschritten und habt nicht diese große Angst vor was wird in zehn oder zwanzig Jahren sein?
00:47:09: Sondern geht es wirklich Schritt für Schritt an.
00:47:13: sucht euch Menschen Sozusagen Hand in Hand, die euch begleiten und trennt euch auch von Energieräubern.
00:47:21: Es gibt durchaus auch Menschen im therapeutischen Setting oder im pädagogischen Setting, im privaten Setting, die uns die Energie rausziehen.
00:47:32: Ihr dürft diesen Menschen auch sagen, danke, dass ihr uns ein Stück des Weges begleitet habt!
00:47:39: Die weiteren Wege gehen wir jetzt ohne euch – ich habe das immer wieder mit Therapeuten auch so gemacht Beuten die ganz andere Entwicklungsziele für unsere Tochter hatten, zum Beispiel eine Therabeutin.
00:47:51: Die auf Biegen und Brechen wollte, dass unsere Tocher ins Krabbeln kommt.
00:47:55: Das hätte ich mir auch gewünscht aber es hat zu diesem Lebenszeitpunkt nicht funktioniert.
00:48:01: Nikola wollte sich aufziehen und wollte stehen Und diese Krabblversuche haben zur Frustration auf allen Seiten geführt und wir haben uns beispielsweise von dieser Physiotherapeutin im freundlichen und guten aber klaren getrennt.
00:48:16: Und haben uns jemandem anderen zugewandt, das haben wir auch im Schulsetting immer wieder gemacht in dem wir dann auch mal andere Menschen noch ins System geholt haben wo wir gespürt haben.
00:48:30: des braucht es jetzt.
00:48:32: also.
00:48:32: Eltern wie ich vorhin schon gesagt habe sind die Fachleute für ihre Kinder und diese Rolle die sollten sie auch immer bewahren dürfen.
00:48:40: wenn Sie spüren Das fühlt sich jetzt gerade nicht richtig an, dann dürfen sie das auch ganz klar kommunizieren.
00:48:49: Denn Sie sind die Hauptlobbyisten für Ihre Kinder!
00:48:52: Niemandem ist es Kind so wichtig wie den Eltern und Sie müssen nicht jede Empfehlung annehmen umsetzen und sich dadurch in Stress begeben.
00:49:02: Und?
00:49:03: Auch eine ganz wichtige Empfehung vor allem auch an die Mamas schaut bitte auch gut auf euch selbst Wenn du euch auszeiten, lasst einfach das schlechte Gewissen, dass wir Mama so oft haben bei Seite.
00:49:20: Denn wenn es euch gut geht dann geht's auch euren Kindern und eurem Familiengut.
00:49:25: Und passt gut auf euch selbst auf damit ihr euer System gut begleiten und tragen und unterstützen könnt!
00:49:35: Ja bin ich ganz bei dir.
00:49:37: Das erlebe ich in meiner Arbeit auch tagtäglich Auch jetzt beim Zuhören.
00:49:42: wahrscheinlich viele Mütter gibt die sagen, aber bei mir geht es nicht.
00:49:45: Und ich glaube das Aber ist manchmal auch schützend weil wir uns nicht dahinein begeben müssen etwas in Zweifel zu ziehen, etwas komplett umzustrukturieren was komplett fremd und neu wäre, aber was vielleicht eben die Chance bietet dass diese Dinge auch leichter laufen dürfen.
00:50:09: meint, meist sich mal eine Stunde loseisen zu können.
00:50:14: Ja das ist in vielen Systemen tatsächlich sehr schwierig und gleichzeitig können wir unserem Entspannungssystem lernen auch diese Mikroentspannungen intensiv von diesen Mikroentspannungen intensive profitieren zu können.
00:50:31: und es meint vielleicht ein Glas Wasser hier draußen in der Sonne weil ich sehe dass die Kinder jetzt gerade in Ruhe miteinander spielen.
00:50:42: Dass ich mir denke, ich nehme jetzt in dieser Situation die Tasse D, die Tase Kaffee des Glas-Wasseres immer und setze mich jetzt für fünf Minuten ganz intensiv und bewusst in die Sonne.
00:50:54: oder ich bleibe jetzt noch drei Minuten länger unter der Dusche weil ich weiß draußen läuft grad alles und ich mache es nicht schnell schnell schnell Und ich weiß, wovon ich spreche.
00:51:06: Ich bin eine die Dinge schnell schnell schnell erledigt und das musste ich lernen.
00:51:12: Ich fühl mich gerade wohl unter der Dusche weil es gerade so warm und kuschelig und angenehm ist.
00:51:17: da bleibe ich jetzt noch drei Minuten länger und ich räume jetzt in dem Moment die Waschmaschine nicht
00:51:24: aus.
00:51:24: Die ist immer noch da.
00:51:26: Also diese kleinen Mikroentspannungen und da arbeite ich tatsächlich auch ganz viel mit den Eltern meist mit den Mamas an diesen Situationen und unsere Arbeit hier ist jede Art von Beratung ganz individuell auf diese Familie maßgeschneidert.
00:51:48: Das sind also keine allgemeinen Tipps, das was ich jetzt hier sage sind natürlich zwei Allgemeinplätze.
00:51:55: aber ich erarbeite beispielsweise im Kontext Mikroentspannung oder auch im Kontex Geschwisterrivalität die Kontext-Identität und so weiter und sofort immer mit den Familien maßgeschneiderte Lösungen.
00:52:09: Ich versuche, so viel als möglich von diesem System zu verstehen, soweit Familien sich auch öffnen wollen und schaue dann mit den Mamas genau hin in welchen Zeitfenstern kann sie sich kleine Mikroentspannungseinheiten einbauen?
00:52:26: Und was passt für diese
00:52:28: Mama?".
00:52:30: Das sich auch ganz fix in ihren Tagesrhythmus einzubauen.
00:52:35: Und ich habe letzte Woche mit einer Mama gezohnt und die hat mir erzählt, dass das für sie einfach... Die haben einen Baum im Garten und für sie war Garten einfach zusätzlich noch ganz viel Arbeit.
00:52:50: Dann hat sie mir aber erzählt, daß dieser Baum ein Kraftplatz ist!
00:52:55: Was macht sie jetzt?
00:52:57: Sie geht jetzt jeden Tag und sie sagt wirklich jeden Tag zu einer fixen Zeit, nämlich kurz bevor ihre Kinder mit dem Bus aus der Schule nach Hause kommen.
00:53:06: Zu diesem Baum legt Ihre Hände an den Astamm und sagt drei Dinge für diese an diesen Tag schon dankbar war.
00:53:18: Und sie sagt es ist für sie unglaublich wichtig denn sie empfängt ihre Kinder Und nicht mit dem Gefühl, boah jetzt komme ich selber gerade von der Arbeit und ich habe noch nichts gekocht.
00:53:31: Die Kinder sind da und die haben ganz viel zu erzählen und irgendwie mir wird grad alles zuviel.
00:53:36: Ich hoffe sie kann noch ganz lange bei diesem Ritual bleiben.
00:53:40: Das braucht vielleicht drei Minuten aber sie hat ein völlig anderes, wir wissen Parasympathikus, Argusnerve
00:53:48: usw.,
00:53:48: Sie hat ein völliges Stimmungsbild in sich.
00:53:53: Ganz andere Botenstoffe.
00:53:54: Und natürlich gehe ich dann mit einer anderen Gelassenheit auch in Situationen, die danach vielleicht wieder fordernd sind.
00:54:02: Absolut!
00:54:04: Bernhard hätte.
00:54:04: ich danke dir für dieses unfassbar gute Gespräch und ich mag zum Schluss nur noch kurz etwas stellen und vielleicht kannst du es ganz prägnant nochmal beantworten?
00:54:13: Ihr bietet ja auch eine Ausbildung an, weil ihr ganz viele Dinge die ihr schon in Erfahrung gebracht habt Erkenntnisse lernen wissen was ihr zusammengetragen habt.
00:54:21: Ganz praxisnah auch zur Verfügung stellt und so wie ich es verstanden habe richtet sich das sowohl an Lehrkräfte, Therapeuten Pädagogen Begleitung als auch Eltern.
00:54:31: Was lohnt es sich?
00:54:33: Mit welchem Blick soll ich als Elternteil auf euer Angebot schauen?
00:54:37: Was kann ich alles wahrnehmen, was sollte ich vielleicht für mich in Erwägung ziehen wenn das Gespräch heute in mir was hat anklingen lassen.
00:54:43: Ich denke oh hier ist irgendwie ein Kompetenzzentrum was mir hilfreich sein kann.
00:54:47: Das wäre ein guter erster kleiner Schritt.
00:54:51: Wir haben vorher von diesem Buffet gesprochen dass wir anbieten und dieses Buffet haben wir digitalisiert.
00:54:58: Wir haben im Moment elf Module.
00:55:00: Drei weitere sind gerade in Entstehung, eins übrigens das direkt unsere Mitarbeiter mit Down-Syndrom selbst gestalten.
00:55:08: also elf Webinare die den Kern unserer Erfahrung unseres Wissens zusammenfassen und es bezieht sich auf Lesen und Schreibenlernen Basiswertigkeiten des Lernens Aufs Rechnen lernen auf Gedächtnis Training auf Elternberatung Gedächtnis-Training und so weiter, also auch das ganz große Thema der Identität.
00:55:31: Wir haben aufgegriffen wie können wir unsere Kinder begleiten?
00:55:36: In der Frage wer bin ich eigentlich?
00:55:38: was bedeutet es Downsyndrom in meinem in unserem Leben?
00:55:42: und so haben wir die elf wesentlichsten Wissensbereiche zusammengefasst jene Bereiche mit denen wir hier in unserer Arbeit im Kompetenzzentrum am häufigsten konfrontiert sind und haben all unsere Erfahrungen einfließen lassen, auch diese Ausbildung ist auf den Punkt Praxis bezogen.
00:56:02: Ganz besonders beliebt und nachgefragt ist das Webinar-Haltstrategien zum Aufbau oder zum Erhalt von Kooperation, weil wir hier mit ganz vielen Videos direkt aus unserer Arbeit Situationen zeigen Und wie ich vorhin schon erwähnt habe, in jeder Situation auf die Bedürfnisse des Kindes schauen.
00:56:24: Wenn ich nur das Verhalten verändern möchte, dann wird es keinen langfristigen Erfolg haben.
00:56:30: Ich sehe die Emotion und das Bedürfenis dahinter und das in einem wirklich sehr praxisbezogenen Alltagsnahenkontext.
00:56:38: Super!
00:56:39: Ich danke dir.
00:56:40: Das heißt... Das Themenfeld halt könnte ein gutes Feld sein, wenn ich in kooperative Haltung mit meinem Kind sein kommen möchte und ansonsten natürlich auch alles was ihr sonst an Wissen bietet.
00:56:48: Ich danke dir sehr!
00:56:50: Und ich wünsche ganz vielen Familien das sie weiterhin zu euch finden, dass sie bei euch auch entdecken dürfen wie viel Potenzial in jedem Einzelnen steckt, wieviel sie miteinander verbindet und wie sie einen Blick in die Zukunft werfen dürfen, ohne Sorgen zu bevorraten.
00:57:05: Ich danke dir von Herzen für deine Zeit, für deinen Engagement, für alles was du mitbringst!
00:57:10: Und ich freue mich darauf, wenn wir uns im nächsten Jahr vielleicht persönlich sehen mit meiner Familie vor Ort.
00:57:14: Ich Danke dir Bernadette.
00:57:15: Ich würde mich riesig freuen, dich persönlich nicht und deine Familie persönlich kennenlernen zu dürfen – mit eurem Till.
00:57:21: Und ich danke dir liebe Inni für diese wertschätzenden Fragen und für das insgesamt sehr feine Gespräch.
00:57:28: Lieben Dank für die Einladung.
00:57:30: Ich danke dir.
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