#81 - Selbstzweifel
Shownotes
In der heutigen Folge möchte ich mit dir über ein Thema sprechen, was mir im eigenen Leben manchmal auf die Füße fällt und vor allem aber auch in der Arbeit mit ganz vielen anderen Müttern immer wieder über den Weg läuft. Der Selbstzweifel. Das Gefühl, nicht genug getan zu haben, vielleicht sogar nicht genug zu sein, auf jeden Fall irgendwas verpasst, vergessen und dadurch in der Zukunft verhindert, aufgehalten oder blockiert zu haben. Ich möchte mit dir darüber sprechen, was diese Gedanken vielleicht eigentlich von uns wollen, wie wir dem begegnen können und wie wir uns in unserem Alltag begegnen können mit dem, was wir eben doch alles wirklich gut hinbekommen. Viel Freude beim Zuhören, Reinfühlen und Verstehen.
Herzlichst Ini
Mein Name ist Ini Martius und ich bin Emotions Mastercoaching für pflegende Elternteile und Paare. Um Austausch, Impulse und das Arbeiten an deinen Themen an einem digitalen Ort zu vereinen, habe ich 2025 die "ausserordentlich & glücklich - Akademie" gegründet.
Im Podcast nehme ich dich mit in meine Erkenntnisse und Prozesse, sowie in emotionale Interviews mit GästInnen, die selbst eine außerordentliche und glückliche Lebensgeschichte mit dir teilen. Falls du Fragen an mich hast oder dir auch Begleitung und Unterstützung wünschst, wende dich an hallo@ausserordentlichgluecklich.de
Wir freuen uns, dich und deine Geschichte kennenzulernen!
Dieser Podcast ist eine Produktion der außerordentlich & glücklich-Akademie 2026
Idee: Irina Martius Konzeption: Irina Martius & Nadine Querfurth Produktion / Schnitt / Gäste-Management: Nadine Querfurth (@nadinequer)
Instagram: @ausserordentlich_gluecklich
Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen bei außerordentlichem Glücklich, dem Podcast über das echte Leben.
00:00:14: Seine Herausforderung und wie man das Glück darin findet!
00:00:18: Mein Name ist Inni Marzius.
00:00:20: ich bin Emotionscoachin und die Stimme hinter der gleichnamigen Akademie, dem Insta-Account & Blog.
00:00:31: In der heutigen Folge möchte ich mit dir über ein Thema sprechen was mir im eigenen Leben manchmal auf die Füße fällt und vor allem aber auch in der Arbeit mit ganz vielen anderen Müttern immer wieder über den Weg läuft Der Selbstzweifel, das Gefühl nicht genug getan zu haben.
00:00:47: Vielleicht sogar nicht genug zu sein – auf jeden Fall irgendwas verpasst vergessen und dadurch in der Zukunft verhindert aufgehalten oder blockiert zu haben!
00:00:57: Ich möchte mit dir darüber sprechen was diese Gedanken vielleicht eigentlich von uns wollen wie wir dem begegnen können und wie wir uns in unserem Alltag begegne können mit dem was wir eben doch alles wirklich gut hinbekommen.
00:01:11: Viel Freude beim Zuhören reinfühlen und verstehen.
00:01:23: Hallo, wie schön es du heute da bist und zuhörst bei der Folge Selbstzweifel!
00:01:28: Und wenn du sie angeklickt hast weil du vielleicht gemerkt hast hey irgendwie macht dieser Titel ja was mit mir, vielleicht ist das sogar etwas was häufig in meinen Gedanken an mich selbst vorkommt.
00:01:39: dann freue ich mich sehr dass du heute hier bist, weil ich mit dir darüber sprechen möchte wie die stimmen unserem Kopf so mit uns umgehen wie sie ticken Und wie wir dem vielleicht begegnen können in einer Art und Weise, die allen gerecht wird.
00:01:55: Ich habe allein in der letzten Woche zwei Coachings gegeben mit Klientinnen, die ich jetzt länger betreue – wo das Thema Selbstzweifel drin vorkam.
00:02:04: Wenn ich von Selbstzwiefel rede, dann reden wir eben nicht darüber, dass man im Nachgang an eine Situation, wie man sich mit den Kindern verhalten hat oder vielleicht auch Kita-Erzieherin oder mit der Schulbegleitung, oder mit dem Therapeuten oder Therapeutinnen.
00:02:22: Dass man da nicht auch in der Frage darf ob das wirklich okay war was man da vielleicht gesagt hat?
00:02:27: Ob man da noch nicht.
00:02:27: vielleicht hätte kurz zweimal drüber nachdenken sollen.
00:02:31: Sondern Selbstzweifel hat meistens eine etwas andere Charakteristik.
00:02:36: Er tut genau das was seinen Namen ausmacht.
00:02:40: Er zieht deinen selbst in Zweifel Deine Persönlichkeit Und das meist nicht auf die nette Art, in dem er sich ein versäumnisende Fähigkeit oder eine Tätigkeit anschaut.
00:02:51: Sondern indem der Selbstzweifel direkt ans Eingemachte geht.
00:02:54: Nämlich an deine Identität – die Person, die du bist!
00:02:58: Die Überzeugung, die über dich hast… Das Fremdbild was Du nach außen abgibst und das Selbstbild, was da vielleicht gar nicht so richtig kongruent mit scheint.
00:03:07: Selbstzwöffel ist harsh.
00:03:08: Selbst Zweife zieht Dich ständig in die Kritik.
00:03:11: Ah war ja klar dass ich das heute nicht schaffe... Da habe ich aber auch wieder doof reagiert.
00:03:15: Ich bin immer so vergesslich, wenn wir hören in Stimmen unseres Kopfes das sie viele Generalisierungen haben nie immer nur ich allein dann lohnt es sich generalisierung auch mal zu hinterfragen.
00:03:35: wirklich immer ist es wirklich noch nie anders gelogen Und das eben auch mal mit dem Schafenton der Übertreibung.
00:03:46: Ist es dir denn wirklich noch nie anders gelungen?
00:03:49: Gerade in meiner Arbeit mit Müttern und aus meiner eigenen Erfahrung, kann ich Dir sagen dass immer dann wenn wir im Verhalt mit unseren Kindern eine… Ich sag mal Verfehlung wahrnehmen!
00:03:59: Wir sind laut geworden, ungerecht haben das Kind irgendwie ruckig auf die Bank gesetzt anstatt zu sagen, setz dich doch bitte von alleine hier nicht ziehen die Schul dir an, Kommen wir ganz schnell in so ein moralisches Dilemma.
00:04:14: Wir merken, was da nicht unseren Werten entspricht.
00:04:16: Dass wir eben nicht ungerecht sein wollen, dass wir gerne gelassen geduldig liebevoll sein wollen.
00:04:21: und anstatt uns zu hinterfragen weshalb das in der Situation nicht möglich ist oder war kommt dann dieser liebevolle Selbstzweifel.
00:04:30: Ja toll!
00:04:31: Wundert ja keinen wenn dein Kind dich irgendwann nicht leiden kann.
00:04:35: Wahrscheinlich geht's irgendwann mal zur Therapie, wenn es groß ist.
00:04:38: Wie oft habe ich diese Sätze schon mit einem Lächeln und Ironie, unser Kasmus von jemandem sagen hören.
00:04:46: Und gedacht – wie traurig!
00:04:49: Wie traurigt die Wahrheit darin?
00:04:51: Das darin steckt das wir uns selber ganz hart dafür angreifen weil wir glauben hier wirklich eine Verfehlung geleistet zu haben, die nie wieder gutzumachen ist.
00:04:59: Richtigen Schaden angerichtet zu haben.
00:05:02: Und dass es auch meistens so dieses emotionale Gefüge mit dem Selbstzweifel gerne um die Ecke kommt.
00:05:07: Mit dem schlechten Gewissen.
00:05:09: Und schlechtes Gewissen hat immer zwei Dinge im Gepäck.
00:05:12: Meistens eine Scham und ne Schuld, und ne Scham ist schon mal sowas wo wir erstmal emotional damit in Kontakt gehen ob wir uns in einer bestimmten Gruppierung der bei uns zugehörig finden denn richtig benommen haben.
00:05:26: machen mütter das denn so?
00:05:27: Machen gute müttern das denso?
00:05:31: Und des zweite Päckchen das is die Schuld.
00:05:34: Die frag danach ob wir etwas hier und jetzt verschuldet haben etwas verschuldet haben, was in der Zukunft Konsequenzen hat.
00:05:44: Etwas verschuldete haben, das es demgegenüber im Zweifelsfall dahim Kind wahnsinnig schwer macht für den Tag, für die Woche – dafür ist ganze Leben mit dir als Mutter an seiner Seite!
00:05:54: Und Tatsache ist ich kenne diese Gedanken.
00:05:58: Ich kenne die Situationen, denen ich wirklich nicht stolz auf mich sein kann.
00:06:03: Wie ich mit ganz, ganz großer Sicherheit genau anders verhalten habe, als ich es wollte.
00:06:11: Und ist kein schönes Gefühl!
00:06:13: Gerade in Mutterschaft ist das ein hochgradig sensibles Thema.
00:06:18: Da kommen so viele Dinge auf wie wir selber groß geworden sind, wie wir Mutterschafter lebt haben – vielleicht mit einer Mutter die immer die Geduld hatte, immer ruhig geblieben ist, immer liebevoll war, sich gerne gekümmert hat und Fürsorge gezeigt Und wir uns fragen, warum uns das nicht gelingt.
00:06:39: Oder vielleicht auch mit einer Mutter die genau das nicht konnte?
00:06:42: Eine, die wichtiger fand, dass ihr künftig seid.
00:06:46: Dass die anderen nichts sagen können!
00:06:48: Das es wichtig ist wie man nach außen wirkt – egal wie's innen drin aussieht… wo Dinge weggelächelt werden weils doch eigentlich gar nicht so schlimm is'.
00:07:00: Und dann stehst du vielleicht in diesem Raum in der Verfehlung mit deinem Kind und denkst dir Oh Gott, was wenn es mir passiert, dass ich das auch alles nicht kann, als ich mir als Kind mal gewünscht habe.
00:07:12: Und vielleicht verstehst du an der Stelle, dass selbst Zweifel wirklich mächtig ist?
00:07:18: Weil er auf so vielschichtige Dinge zugreift – Auf unsere Vorausschau für die Zukunft, auf Erlebnis und Erfahrungen in der Vergangenheit!
00:07:27: Und er is immer im Abgleich, immer im abgleich mit richtig und falsch.
00:07:34: Das Interessante ist, wenn der Selbstzweifel doch so gut weiß.
00:07:39: Was richtig und falsch ist?
00:07:41: Warum kann er denn nicht in anderer Art und Weise für uns dienlich sein?
00:07:46: Warum hilft er uns nicht dabei zu erkennen, wann wir in die Falle tappen, nicht mehr gelassen zu bleiben?
00:07:51: Wann wir uns nicht so zeigen können wie wir das erfahren haben oder uns genauso zeigen wie wir es eben erfahren
00:07:57: haben?".
00:07:58: Ich mag diesen Gedanken mit ihr teilen weil er für mich an einem Punkt meiner Mutterschaft einfach alles verändert
00:08:04: hat.".
00:08:05: Es hat alles verändert, als ich nicht mehr über mich selber glauben konnte, dass sich wirklich ein bösartiger Mensch bin.
00:08:14: Dass ich meinen Kindern schlechtes will!
00:08:17: Es hat sich verändert, wenn ich verstanden habe, dass ich meine Kinder einem Stress ausgeliefert haben, den ich vor mir selbst einfach vereint habe.
00:08:27: Klar kriege ich das alles noch hin?
00:08:30: Natürlich mache ich das noch und backen noch einen Kuchen für morgen für den
00:08:33: Bazaar.".
00:08:34: Los nicht nein sagen, die anderen Mamas machen es ja auch nicht.
00:08:36: Die schaffen's auch!
00:08:38: Das trügerische Arm Selbstzweifel ist, dass wir glauben damit alleine zu sein, weil es eben die Stimme in unserem Kopf ist.
00:08:45: Weil wir uns damit konfrontiert sehen müssen wo wir Dinge eben nicht hinbekommen haben.
00:08:50: Wo die Gelassenheit nicht gereicht hat, wo wir nicht genügend Zeit und Kapazitäten haben um pünktlich irgendwo anzukommen oder noch den einen tollen Kuchen zu backen.
00:08:58: Das Gefährliche an inneren Überzeugungen ist das wir sie... ...nicht einem größeren Ort preisgeben da wo es möglich ist, das zu relativieren.
00:09:07: Und das hat einen guten Grund!
00:09:09: Weil der Selbstzweifel, der nämlich hartnäckig ist und überkritisch und der wirklich etwas an die er entdeckt was ja moralisch falsch findet, der ist eben meistens wirklich mit dieser Scham behaftet.
00:09:21: Und es ist super unangenehm sich vorzustellen.
00:09:24: ich bin heute laut geworden mit den Kindern lauter als ich das wollte und ich bin die einzige Mutter der das immer wieder passiert oder der es überhaupt passiert.
00:09:33: Das kann ich niemandem sagen, das kann niemand verstehen.
00:09:37: Doch so viele Menschen können das verstehen.
00:09:41: So viele Menschen könnten verstehen, dass Grenzen erreicht sind!
00:09:45: Wir leben in einer Zeit die so schnelllebig geworden ist, in der es zum jetzigen Zeitpunkt viel leichter ist zu katastrophisieren als eine positive Zukunftsvision zu entwerfen.
00:09:56: Glaubt mir – Ich arbeite mit so vielen Menschen.
00:10:00: Ich kenne niemanden, der frei von Fehlern is'.
00:10:03: Und es geht nicht darum, dass wir Selbstzweifel nicht ernst nehmen wollen oder vielleicht sogar manchmal noch müssten.
00:10:11: Aber es geht darum wie gesund der Zweifel ist!
00:10:14: Wie sehr verknüpft es mit realen Werten die du selber hast und Ansprüchen an deiner Mutterschaft und mit Druck und einem inneren Bild das von ganz vielen Eindrücken herholt aber gar nicht von dir und deinem realen Leben?
00:10:32: Ich habe vor einigen Monaten mit einer sehr guten Freundin telefoniert, die mir erzählte, dass sie jetzt zum Schulanfangs fest der Schule ihrer Tochter sich ganz viel engagiert dekoriert vorbereitet.
00:10:48: Da wird vielleicht auch noch was gebacken und gemacht und getan.
00:10:51: eher da sein, auch eine Stunde später noch auf Arbeit gehen um etwas zu realisieren mit Schülern ihrer Tochter im nächsten Schuljahr einen guten Schulstart zu bescheren.
00:11:04: Und ich hab dem zugehört, ich musste erst mal echt schlucken!
00:11:09: Ich habe gemerkt wie mir die Tränen kommen weil ich dafür zudem Zeitpunkt und generell als sehr wenigen Zeitpunkten nicht unbedingt die Kapazitäten habe.
00:11:20: Ich muss mir immer wieder eingestehen dass ich eine Mutter von vier Kindern bin das sich ein eigenes Unternehmen gegründet habe dass es mir wichtig und wichtiger ist, das unser Familienalltag gut und liebevoll verläuft und wir einen Blick aufeinander haben als das Außen.
00:11:40: Und dann muss ich mir aber auch eingestehen, dass ich supergerne jemand bin der gerne was für andere macht.
00:11:47: Dass es ein Teil meiner selbst ist, den ich nicht mehr so gut ausleben kann – und das hat ganz viele faktische Gründe!
00:11:55: Und natürlich kann ich mich anstrengen und abends noch länger wach bleiben, um noch Keks-und Kohlen zu backen oder Dekoration zu machen.
00:12:03: Niemand hindert mich daran!
00:12:05: Es ist nicht unmöglich – aber die Frage ist, zu welchen Bedingungen es möglich?
00:12:11: Und wo muss sich das möglich machen?
00:12:14: Für
00:12:14: was?!
00:12:16: Mit seinem Selbstzweifel in Kontakt zu sein bedeutet damit im Kontakt zu seien wer ich bin und vielleicht gerade nicht.
00:12:23: Und aus diesem Kontakt heraus lohnte sich, sich Zeit dafür zu nehmen Klarheit zu entwickeln.
00:12:30: Eine Entscheidung zu treffen.
00:12:32: Darüber wer ich gerade bin?
00:12:34: Wo drin ich grad stecke?
00:12:36: Wie viel grade geht?
00:12:38: Eine Entscheidung darüber wie ich dem begegnen möchte Welche Ressourcen und Kapazitäten ich vielleicht auffüllen kann, möchte und muss um Dingen anders zu begegne Um gerne und gut irgendwo ehrenamtlich unterstützen zu können.
00:12:53: Und es ist auch die Entscheidung hinzuschauen, was wir eigentlich alles leisten.
00:12:59: Darüber gehen wir am schnellsten hinweg.
00:13:01: Das ist das worin der Selbstzweifel am wenigsten Interesse hat – wie viel du gut machst, worauf du stolz sein kannst!
00:13:08: Ich habe erst vor zwei Wochen einen Themen-Tisch gehalten und da war eine Mutter, die wahnsinnig viel leistet.
00:13:16: Zwillinge allein erziehend….
00:13:18: Da gab's viel Stress über den wir gesprochen haben... ...und ich habe eine Frage gestellt Wie gut?
00:13:24: Kannst du eigentlich stolz auf dich
00:13:26: sein?".
00:13:27: Und plötzlich war da ganz viel Traurigkeit, weil wir manchmal so sehr den Kontakt dazu verlieren was wir an uns zu schätzen wissen.
00:13:37: Wir rechnen es uns nicht zu dass die Dinge im Alltag gelingen weil wir sie so tun wie wir sie tun!
00:13:45: Wir halten sie für das Mindeste, Für selbstverständlich.
00:13:49: Das schaffen doch auch alle anderen so und die schaffen sogar noch besser.
00:13:54: Nein.
00:13:55: Nichts, was du durch dich tust leistest in die Welt bringst ist wertlos!
00:14:01: Nichts davon kommt ohne ein Stück Anstrengung, Dich zeigen oder Dinge in Gang bringen in der Welt.
00:14:09: und trotzdem sind wir immer wieder bereit so zu tun als wäre das alles nichts.
00:14:15: wenn ich mit Klientinnen im eins-zu-eins an emotionalen Blockaden arbeite das, was wir in der M-Trace Ausbildung in Level eins lernen und besprechen.
00:14:26: Dann arbeiten wir immer daran, was es eigentlich in dem Moment – das wo dir das nicht gelingt, was du dir eigentlich wünscht?
00:14:32: Was ist das,was dich wirklich gerade
00:14:34: herausverordert?!
00:14:35: Das können verschiedenste Dinge sein!
00:14:37: Ich kann einfach nicht ruhig bleiben.
00:14:39: Ich kann mich einfach drüber weglöchen.
00:14:40: Ich kan...nicht noch mehr Kraft aufbringen.
00:14:44: Und damit hardern diese Menschen.
00:14:47: Und dann fragen wir uns…Was ist denn eigentlich das wie's sein müsste?
00:14:51: Wenn du all das nicht hättest, wenn dieser Stress dich da wäre, wie würdest du dich dann am liebsten in dieser Situation erleben?
00:14:57: Und da kommen die schönsten Dinge über sich selbst.
00:14:59: Da kommen Dinge wie «dann bin ich entspannt», «boah, dann lächel' ich mal wieder».
00:15:03: Ich glaub', dann würde ich mich richtig mögen!
00:15:05: So fände ich mich gut.
00:15:07: und dann arbeiten wir darin welche Ressourcen es braucht um dahin zu kommen.
00:15:10: Wir erarbeiten die Art und Weise, wie wir da eine emotionale Blockade lösen und….
00:15:15: Dann kommen wir irgendwo hin zu dem Punkt wo wir hinschauen was ist denn eigentlich…?
00:15:20: Das Negative hast du in diesem Stressmoment über dich selber wahrnimmst.
00:15:25: Was denkst du über dich selbst, wenn du laut geworden bist mit deinem Kind?
00:15:30: Wenn du nicht die Geduld hattest und etwas nicht in Ruhe erklärt hast – das was am häufigsten genannt wird als Einsatz!
00:15:40: Ich bin nicht gut genug.
00:15:42: Selbst wenn ich diesen Satz nur stellvertretend sage für all diejenigen, kein schönes Gefühl, kein guter Gedanke – nicht gut genug zu sein.
00:16:00: Und es ist so erstaunlich und macht mich so betroffen dass vor allem pflegende Eltern, Eltern aus neurodivergenten Familien diesen Satz so häufig über sich denken!
00:16:12: Denn für ihr Kind wünschen sie sich das andere genau anders über dieses Kind denken, was auf jeden Fall wertvoll
00:16:20: ist.".
00:16:21: Egal, welche Leistung es erbringt oder erzeugt oder wie produktiv es lernt.
00:16:26: Wie gut es dem Prinzip von höher schneller weitergerecht wird – das macht mich traurig!
00:16:31: Es macht mich Traurig weil wir die Eltern dieser Kinder….
00:16:39: Wir müssen damit anfangen uns als Gut genug zu betrachten selbst wenn wir nicht alles erfüllen, damit wir diese doppelte Boden sein können dieses sichere Netz auf das unsere Kinder immer wieder fallen können, wenn ihnen ein Scheitern begegnet.
00:16:53: Und es wird es zu zweihundertprozentiger Garantie – weil wir eben alle in einer Welt leben, in der uns der Selbstzweifel somit in die Wiege gelegt wird wirklich nahe gebracht wird und es hat nichts mit Reflexion zu tun!
00:17:10: An seinem grundsätzlichen Selbstwert zu zweifeln hat nichts Viel relevanter.
00:17:18: Wenn es um Selbstreflexion geht, ist... Wie habe ich gehandelt?
00:17:24: Was hat mich dazu gebracht?
00:17:26: Worauf möchte ich achten?
00:17:27: Welche Werte treiben mich an?
00:17:30: Das ist Selbstreflektion.
00:17:31: und sich zu fragen wie kann ich dem wieder wirklich näher kommen?
00:17:35: Dass du übrigens auch die funktionale Frage wenn wir Schulden finden haben!
00:17:38: Wie kann nicht mehr die sein, die ich wirklich sein
00:17:40: möchte?!
00:17:42: Und ich sage mal so eins was nicht dabei hilft ist noch kritischer mit sich zu sein Noch härter zu sein, sich noch mehr zusammenreißen zu wollen.
00:17:52: Im Gegenteil damit kommt einfach nur noch mehr Stress in dein System!
00:17:56: Noch mehr oben drauf auf das wo du eh schon glaubst nicht zu reichen.
00:18:01: und dann plötzlich gibt es so eine Negativspirale die dir sogar sagt Das ist ja nicht mal nur so dass du nicht gut genug bist sondern du machst es richtig schlecht Schrecklich.
00:18:11: Und trotzdem sitze ich hier und denke grad so Ich liebe meine Arbeit Ich liebe es dabei sein zu dürfen, wenn Menschen sich im Vertrauen auf mich und zu der Beziehung die wir zueinander haben im Coaching wirklich aussprechen können wofür sie sich schämen.
00:18:29: Wofür Sie sich schuldig fühlen welche Ängste sie bezogen auf die Zukunft haben oder mit Blick auf die Vergangenheit.
00:18:43: und dem Selbstzweifel damit schon ganz viel Macht nehmen.
00:18:47: Sie ermächtigen sich selbst hinzuschauen, ob sie das so noch fortführen wollen – ob sie über sich wirklich denken und glauben wollen – und hinzuschaun was wirklich reflektiv betrachtet.
00:19:01: Das ist was jetzt zählt worauf sie den Fokus lenken wollen!
00:19:06: Und dann sehe ich Menschen die von zu Tode betrübt vielleicht nicht zu Himmel hoch jauchzen gehen aber die plötzlich auch mal wieder befreit auflachen und sagen, oh Gott das bin ich ja auch.
00:19:19: Das bin ich doch wirklich auch!
00:19:21: Und ich bin gut und ich bin liebenswert und ich muss es nicht beweisen indem ich noch mehr leiste weil mehr geht nicht.
00:19:30: Ich sag dir dass ist wirklich ein Geschenk Menschen dabei zuschauen zu dürfen das ermöglichen zu können einfach durch Das wissen darum wie Emotionen uns angelegt sind, wie sie funktionieren.
00:19:43: Wie wir sie wieder in Bewegung kriegen.
00:19:45: Wieder neue Gedanken über sich selbst möglich werden können.
00:19:50: und ich glaube eben auch dass es diese Arbeit braucht.
00:19:53: Zwar nicht weil ich dir heute darüber erzählen will das ich meine Arbeit so toll finde und dass ist gut finde dass ich die mache sondern... Es braucht dieser Arbeit an uns selbst immer dann wenn wir Stress mit dem Außen haben Wenn wir innerlich hart und fest werden, gestresst, gedrückt, irgendwie das Gefühl haben mit dem Rücken zur Wand zu stehen.
00:20:17: Dann ist es vielleicht einfach an der Zeit sich umzutreten und zu merken dass da gar keine Wand war.
00:20:23: Ich würde so gern So vielen Menschen Diese Last von der Schulter nehmen weil ich glaube dass Selbstzweifel genau das ist was uns auch gesellschaftlich so sehr voneinander trennt.
00:20:36: Wir projizieren das oft auf andere, um bloß nicht zu uns hinschauen zu müssen.
00:20:41: Und dadurch erfahren wir innerlichen Mangel durch diesen Selbstzweifel – wir können ja trotzdem nicht so ganz loswerden diese Unzufriedenheit!
00:20:52: Ich wünschte mir, dass meine Kinder schon im Kindergarten in der Vorschule Schule und dem Berufsweg damit groß werden würden Das Gefühl, immer die zwei drei Minuten brauchen – die sie gerade brauchen – um durchlaufen zu dürfen.
00:21:10: Damit die Dinge sich nicht anschauen.
00:21:12: Damit sie uns im Alltag nicht immer wieder begegnen.
00:21:15: Immer wieder diese Situation in unserem Kopf durchlauchen wo wir etwas nicht gut hingekriegt haben und was nicht geklappt hat.
00:21:21: Und selber wirklich deprimieren!
00:21:26: Ich würde Ihnen wünschen dass Sie lernen an jeder Stelle das Angst, Wuhu Traurigkeit es nicht geschafft haben, voll in Ordnung sind.
00:21:35: Und dass sie immer der Scheideweg sein dürfen dafür wie geht's jetzt denn weiter?
00:21:41: Und zwar nicht indem ich mich selbst meine ganze Identität alles Schöne was mich ausmacht in Zweifelstelle sondern indem ich einfach nur in zweifel stelle Was da jetzt gerade mit mir In meinem Beisein oder durch mich passiert ist Wie ich damit umgehen möchte.
00:21:56: möchte ich mich entschuldigen, möchte es besser machen.
00:21:59: Was bedeutet denn besser in meinem Maßstab?
00:22:02: In meiner Kategorie?
00:22:04: Stimmt ist dann wirklich das alle anderen das so gut
00:22:06: hinkriegen?".
00:22:08: Ich glaube nicht!
00:22:10: Wir sind gerade dabei in der Akademie, dass wir ein Herzensprojekt von mir umsetzen – aus diesem Wunsch heraus, daß sich so gerne hätte, dass Kinder so früh damit schon besser in Kontakt sind… Es immer wieder der Wunscht war, dass eben an dich an andere Mütter, an andere Eltern und Väter weitergeben zu können.
00:22:28: Das Wissen diese Möglichkeit den Emotionen Raumzuhalten.
00:22:32: Und das Herzensprojekt was wir gerade auf die Beine stellen ist dass wir in Kitas gehen wollen Unabhängig davon ob da pflegende Eltern sind oder nicht.
00:22:40: Aber da sind Kinder Kinder mit Eltern Mit Müttern Die an sich zweifeln.
00:22:44: Im Zweifelsfall Und In diesem Projekt Wollen wir Elternabende gestalten?
00:22:51: Neben Eltern sich untereinander treffen dürfen, um zu erzählen wie es Ihnen gerade geht.
00:22:57: Und wo wir das fachlich einordnen begleiten dem Raum geben Ressourcenstärkung machen all das was für uns total alltäglich ist Um Gegengewicht zu schaffen.
00:23:07: Aber ich mache das auch aus einem anderen Grund.
00:23:10: Ich mach' es aus dem Grund der Erfahrung dass ich vier Kinder durch Kita und auch jetzt Schulegeber putzige Angewohnheit haben.
00:23:25: Vielleicht kennst du das?
00:23:26: Morgens, da ist es stressig zu Hause... vielleicht ist dein Kind gerade in der Autonomiefase und es ist das zwingend falsche T-Shirt oder hast du das Brot verkehrt durchgeschnitten...?
00:23:37: Oder die Lieblingsobstorten sind nicht mehr für die Brottose da!
00:23:42: You name it.
00:23:43: Und….
00:23:45: Das is anstrengend für alle Parteien – da wird man auch irgendwie mal jetzt vielleicht nicht unbedingt laut aber unruhiger Hekteschall im Alltag.
00:23:52: Du weißt, wie das ist.
00:23:54: Und dann sind irgendwann eine angezogen und im Auto... ...und da kann es auch noch mal Stress geben von.
00:24:00: ich will aber die Kinderlieder hören, nicht will aber das Kinderlied hören.
00:24:03: Es gibt genug Möglichkeiten, Stress zu haben bevor du dein Kind in der Einrichtung abgibst.
00:24:10: Dann gibt es diesen wirklich spannenden Moment.
00:24:13: Ich sehe Eltern jeden Morgen Wie sie ihre Kinder In einer Einrichtungen abgeben Und gerade in der Kita passiert Folgendes Die steigen noch aus dem Auto.
00:24:25: Du siehst noch so einen Rest von Hektik, Stress oder vielleicht auch schon vorausschauendem Stress – ich muss ja auch gleich auf die Arbeit!
00:24:34: Da ist noch kurz dieses Ah, ich muss mein Kind antreiben damit es irgendwie jetzt vielleicht pünktlich reingeht.
00:24:38: Hat nicht jedes Elternteil jeden Morgen keine Frage?
00:24:41: aber das ist echt oft zu beobachten.
00:24:44: und dann sind die plötzlich in einem Kosmos ... Das ist diese Atmosphäre... Von Vergesellschaftung.
00:24:51: da sind andere Eltern, die ihre Kinder bringen und ein ganz unbewusstes Prinzip greift.
00:24:58: Dieser Stress bleibt im Auto und der bleibt auch in den meisten Fällen vor allem vor der Kita-Tür.
00:25:08: Das hat total viele Gründe, die für jeden total unterschiedlich sind.
00:25:11: Wir können beispielsweise welche rauszaubern.
00:25:14: Da kann sowas sein wie ich möchte meinem Kind in eine Eingewöhnung nicht schwer machen.
00:25:17: Hey jetzt kommt es doch wirklich auf mich an dass das gut gelingt.
00:25:20: da kann sein mit Ich möchte das nicht mit ihr rein tragen, ich möchte auch gerade gar nicht darauf angesprochen werden dass sich vielleicht ein bisschen überfordert und irgendwie sensibel bin.
00:25:28: Das könnte ich grad vielleicht nicht gut aushalten.
00:25:30: Außerdem möchte ich vielleicht auch gar kein Gespräch anfangen weil dann komme ich vielleicht doch nicht pünktlich auf Arbeit.
00:25:34: Tausend Dinge sage ich dir könnten da sein!
00:25:36: Ich kann mir gar nicht alle davon ausdenken aber du wirst sicher schon das eine oder andere davon erlebt haben.
00:25:41: Und wenn passiert dieser Moment in dem Menschen an der Kita Tür die Tür aufmachen mit dem Kind reingehen?
00:25:48: Oder kommen andere Eltern entgegen mit Kindern andere Erzieherinnen, vielleicht auch noch das Reinigungspersonal der Kita und es ist völlig richtig dass wir natürlich weil wir sind soziale Wesen in dem Moment auch einfach mit einer gesunden Portion Freundlichkeit reagieren.
00:26:04: Hey guten Morgen!
00:26:06: Ach ja schönen Tag noch.
00:26:08: und das Spannende ist in diesen sozialen Gefüge von Wir wollen uns auch einen guten Tag wünschen und wir wollen noch ein guter Laune kommen was völlig richtig ist.
00:26:18: als Prinzip Verstärkt sich dann manchmal so einen Eindruck, zu dem wir selber beitragen.
00:26:23: Der Eindruck von….
00:26:25: Die anderen haben keinen Stress.
00:26:27: Die kommen immer entspannt in der Kita an!
00:26:31: Die haben bestimmt zu Hause nie Schwierigkeiten welches T-Shirt angezogen wird.
00:26:36: Wir reden miteinander viel zu wenig darüber Welche alltäglichen Kleinigkeiten uns schon aus der Bahn werfen können Was uns schon in den Selbstzweifel bringt Und das möchte ich verändern.
00:26:49: Ich möchte ändern Das Mütter ganz unwillentlich selber dazu beitragen, zu glauben dass die anderen ihre Probleme nicht kennen.
00:26:59: Dass die Anderen es leichter, souveräner, strukturierter, freundlicher gelassener ruhiger hinkriegen – das kann doch gar nicht sein!
00:27:09: Welchen Menschen müssten wir vor uns haben an dem kein Selbstzweifel greift?
00:27:15: Wir brauchen Fehler.
00:27:17: Wir brauchen Fehler damit wir uns darin selber erkennen, selbst daraus lernen
00:27:22: können.".
00:27:23: Und das können wir aber nur, wenn die Kritik darin nicht gleich unsere ganze Identität über Bord wirft.
00:27:29: Sondern wenn sie ganz ehrlich hinschaut mit – Das ist mir nicht gut gelungen!
00:27:33: Ich hoffe sehr, dass du aus der Folge heute vieles mitnehmen konntest.
00:27:38: und wenn es manchmal nur, dass sich wieder Erkenderin war, dass ich dir heute erzählen konnte wie manche Mütter sich fühlen, mit denen ich arbeite?
00:27:46: Wie ich Eltern erlebe, die ich sehe, wenn Sie ihre Kinder begleiten oder wie's mir selber
00:27:50: geht?!
00:27:53: Vor allem das Gefühl mitnehmen kannst, nicht alleine zu sein.
00:27:57: Mit dem Zweifel an dir!
00:27:59: Und ich hoffe dass du auch die Zuversicht und den Mut daraus mitnehmen kannst, nicht allein damit bleiben zu müssen.
00:28:06: Egal ob du dich bei mir meldest und bei uns und eine E-Mail schickst weil du gerne mal ins Gespräch gehen willst oder vielleicht einfach beim nächsten Mal durch die Kita Tür gehst und sagst Gott sei Dank sind wir jetzt hier.
00:28:21: Das war heute echt ein anstrengender Morgen Um dich einfach überraschend zu lassen, wer dir vielleicht auf die Schulter klopft – weil es gestern so war oder vor einer Woche.
00:28:32: Weil er oder sie dich einfach sehen und verstehen kann und ist.
00:28:35: nichts wirklich gar nichts daran ändert wie wertvoll du bist!
00:28:41: Alles Liebe für Dich.
Neuer Kommentar