#7 Alltag teilen mit Janine

Shownotes

Hallo zu einer neuen Folge Alltag teilen mit und heute mit unserer Coachin Janine. Wir werden heute mit dir über das Thema elterliche Resilienz und auch Resilienz in pflegender Elternschaft sprechen. Und wir werden mit dir unsere Alltagsgedanken dazu teilen, wie es mit unserer Resilienz gerade aussieht, wo wir da gerade stehen, ob das ein Dauerzustand ist oder eine Anstrengung. Und in all diese Gedanken möchten wir dich mitnehmen, damit du für dich vielleicht einen besseren Zugang dazu bekommst, was Resilienz wirklich bedeutet. Viel Freude beim Zuhören, beim Reinfühlen und Verstehen.

Alles Liebe Ini

Mein Name ist Ini Martius und ich bin Emotions Mastercoaching für pflegende Elternteile und Paare. Um Austausch, Impulse und das Arbeiten an deinen Themen an einem digitalen Ort zu vereinen, habe ich 2025 die "ausserordentlich & glücklich - Akademie" gegründet.

Im Podcast nehme ich dich mit in meine Erkenntnisse und Prozesse, sowie in emotionale Interviews mit GästInnen, die selbst eine außerordentliche und glückliche Lebensgeschichte mit dir teilen. Falls du Fragen an mich hast oder dir auch Begleitung und Unterstützung wünschst, wende dich an hallo@ausserordentlichgluecklich.de

Wir freuen uns, dich und deine Geschichte kennenzulernen!

Dieser Podcast ist eine Produktion der außerordentlich & glücklich-Akademie 2026

Idee: Irina Martius Konzeption: Irina Martius & Nadine Querfurth Produktion / Schnitt / Gäste-Management: Nadine Querfurth (@nadinequer)

Instagram: @ausserordentlich_gluecklich

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen bei außerordentlichem Glücklich, dem Podcast über das echte Leben.

00:00:14: Seine Herausforderung und wie man das Glück darin findet!

00:00:18: Mein Name ist Inimacius ich bin Emotionscoachin und die Stimme hinter der gleichnamigen Akademie, dem Insta-Account & Blog.

00:00:31: Hallo zu einer neuen Folge Alltag teilen mit und heute mit unserer Coaching.

00:00:36: Janine Wir werden heute mit dir sprechen über das Thema älterliche Resilienz und auch Resilience in pflegender Elternschaft.

00:00:43: Und wir werden mit dir unsere Alltagsgedanken dazu teilen, wie es mit unserer Resilenz gerade aussieht – wo wir da gerade stehen, ob das ein Dauerzustand ist oder eine Anstrengung?

00:00:51: Und in all diese Gedanken möchten wir dich mitnehmen damit du für dich vielleicht einen besseren Zugang dazu bekommst was Resilient wirklich bedeutet!

00:00:59: Viel Freude beim Zuhören, beim Reinfühlen und Verstehen.

00:01:11: Guten Morgen liebe Janine!

00:01:16: Wir haben uns gerade vor Weckja schon ein bisschen ausgetauscht.

00:01:18: Das ist immer so.

00:01:19: unser kleiner Moment vor diesen Podcast-Aufnahmen, wo wir mal eintauchen wie es uns geht und wer beide gemerkt hat Puh viel los oder?

00:01:25: Wie geht's dir gerade?

00:01:27: Ich habe sie ja eben schonmal so ein bisschen erzählt dass grade wirklich viel los ist.

00:01:31: das ich heute Nacht nicht so gut geschlafen hab und heute ziemlich müde aufgewacht bin sind einfach gerade verschiedene Themen die organisiert werden müssen.

00:01:44: Ledi ist gerade auch ja noch in der Kita-Eingewöhnung beziehungsweise Umgewöhnungen.

00:01:49: Das muss auch gerade einfach noch so ein bisschen mehr begleitet werden, ich muss zwar nicht da sein aber das erfordert gerade auch morgens einfach ganz viel Begleitung weil man einfach merkt dass sie gerne hingeht aber noch nicht hundert Prozent angekommen ist und noch ein bisschen Motivation braucht und Bestärkung dass die das gut macht.

00:02:13: Und das merke ich auch, dass es ja auf eine gewisse Art und Weise anstrengend ist.

00:02:19: Weil man manchmal nicht so genau weiß was es da genau braucht.

00:02:24: Man da immer seinen Bestes geben möchte und dass er irgendwie auch gerade wenn's morgens losgeht merke Ich, dass sie nicht wirklich will, dass sich innerlich auch manchmal merke Da stresst mich weil man die irgendwie auch losmöchte Und auch irgendwie immer so das Bedürfnis hat, dass es jetzt gut läuft und dass es funktioniert.

00:02:43: Und da merke ich jetzt gerade, dass nicht jeden Tag so gut funktioniert und einfach eine andere Begleitung braucht.

00:02:49: Ja, ich kann das gut nachvollziehen.

00:02:51: Ich kann mich gut daran erinnern wie das war meine Kinder irgendwie in die Eingewöhnung zu begleiten.

00:02:55: Und interessanterweise lag es bei allen vier Kindern auch ähnlich wie bei dir immer noch den großen Ferien.

00:03:02: Und ich finde, das ist ja auch noch so ein Punkt wo wir uns auch immer fragen dürfen gut aufgefüllt sind, unsere Ressourcen gerade.

00:03:10: Wenn wir vielleicht eh schon sehr viel Betreuung unserer Kinder übernommen haben und ich erlebe das immer wieder, dass Eltern in so einer Zerrissenheit sind und wir glaube auch manchmal noch dieses Idealbild der glückseligen Mutter haben die durch die Ferien hindurchschwebt kuchenbackend nachmittage zaubernd mit viel Konfetti und Freude Und dann aus den Ferien ihre Kinder entlässt, die sie ganz doll vermisst.

00:03:38: Weil sie so eine schöne Zeit mit denen hatte.

00:03:40: Kennst du das Bild?

00:03:41: Ich merke ... Das ist ein unbewusstes Bild!

00:03:43: Ich hab es nicht wirklich im Kopf.

00:03:45: Aber ich merke, dass das manchmal in mir selber da ist, dass ich denke, ach, ich müsste das einfach mehr genießen.

00:03:52: Guck mal, was ich gerade merke.

00:03:54: Merke schon, ich bin eigentlich genervt darüber, dass an mich den Anspruch habe, ich muss es

00:03:57: genießen.".

00:03:58: Ja, kenne ich total.

00:04:01: Ähm... Kita-Ferien, die jetzt noch nicht mehr so lange sind wie Sommerferien.

00:04:05: Die sind ja drei Wochen hatte ich auch einen Post dazu geschrieben auf Instagram genau zu dem Thema was machen Ferien eigentlich mit einem?

00:04:14: und wie fühlt man sich da als Eltern?

00:04:16: Weil ich immer ein ganz schlechtes Gewissen habe wenn ich mich dafür verurteile es nicht zu genießen Und da waren ganz viele schöne Momente dabei, die ich auch genießen konnte.

00:04:25: Es gab aber auch einfach Tage, die mich echt geschlaucht haben und wo ich abends mich ins Bett gelegt habe und gedacht hab, puh!

00:04:33: Das war einfach anstrengend und ich wünsche mir wieder Fremdbetreuung oder einen Anteil an Fremdsbetreuungen weil es ein Unterschied ist ob ich mein Kind den gesamten Tag von morgens bis abends begleite und beschäftige oder ob da auch ein paar Stunden Kita-Betreuung Oma, Opa was auch immer.

00:04:51: Also eine andere Betreuung noch dabei ist.

00:04:55: Ich glaube das was du sagst ich glaube dass es ganz vielen Eltern so geht aber die Hürde groß ist da so offen drüber zu sprechen weil das ja auch etwas mit einem macht wenn man sagt ich habe ein schlechtes ich bin genervt oder wass auch immer.

00:05:08: Dabei tut das eigentlich so gut auch mal offen darüber sprechen kann und sagen kann, nur weil ich jetzt gerade den Alltag super anstrengend mit meinem Kind finde oder genervt bin lieb ich mein Kind ja nicht weniger.

00:05:20: Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

00:05:23: das ist irgendwie so ne Gleichzeitigkeit wie bei ganz vielen Themen Und deswegen das Gefühl, was du eben beschrieben hast.

00:05:31: Das kann ich super gut nachvollziehen und das war bei mir genauso.

00:05:34: Es waren diese drei Wochen und habe dann wieder der Kita entgegen gefiebert und dann wusste ich aber dass wird... Ich werde die da nicht morgens abgeben und sofort nach Hause fahren und alles machen können, ne?

00:05:44: Sondern es braucht Begleitung und das braucht es jetzt auch!

00:05:47: Und das heißt wir sind ja jetzt schon in der sechsten oder siebten Woche.

00:05:53: Ja und natürlich hab' ich jetzt auch den am Vormittag mehr Zeit, auch um einfach meine beruflichen Themen wieder so ein bisschen mehr voranzutreiben.

00:06:01: Aber trotzdem gebe ich meinen Kind ja noch nicht hundert Prozent mit dem Gefühl ab das läuft jetzt.

00:06:08: Sie ist komplett eingewöhnt.

00:06:10: Sondern da ist immer noch dieser Gedanke oder mein Telefon liegt doch mal bei mir für den Fall dass irgendjemand anruft also Ja und Das ist einfach schon eine lange zeit Und ganz oft denkt man sich auch das müsste doch alles einfach

00:06:25: gut sein

00:06:25: und toll laufen.

00:06:26: Und man müsste wieder entspannt sein, aber ich empfinde das auch gerade nicht

00:06:29: so.".

00:06:30: Ich glaube, dass hat halt ganz viel damit zu tun, dass wir dann immer so außer Acht lassen wenn wir den Fokus auf eine Situation haben.

00:06:37: So wie jetzt bei dir auf dieses Eingewöhnungsthema.

00:06:39: irgendwann kommt der Moment wo es gut ist gucken wir ja gar nicht dahin was hinter uns alles steht!

00:06:47: Und wenn ich jetzt gerade bei dir auch überlege, da ist ganz viel passiert in den letzten Jahren und die Entscheidung in der Akademie mitzumachen zu sagen, boah, ich mach mich selbstständig als Coachin.

00:06:57: Das ist einfach ein großer Schritt finde ich!

00:07:00: Wir haben eben ja auch im Vorfeld schon mal kurz drüber gesprochen.

00:07:02: Ich empfinde das auch grade für mich selber so.

00:07:05: Es sind so viele Themen da wo sich was verändert hat.

00:07:07: dadurch dass ich nicht mehr nur im eins-zu-eins Menschen begleite sondern eben auch andere Coaches ausbilde hat sich meine Rolle auch verändert und damit kommen Sorgen, Zweifel.

00:07:19: So ein Gefühl von ich muss was tun und fleißig sein irgendwie in einen Rhein.

00:07:22: Und ... Ich glaube das diese älterliche Resilienz eigentlich ausmacht zu sehen dass da mehr ist als die Situation in der ich gerade merke, da fehlt mir irgendwas anderes zu wissen oder?

00:07:36: Total!

00:07:37: Das ist ja kein.

00:07:38: wir sind ja nicht auf einem leeren Blatt Papier wo jetzt diese eine Eingewöhnung auftaucht und du dich darum kümmern musst, da ist Herr vielmehr

00:07:44: Ja, ich glaube man vergisst das in den Momenten oft.

00:07:47: Also ich denke dann auch, es ist doch gerade nur die Eingewöhnung oder es ist da grade nur das Thema.

00:07:52: und wenn man dann aber mal so ein bisschen zurückgeht was wir eben auch im Vorfeld gemacht haben mal überlegt Was war denn so in den letzten Monaten Jahren in meinem Leben los?

00:08:02: Dann wird am ersten Mal bewusst wie viel Mann rückblickend erlebt hat und auch geschafft hat Auch Dinge, die ja letztendlich in das Thema Resilienz einzahlen.

00:08:12: So idealerweise...

00:08:14: Ja wenn man es schafft genau das was du sagst dieses sich dessen bewusst wird, was mal auch alles geschafft hat.

00:08:20: ganz oft tragen wir nur den Stress davon mit und gucken gar nicht dahin was du also da war ja wahnsinnig vieles dabei.

00:08:28: ganz ehrlich Janine wo ich auch von außen ja die deine Geschichte gut kennt drauf gucke und denke Hut ab!

00:08:35: Das ist schon viel einfach gewesen.

00:08:37: Ja, es war relativ viel in doch kurzer Zeit.

00:08:41: Also ich denke mir da haben wir glaube ich ja auch in unserer ersten gemeinsamen Podcastfolge mal drüber geredet dass in manchen Leben Dinge in kurzer zeit passieren die in manchem anderen leben ja nie so passieren.

00:08:54: also nicht jeder bekommt ein Kind mit Behinderung nicht jeder verliert auch einen kind.

00:08:58: das sind jetzt natürlich auch so extreme Themen.

00:09:01: aber oder nicht jeder hat ein krankes Kind als?

00:09:04: ich glaube wenn man Einfach mehrere solcher Themen in der kurzen Zeit bewältigt, dann ist es ein enormer Kraftakt.

00:09:16: Und ich ernebe das bei mir immer wieder.

00:09:17: Mir ist das schon bewusst.

00:09:19: aber wenn die Zeit dann irgendwann auch mal wieder, ich nenn's mal normaler wird entspannter wird ja Dann denkt man darüber gar nicht mehr jeden Tag nach.

00:09:27: also nehmen wir mal lilies-herzthematik.

00:09:30: da bin Ich ja so dankbar dass es ihr mittlerweile so gut geht.

00:09:34: Ich vergesse manchmal im Alltag, dass sie einen Herzfehler hatte und so eine Riesen-OP hatte.

00:09:39: Und das es einfach eine schlimme Zeit war... ...und mir wird das immer erst wieder bewusst wenn ich den Kalender gucke und sehe wir haben jetzt ein Kontrolltermie beim Kardiologen.

00:09:48: Und dann macht das natürlich trotzdem wieder.

00:09:50: was mit mir.

00:09:50: Du überlegst wow!

00:09:51: Was war das eigentlich für ne Zeit?

00:09:53: Wie haben wir das durchgestanden?

00:09:54: Wo stehen wir heute?

00:09:57: Manchmal frage ich mich auch wie haben wir's gemacht und was hat das auch mit uns oder mit mir gemacht als Person?

00:10:03: Das merke ich auch mit dem Thema dieses Resiliente oder Resilienz entwickeln.

00:10:10: Ich glaube schon, dass man das durch sowas entwickelt oder dass sich das verändert aber trotzdem glaube ich, dass jeder Mensch auch unterschiedlich resilient ausgestattet ist.

00:10:20: also weißt du was ich meine?

00:10:21: Also zum Beispiel wenn ich jetzt mein...ich nehme mal meinen Mann als Beispiel.

00:10:26: Ich finde immer der ist einfach vielleicht von Geburt an und ich weiß es nicht aber er ist einfach echt extrem resilient.

00:10:34: Also nicht, dass jetzt alles an ihm vorbei geht ganz im Gegenteil.

00:10:36: Aber ich nehme bei ihm zum Beispiel eine andere Resilienz wahr als bei mir!

00:10:40: Jetzt muss man ja zu sagen... Ich kenne deinen Mann ja nicht persönlich aber ein bisschen stellvertretend durch dich und ich glaube einfach das er einen guten Zugang zu einem grundsätzlichen Optimismus hat.

00:10:48: Der ist viel wenn wir jetzt in Emotionscoachingsprache sprechen würden.

00:10:52: der ist viel im Feld von Inspirationen und Leichtigkeit unterwegs und gleichzeitig auch von Durchsetzung und Einfluss.

00:10:57: also dieser Gedanke von ich habe Freude daran.

00:11:01: Also, das steht nicht so krass in Frage.

00:11:03: Ich glaube ... So ne?

00:11:04: Und jetzt ist es ganz fies was wir hier gerade machen.

00:11:07: aber ich weiß schon nie und ich habe so ein Vertrauensverhältnis dass wir das miteinander ertragen.

00:11:10: Aber du bist ja eher geprägt in dem Feld was immer noch mal nach sich hat.

00:11:14: Es ist so richtig!

00:11:15: Ist es so gut.

00:11:16: also wo immer die frage eher im raum steht als das Selbstverständnis Dass es so gelingen wird und Das ist natürlich dann einfach eine andere Voraussetzung um Stress zu begegnen und vielleicht auch Mal an der stelle das Wort Resilienz So ein Fachsprechwort, muss man jetzt ja mal sagen.

00:11:32: Was stellen wir uns darunter vor?

00:11:33: Und ich finde ganz viele Menschen haben den Irrglauben das Resilienz bedeutet für Stress nicht mehr anfassbar zu sein und das ist einfach falsch so weil Resilience bedeutet Ich bin widerstandsfähig.

00:11:49: Ich kann den Stress wahrnehmen.

00:11:50: Ich bin in der Lage ihn auszuhalten und zu tolerieren um da heraus wieder einen neuen Zustand dafür zu kommen.

00:11:57: So eine neue Perspektive Das ist halt das, wo du gerade das beschrieben hast, wo ich so denke.

00:12:03: Resilienz ist nicht dieses nach vorne weiter funktionieren sondern nach hinten gucken und sich wirklich bewusst machen... Ich bin dankbar dafür, dass mein Kind die Herz-OP hatte und dass es gelungen ist!

00:12:14: Ich bin stolz auf mich wie ich da durchgekommen bin obwohl ich so viel Ängste hatte weil das eben den Tank wieder auffüllt damit die nächsten Stresssituation gar nicht eine tolle Kerbe schlagen.

00:12:25: Das ist eigentlich der Gedanke von Resilience.

00:12:27: Dauerwährende Balance auf budderschwebender Ebene von mich fasst hier nichts mehr an.

00:12:34: Das was du sagst, das nehmen ja viele Menschen so wahr.

00:12:37: also auch ich hatte mal eine Zeit lang bevor ich mich so extrem mit Emotions-Couching beschäftigt habe dass ich immer gedacht hab Du musst einfach immer resilient sein So auch im Arbeitskontext damals.

00:12:48: Da kamen dann irgendwelche Themen, die haben mich unfassbar aufgeregt und hab ich immer gesagt ja warum bin ich nicht resilient?

00:12:52: Warum reg' ich mich jetzt noch überhaupt... Warum

00:12:54: bist du

00:12:56: nicht belastbar

00:12:56: genug?!

00:12:57: Und das waren ja auch wenn ich so zurückblicke im Vergleich ganz andere Themen.

00:13:03: Wie du auch sagst, ich glaube auch so durch das Mamawerden und durch die ganzen Umstände, die da dazugekommen sind habe ich für mich auch erst mal verstanden, was Resilienz für mich bedeutet.

00:13:14: Das geht ganz stark in die Richtung, die du gerade beschrieben hast.

00:13:17: also in den Situationen, in denen ich da auch... Also ich hab mich immer so hilflos ausgeliefert gefühlt haben wir auch schon drüber geredet.

00:13:23: und das Thema Sicherheitsgefühl, was dann einfach sehr schnell zerbrochen war ist mir das auch nicht gut gelogen.

00:13:29: Natürlich bin ich irgendwie durch die Tage durchgekommen und habe es auch in Anführungsstrichen gemeistert aber das war mir da ja gar nicht bewusst sondern eigentlich erst mit ein bisschen Abstand, wo mein Stresssystem wieder runterfahren konnte.

00:13:44: Ich mal durchatmen konnte und wurde mir bewusst, was ich da für mich auch mitgenommen habe.

00:13:49: Und dieses Gefühl von Stolz, Dankbarkeit, Ehrfurcht ... Für ganz viele Themen, die rund um meinen Kind passiert sind.

00:13:56: Durch diese konnte ich wieder auftanken und verstehen, dass ich viel geleistet hab und gemeistert hab.

00:14:03: Aber in dem Moment hab ich das noch nicht gespürt!

00:14:05: Da war einfach die Angst sehr ... groß oder auch die Ungewissheit, was wird da jetzt auf uns zukommen?

00:14:12: Und das muss erst mal alles so gefühlt und erlebt werden.

00:14:17: Bevor ich überhaupt mal wieder in eine Dankbarkeit usw.

00:14:19: reinkomme konnte.

00:14:21: Ja deswegen glaube ich auch es geht bei Resilienz gar nicht darum dass wir allem sofort gewappnet sind und alles ja quasi sagen Hurra!

00:14:32: Jetzt kommen bitte Stress.

00:14:33: und das nächste Thema... Ich habe voll Lust auf schwierige Zeiten.

00:14:39: Ich wär so weit!

00:14:40: Sondern

00:14:41: ich hab jetzt einen Schutzschild um mich und mich kann nichts mehr treffen, das glaub' ich gar nicht.

00:14:45: Aber jede Situation die wir für uns Meistern, die auch unsere gewohnte Welt ins Banken bringt... Also so würde ich es für mich immer mal beschreiben wo ich merke da passiert gerade was oft dass sich nicht eingestellt war.

00:14:58: Das zahlt trotzdem in meinen Resilienztank.

00:15:01: So nenne ich's jetzt mal irgendwie mit ein.

00:15:05: Ich hab grad so den Gedanken gehabt.

00:15:07: Wir empfinden uns ja schnell nicht mehr als resilient, wenn wir nicht mehr her der Kontrolle sind in welcher Richtung auch immer.

00:15:14: ich denke da ganz sehr dran.

00:15:16: Gestern hatten wir einen Themen-Tisch bei Davania und ich habe mehrere Mutter erlebt wo wir miteinander darüber gesprochen haben was es ist wenn man seine Impulskontrolle verliert.

00:15:25: Ich bin laut geworden, ich hab irgendwie zu schnell gemacht mit meinem Kind oder oder oder.

00:15:32: Da kommt ganz viel Scham in die Menschen ja immer auch rein.

00:15:35: Warum ist mir das bloß passiert?

00:15:38: Und wie kriege ich es nächstes Mal hin?

00:15:40: Ganz oft ist die Frage, wie krieg ich's nächstes mal hin, dass mein Kind nicht so dolle Wut hat damit ich nicht in Gefahr komme, Kontrollverlust zu erleben.

00:15:47: Ich glaube, diese drohende Gefahr, ganz oft ... Die macht die Tür dafür zu, hinzugucken was denn begünstigt hat, dass wir zum Kontroll Verlust kommen sind.

00:16:00: Und ich merke das zum Beispiel gerade an mir in unserem Alltag, tatsächlich gelingt mir grad die Begleitung und Regulation der Kinder nicht immer gut.

00:16:09: Also wir haben zwei Kinder, die grade sehr mit einem Übergang zu kämpfen haben – dass eine Kind in die nächste größere Klassenstufe, das andere Kind mit ….

00:16:18: Ich merk grad, ich werd Vorschulkind und hier verändert sich irgendwie ein Anspruch auf mich.

00:16:24: Das resultiert in ganz oft Verweigerung, in Wut und auch gar nicht mehr wirklich erreichbar sein für irgendwas oder eine Methode.

00:16:30: Und ich merke es gelingt mir nicht so gut wie sonst daran zu kommen.

00:16:34: Ich werde zwar null laut Also toll kann mich jetzt auf die Schulter klopfen dass sich keinen Kontrollverlust an mir erlebe aber ich verliere trotzdem meine Handlungsfähigkeit und ich merken Dass das mich auch nervt also auch dahingehend irgendwie dann manchmal auf meinen Mann angewiesen zu sein und sagen, kannst du bitte übernehmen?

00:16:53: Ich komm gar nicht an das Kind dran.

00:16:54: Was völlig fein ist.

00:16:55: eine total gute Strategie.

00:16:57: wenn man die Chance hat und nicht alleinerziehend ist es großartig wenn man auch mal ausweichen darf.

00:17:02: aber Es ist ja tatsächlich so dass ich gemerkt habe in diesem ich kann nicht immer alles regulieren Steckt er irgendwas da ist irgendwie was verloren gegangen Da is was nicht resilient gerade Und ich könnte jetzt darüber hinweggehen und denken, na, sind halt gerade meine Kinder.

00:17:18: Die lassen grad nicht zu, dass ich an sie rankomme.

00:17:21: Nee!

00:17:22: Ich hab auch tatsächlich grad nicht ... bin grade nicht in der vollen Kraft dazu alles hervorzuholen, womit ich das hinkriege.

00:17:29: Mehr ganz oft, ich merk deren Resignation und Verweigerung und hab das Gefühl von Boah ist mir grad so anschränkt, schaff' ich jetzt nicht.

00:17:37: Versteh' ich

00:17:37: total."

00:17:38: finde ich auch kacke.

00:17:40: Ja, das darf man glaube ich auch in dem Moment kackel finden.

00:17:46: aber ich verstehe das sehr gut und ich nehme bei mir da auch eine Veränderung wahr.

00:17:51: also ich weiß auch noch so die wirklich die ersten Monate mit Lilly beziehungsweise so nach der Herzopie vor allem weil einfach die Luft raus war ja hatte sie auch immer, also ich habe in dem Moment immer gedacht die hat Schwierigkeiten beim Einschlafen.

00:18:08: Ich glaube wäre ich das Kind gewesen auf meinem Arm der Mutter, die einfach echt fix und fertig war, hätte ich auch nicht gut schlafen können.

00:18:18: Aber das war mir in dem moment auch nicht bewusst weil ich auch immer dachte das nervt.

00:18:21: Warum will die denn jetzt nicht schlaven?

00:18:23: Und dann hat die so viel geweint Da ist mir das auch nie so aufgefallen, dass ich einen extremen Einfluss darauf hatte auf dieses Regulieren und diese Sicherheit geben.

00:18:34: Weil ich das in dem Moment selbst nicht geben konnte.

00:18:37: Und irgendwann habe ich dann auch einfach gemerkt wenn ich mehr auf mich achte und mal gucke wo stehe ich gerade?

00:18:43: also wie sehr es mein Akku auffüllt Wie geht's mir generell an den Tag?

00:18:48: Also bin ich vielleicht auch ängstlich aufgrund irgendwelchen Dingen die passieren oder bin ich genervt wütend.

00:18:55: Also einfach mal so ein ... ich sag mal, so einen Emotionscheck-in auch zu machen bei mir.

00:19:01: Mal zu gucken wie fühle ich mich denn an dem Tag überhaupt?

00:19:04: Total!

00:19:04: Hat das extreme Auswirkungen auf den Umgang mit meinem Kind weil... Ich finde dass Schöne und ja doch das Schönen an Kindern ist ja einfach diese Fähigkeit, Emotion ungefehlt hat noch nach außen zu geben und natürlich...

00:19:21: Ich find's schön, wie du kurz so gehadert bist.

00:19:24: Ist das das Schöne daran?

00:19:27: Ja, ich wollte noch dazu sagen dass es natürlich trotzdem nervig sein kann wenn dein Kind dann vor weiß ich nicht hundert Menschen Wutanfall bekommt oder du total ungeduldig bist weil du auf die Arbeit musst und dein Kind sich nicht die Schuhe anziehen möchte.

00:19:43: Also das ist natürlich alles auch blöd für uns keine Frage aber trotzdem lassen die das umgefiltert in dem Moment raus weil sie das so fühlen.

00:19:51: also Sie haben ja auch ganz oft Das entwickelt sich hier erst das Gefühl auch für Anpassung.

00:19:57: ist es jetzt so in Ordnung, dass ich mich so verhalte hier im Raum oder nicht.

00:20:01: Das tut uns ja auch nicht immer gut!

00:20:03: Also wie oft denke ich mir auch, ich würde jetzt gerade hier mal losheulen, weil's mir schlecht geht?

00:20:07: Da macht man's nicht

00:20:09: und unterdrückt was.

00:20:10: Ja,

00:20:10: unterdrücken Emotionen.

00:20:11: Und das machen Kinder nicht.

00:20:13: und deswegen glaube ich... Klar kann man da noch immer sagen, mein Kind ist schwierig und ist eine Entwicklungsphase und das ist anstrengend keine Frage.

00:20:21: aber ich glaube auch, dass man das, was du sagst dass wenn man sich selbst hinein hört und schaut, wie bin ich denn jetzt gerade aufgestellt an dem Tag?

00:20:31: Dass es einen großen Einfluss auch auf die Begleitung haben kann.

00:20:34: Also nehmen wir das Beispiel mit der Kita-Eingewöhnung.

00:20:37: Meine Tochter weint ganz oft zu Hause.

00:20:39: Wenn ich schon sage, wir fahren in die Kita, dann geht's los!

00:20:42: Nein, keine Sockenanziehen, keine Schuhe, alles so legt sich aufs Sofa... Man kommt nicht an sie ran weil sie da ihre Strategie hat.

00:20:49: Nein, ich möchte jetzt nicht.

00:20:51: Und in den ersten Tag, weil ich super genervt hab gesagt doch wir ziehen jetzt Schuhe an.

00:20:54: Wir machen jetzt das und so weiter.

00:20:56: Dann war das Geweine aber viel größer und dann habe ich jetzt einfach so gedacht... Ich finde sie versteht schon echt viel!

00:21:02: Ich weiß nicht ob sich alles versteht, da hab' ich gedacht ich motiviere sie jetzt einfach ein bisschen ne?

00:21:05: Und hab' dann einfach auch mal geguckt bis man ausprobiert hat gesagt du machst es doch toll.

00:21:09: Da warten ganz viele Kinder auf dich die mit dir spielen wollen und ich hole dich heute Mittag ab.

00:21:14: also dass man sich versucht hat ein bisschen anders zu gestalten statt soviel Druck reinzugeben.

00:21:19: Und natürlich war, das war ja trotzdem noch da.

00:21:22: Ich hatte das Gefühl, dass sie es ein bisschen besser annehmen kann und auch so das Gefühl hat eigentlich ist es doch ganz cool.

00:21:30: Eigentlich erwartet mich da jetzt nichts extrem Schlimmes.

00:21:33: die konnte quasi musste nicht sofort mit der Verweigerung reingehen.

00:21:38: Das kann ich aber auch nicht jeden Tag leisten.

00:21:39: Es kann ich nur weil ich für mich nochmal geguckt habe bin Habe ich auch heute die Kraft dafür, sie auf die Art und Weise zu begleiten?

00:21:46: Das gelingt mir nicht jeden Tag.

00:21:47: Manchmal ist da auch Zeitdruck.

00:21:49: Aber deswegen glaube ich es ist total wichtig was du sagst dass man sich selbst auch noch mal wahrnimmt und auch schaut wie geht's mir denn gerade?

00:21:58: in welcher Phase stecke ich auch grade

00:22:01: Und auch so ein bisschen.

00:22:02: welche Dinge sind vielleicht gerade verletzt?

00:22:04: wenn Ich jetzt so wahrnehme bei bei uns grad die Situation Zuhause wo ich merke Nö, ich bin nicht so gut in meiner Resilienz da gut ranzukommen an die Fähigkeiten, die ich eigentlich besitze.

00:22:12: Dann weiß ich auch wenn ich dann ein bisschen genauer hingucke woher es kommt.

00:22:16: wir haben halt tatsächlich gerade eine Situation ne?

00:22:19: Eins der drei schulpflichtigen Kinder hat jetzt noch mal die Schule gewechselt.

00:22:22: Wir haben drei Schulkinder an drei unterschiedlichen Schulen.

00:22:26: Da ist gerade ganz viel Einfluss von außen auf uns und unseren Alltag aus einem Schulsystem, was uns aufrukturiert.

00:22:34: Wann Hort- und Schulschließzeiten sind?

00:22:36: Das musst du irgendwie hinkriegen als Arbeitnehmer der mein Mann ist aber auch nicht als Selbstständige die Sachen taktet.

00:22:42: Und das ist ja auch nicht so dass das Schulsystem dir den gefallen tut, dass diese Tage alle auf einen Tag fallen sondern es sind halt drei Schulen für drei Kinder und da sind sehr viele Tage die wir irgendwie abgedeckt kriegen müssen!

00:22:56: Stress in mir, einmal diesen Verantwortungsdruck und auch diesen Organisationsstressbohr von wie managere ich das tatsächlich im meinem Alltag.

00:23:05: Wie kriege ich das hin?

00:23:06: Gleichzeitig diese Sehnsucht nach... Also es hat ja schon fast was Kindliches von.

00:23:11: bitte nimm's von mir weg und lass es jemand anders für mich organisieren so was da drin steckt.

00:23:16: Und das ist der spannende Punkt.

00:23:17: Ich fühle mich da drinnen nicht selbst wirksam.

00:23:19: Ich habe das Gefühl ich muss dem voll geleisten was da kommt und ich muss das irgendwie eingetütet kriegen.

00:23:23: und dann komme ich zu meinem kind was sich in einer völlig lapidaren Situation verweigert oder einen Wutanfall kriegt.

00:23:29: Und ich hab das Gefühl, nee ... Nee, hier jetzt nicht auch noch!

00:23:34: Das nicht auch?

00:23:35: Ich

00:23:35: kann mich dem nicht nochmal ausliefern.

00:23:36: und das ist so wichtig, glaube ich, dass man das versteht, dass Resilienz eben erst mal da beginnt, dass wir verstehen, was uns stresst.

00:23:46: Weil wenn ich es wirklich verstehe,

00:23:48: dann

00:23:48: habe ich ja die Möglichkeit hinzugucken und zu sagen okay warte mal.

00:23:51: natürlich fühlt sich das gerade riesig an nach riesiger Fremdbestimmung.

00:23:55: Aber ich kann selbst bestimmen, wie ich da jetzt reingehe.

00:23:58: Ich kann selber bestimmen dass sich diese Termine mir im Kalender angucke Dass ich vielleicht sehe die kollidieren gar nicht mit ganz schlimmen anderen Dingen.

00:24:04: Das kriegen wir irgendwie geregelt.

00:24:06: Wir können das besprechen Wir können uns frühzeitig Hilfen durch eine Kinderfrau oder irgendwas anderes organisieren und holen.

00:24:12: Und natürlich ist es ein Organisationslos auf die ich erstmal keine Lust habe weil sie kommt nicht von mir.

00:24:16: aber wenn ich es jetzt organisiere dann hab' ich danach den Freiraum dass es organisiert is Und...das ist Resilienz dieses merken.

00:24:26: ich habe einen Einfluss darauf wie viel Stress das in mich reinbringt um dann auch wieder zu erleben.

00:24:32: Ja hat sich misslich angefühlt dem ausgeliefert zu sein.

00:24:35: aber ich komme auch wieder eine Selbstwirksamkeit, dass ist immer so glaube ich dieser Moment von dieses Kontrollverlustding in.

00:24:43: Ich hab wieder ein Zugang dazu wie gestalten möchte

00:24:46: ja und irgendwie auch wieder mehr Zugang zum Thema Sicherheit.

00:24:50: Also auch zu wissen, ja ich baue mir da irgendwie jetzt die Sicherheit wieder ein, die ich für meinen Alltag brauche damit das auch alles funktioniert was ich mir vornehmen oder was auch erledigt werden muss sei es Arbeit und auch andere Themen.

00:25:03: und ich glaube gerade entweder wenn man mehrere Kinder hat oder auch einfach pflegendes Elternteil ist dann kommen da ja auch immens viele Themen in den Alltag.

00:25:13: also ich glaube dass vergisst man ja auch oft.

00:25:15: das geht mir auch auf so dass ich denke Na ja, eigentlich haben wir gar nicht so einen stressigen Alltag.

00:25:21: Dann guck ich in den Kalender und denk mir, naja doch!

00:25:23: Wir haben allein drei Fördertermine quasi der Woche noch zusätzlich.

00:25:28: Und das sind dann nur Termine meiner Tochter.

00:25:31: dazu kommt.

00:25:32: Da kommen auch andere Termine dazu.

00:25:36: Mein Mann hat Termine was auch immer und sich da mal wieder bewusst zu machen dass man... einfach auch viel zu managen hat oder auf viel zu begleiten hat und dass es auch anstrengend ist.

00:25:49: Das ist ja noch eine, das ist ja auch ein Faktor der finde ich beim Thema Resilienz so mit rein spielt, dass man klar in die Selbstwirksamkeit kommt indem man auch finde ich schaut kann ich das so jetzt gerade auch alles leisten?

00:26:02: muss sich diese Termine auch zum Beispiel dieser Woche genauso alle wahrnehmen?

00:26:06: Oder verschiebe ich auch nochmal einen Termin?

00:26:08: Das konnte ich am Anfang auch gar nicht.

00:26:10: Ich habe immer alle Termine dringelassen, hab gedacht... So genommen

00:26:12: wie sie waren?

00:26:13: Ja, bevor man nichts kriegt!

00:26:15: Nehm' ich das erst mal und fahre da auch abgehetzt hin und fahr nach Hause und heule erst einmal zahlenstrengbar.

00:26:21: Fühle mit dir die ersten drei Jahre meiner Eltern

00:26:24: schon.

00:26:24: Genau, ich glaube auch darüber haben wir ja oft geredet dass sich das auch verändert.

00:26:30: Also auch dieses Thema Resilienz und auch finde ich die Selbstwirksamkeit.

00:26:33: Und auch diese Termine müssen irgendwie in mein Leben passen, hätte ich vor drei Jahren gar nicht gesagt.

00:26:38: und mittlerweile sage ich doch also natürlich muss es auch wenn wir die Therapie nehmen das muss auch in den Kalender der Therapeuten passen aber man kann trotzdem immer miteinander reden.

00:26:49: Die Erfahrung habe ich gemacht dass wir mittlerweile da echt gute gute Termine bekommen, die in beide Kalender gut reinpassen.

00:26:56: Aber es hätte ich mich vor drei Jahren so gar nicht getraut, irgendwie mal zu fragen können wir vielleicht auch auf eine andere Uhrzeit gehen oder einen anderen Tag?

00:27:03: und man immer denkt das nehme ich jetzt alles mit und das muss alles sein!

00:27:06: Die haben sonst keinen anderen Termin für mich?

00:27:07: Das war ganz oft ein Bedanke bei mir.

00:27:09: wenn ich jetzt nein sage dann sagen die nachher hast

00:27:11: du Pech gehabt.

00:27:12: Auch beim Kinderarzt oder so dass man so denkt jetzt muss ich ja den Impftermin um... An dem Tag um die Uhrzeit, den passt mir gar nicht über Marich.

00:27:18: Und mittlerweile denkst du nein das sind ja auch nur Menschen.

00:27:20: wenn man mit denen offen über das Thema redet dann funktioniert das und ich finde dass es auch Selbstwirksamkeit also macht jetzt quasi den Kalender nicht schmaler aber es verändert den Umgang mit diesen Terminen und auch dieses Gefühl davon zu haben Ich hab irgendwie auch ein bisschen Kontrolle in meinem Leben.

00:27:40: Da sind wir wieder bei dem Sicherheitsthema, also klar es passieren im Leben ja auch Dinge auf die haben wir einfach keinen Einfluss.

00:27:46: Also die passieren erst mal.

00:27:47: aber dann sich da in diesem Rahmen wie deine Selbstwirksamkeit zu schaffen

00:27:55: und ich glaube auch so eine Freiheit weißt du?

00:27:58: Dass man nicht mehr vollumfänglich fremdbestimmt ist von anderen.

00:28:01: das macht ganz viel aus wenn wir heute über dieses Resilienzthema sprechen und jetzt Mütter zuhören.

00:28:10: Und irgendwie denken, ja was fange ich jetzt für mich damit an?

00:28:12: Was nehme ich mit?

00:28:13: Ich glaube dann gibt es so zwei Faktoren.

00:28:15: der eine ist erstmal zu verstehen Es geht nicht darum das dein Leben so gestaltet ist dass du funktionierst da

00:28:19: drin.

00:28:20: Das ist Nicht-Leben.

00:28:21: Leben Ist nicht Dass Du Funktionierst Für alle Systeme drum herum Für Alle Menschen Drumrum und Für alle Bedürfnisse Drumrum Weil.

00:28:27: Dann fühlt es sich halt Ganz Schnell auch nicht mehr lebendig An Und eher erdrückend und negativ.

00:28:32: Und kriegt dann so sehr depressive Züge vielleicht auch, man ist demotiviert.

00:28:39: Das andere ist aber auch das Resilienz nicht bedeutet dass wir die Anstrengung leisten müssen jetzt besser zurechtzukommen.

00:28:46: Also das wird mir gerade nochmal ganz doll klar wo du das grad so geschildert hast.

00:28:50: Resilience ist eigentlich die Fähigkeit genau das Gegenteil zu machen Zu merken wo ich nicht klar komme Und dann zu entscheiden, wie ich es gestalten darf, damit ich damit zurechtkomme.

00:29:00: Das kann auch bei mir was ganz anderes sein als bei dir oder bei jemand anderem.

00:29:05: Ich finde deswegen auch Resilienz ist nicht gleich Resilience.

00:29:08: So dieses eine Ziel, das wir alle erreichen müssen und

00:29:13: sollten.

00:29:13: So, ich glaube das ist ja der Wunsch.

00:29:15: Dass man diese Methoden an die Hand bekommt, so Resilienz in der Definition da ist und du bekommst jetzt fünf Methoden und dann kann dich nichts mehr umwerfen sondern dass es sehr individuell ist.

00:29:25: Ich sag's nur plakativ weil ich glaube viele Menschen die sich zum ersten Mal damit beschäftigen oder auch nach... Ausnahmesituationen sind, die wünschen sich ja trotzdem so eine Art Resilienzicherheit und dieses.

00:29:36: Ich finde auch dass ich schaffe das.

00:29:38: Und diese Selbstvertrauen in sich zu haben ist auch gut.

00:29:41: Also ich glaube, dass das motiviert irgendwie auch.

00:29:44: Aber trotzdem bei mir sind es andere Dinge, die ich dafür tun muss

00:29:49: oder

00:29:50: auch andere Erlebnisse als du, die hattest.

00:29:53: Ja!

00:29:54: Das ist ein ganz wichtiger Faktor weil Resilience nicht gleich bedeutend mit.

00:29:58: Ich bin immer gelassen und ruhig und in meiner inneren Mitte.

00:30:02: Und ich bin immer stark, alles muss an mir ... Oder

00:30:06: ich bin glücklich, dankbar, freudig!

00:30:09: Sobald das Wort immer auftaucht, zinne den Fehler?

00:30:12: Da wird einer sein, dass es nicht realistisch ist.

00:30:14: Dass Dinge immer da sind so... Das ist auch nicht erstrebenswert.

00:30:18: Ich finde, da haben wir das Wort noch mal.

00:30:22: Es ist ein wichtiger Gedanke sich vorzustellen.

00:30:25: Resilienz bedeutet Nicht-Balance.

00:30:27: Und zwar nicht im Sinne von Ich stehe auf einem Bein und das mache ich ab jetzt mein Leben lang.

00:30:33: Stell dir bitte mal vor, ich würde dir jetzt sagen, Janine, steh mal auf und steh auf einen Bein!

00:30:35: Und du machst jetzt nur noch alles auf einem bein.

00:30:38: Weil es ja Balanciern in irgendeiner Art ist.

00:30:41: Wie unfassbar anstrengend wäre das?

00:30:43: Wie sehr können wir die Fähigkeit nicht dazu haben?

00:30:45: wie sehr wird uns im Alltag an Hunderten von Stellen jemandem was zum Straucheln, Stolpern und Fallen bringen immer und immer wieder.

00:30:53: Viel wichtiger ist glaube ich dass wir eine Balance finden wo wir mit beiden Füßen auf dem Boden sind.

00:30:59: So wie ich hier gerade bin, weiß ich wer ich bin und was ich gerade brauche.

00:31:04: Und aus diesem Zustand heraus wird auch mich etwas zum Stolpern, Straucheln und Fallen bringen.

00:31:10: aber ich weiß dahin will ich wieder zurück und ich gucke was es braucht und was mich auch gerade hat hinfallen lassen damit ich da wiederhin finden kann und zwar nicht mit der Not Ich muss in die Mitte sondern von eher dem Gedanken Und ich weiß, ich finde da wiederhin in meinem Tempo.

00:31:27: In meiner Zeit, in meiner

00:31:29: Art.

00:31:29: Genau und vielleicht doch mit dem Gedanken... Ich hab das ja schon mal geschafft oder ich weiß dass es sich da schaffen kann auch wenn ich gerade noch nicht weiß wie?

00:31:37: Ich glaube das ist ja auch oft legitim gerade wenn vielleicht auch nochmal ein ganz neues Thema ins Leben kommt.

00:31:43: Auch zu sagen ich weiß grad noch nicht so genau wie aber ich habe schon auch andere Themen oder ähnliche Situationen rückblickend sehr, sehr gut gemacht.

00:31:52: Also da auch ein bisschen in diese Selbstvertrauen zu gehen und zu sagen... Auch wieder das Gefühl von Stolz zu sagen okay ich habe da echt schon ganz, ganz viel in meinem Leben auch geschafft und bewegt und ich werde es jetzt irgendwie auch noch mal hinbekommen.

00:32:06: Ich finde dass ist für mich auch ein Teil von Resilienz Ja, einfach stolz drauf zu sein.

00:32:15: Was man irgendwie alles geschafft hat und damit auch ein bisschen was Hoffnungsvolles mit in die Zukunft zu nehmen, dass man da so etwas rausziehen kann.

00:32:24: Ich glaube auch dieser Zugang – das habe ich gestern ganz sehr gemerkt als wir im Themetisch mit den Müttern waren – das, was wir ja ganz viel im Emotionscoaching machen sind zwei Dinge.

00:32:34: Entweder wir regulieren Stress oder wir aktivieren Ressourcen.

00:32:37: und dieses Aktivieren von Ressourcen, ich glaube das klingt jetzt wenn man es uns so sagen hört total kryptisch.

00:32:43: Und das war für mich aber wirklich game-changing!

00:32:47: Ich habe das auch diese Woche noch nach Klientin erzählt.

00:32:50: Ich erinnere mich gut daran wie mein Sohn mit Behinderung als er so anderthalb war angefangen hat sich im Auto immer wieder abzuschnallen.

00:33:00: Das kann ich nur so sagen... Es hat mich innerlich so vor die Wand gefahren weil

00:33:06: Unfassbar

00:33:06: fahne, dass dieses wirklich kleine Kind sich in so eine Gefahr bringt und mich in so ne Gefahr bringt.

00:33:11: Und das ist ja auch dann auf Autofahrenfahrten, auf der Autobahn und so passiert.

00:33:15: Da kannst du nicht einfach mal anhalten und

00:33:17: dann strömen

00:33:18: so viele Dinge auf dich ein.

00:33:19: Du musst vor allem mit Kindern mit einer Trisomie total konsequent sein.

00:33:23: Du darfst aber das Verhalten auch nicht beachten!

00:33:26: Ich finde als junge Mama von einem Kind mit ner geistigen Behinderung bist du sehr anfällig dafür was jetzt das richtige Verhältnis ist oder?

00:33:36: Das stresst ja schon akut.

00:33:37: Ich weiß es sich verändert, aber ich weiß ganz genau was du meinst.

00:33:40: Gerade finde ich so in den ersten zwei Lebensjahren ... Ja!

00:33:43: Es ist extrem.

00:33:44: Da war das für mich ganz extrem.

00:33:46: Ja, finde ich auch und das war halt so ein Moment wo ich dann, ich sehe mich bis heute noch, ich seh' mich wie ich am Straßenrand anhalte aus dem Autosteige die Tür hinten aufmache also Aufreise an das kann ich das Bild gar nicht beschreiben und den Anschnaller festzunehmen, sofort wieder in dieses Ding reinramme.

00:34:06: Und ich erinnere mich daran, dass ich das übergriffig, gewalttätig, gemein finde ganz eklig.

00:34:14: Das Erste was mir kommt wenn ich mich daran erinner, ich fand mich als Mutter unsagbar schlecht!

00:34:21: Ich hab wirklich gedacht... Da waren die Zwillinge ja schon in meinem Bauch.

00:34:24: der erste Gedanke, den ich hatte, wenn ich ganz ehrlich bin war es gibt einen Grund warum ihr nicht auf natürlichem Wege Kinder kriegen solltet.

00:34:30: Der war hart.

00:34:31: Und dann sitzt du da bist wütend, bist sauer auf dich selber, fährst nach Hause und heulst.

00:34:36: Willst aber dein Kind eigentlich liebevoll begegnen, bist völlig überfahren mit dir

00:34:39: selbst.".

00:34:41: Ich erzähle die Geschichte deshalb weil vielleicht eine Sache wichtig daran zu verstehen ist.

00:34:44: ich habe damals meine M-Trace Ausbildung gemacht.

00:34:48: Es gibt einen Prozess, du kennst den, du bist erschließlich auch Coachesin wie ich, die Ressourcen Radiants wo wir ein Stressor nehmen und genau diesen Moment genau diese Situation am Auto wahrnehmen und den Stress fühlen, dann gehen wir in Ressourcen.

00:35:03: Was heißt das jetzt?

00:35:04: Wir gehen in Ressesourcen, das klingt ja immer ein bisschen wild!

00:35:07: Genauso wie ich mich an dieses eklig gewütende Gemeinnigfühl erinnern kann, kann ich mich eben auch an gute Gefühle meines Lebens erinnernen.

00:35:13: Die müssen nicht mit dieser Situation oder meiner Kompetenz als Mutter zu tun haben, die müssen mich erst mal in Kontakt damit bringen, dass es sowas gibt.

00:35:20: Da gibt es so was wie Dankbarkeit – das kennen wir alle durch Dankbarkeitsdagebücher.

00:35:24: Da gibt's aber auch so was wie Erfurcht.

00:35:26: Und Erfürch zum Beispiel war ein ganz großer Schlüssel!

00:35:29: Wir haben im Übungscoaching das in der Ausbildung damals gemacht, ich bin durch die einzelnen Ressourcen durchgegangen, Lehrer sind es fünf und das ist wirklich so als würde jemand... sagt mir wenn du das anders empfindest, aber ich finde, wenn man da wirklich intensiv durchbegleitet, dann würde jemand einen Akku voll machen oder?

00:35:44: Ja, ist mega gut!

00:35:45: Also ich arbeite sehr gerne damit weil ich genau das auch immer erlebe und auch ... Ich habe jetzt noch nicht die Mimik-Resonanzausbildung, So ein Schlüsselmoment, wenn man sieht wie sich.

00:35:58: Die Mimik

00:35:59: verändert während der jenige also wenn er einen Stress denkt und wenn er dann in die einzelnen Superressourcen reingeht?

00:36:05: Und man dann auf einmal merkt auch so'n Ausdruck von Liebe bei ganz ja was Familiaires passiert oder eben dieses Erfurchthema je nachdem da hauen ja dann auch Leute Das ist extrem.

00:36:17: Also wirklich Themen, wo ich auch Gänsehaut bekomme.

00:36:19: Besondere

00:36:20: Erlebnisse raus?

00:36:21: Ja

00:36:21: voll!

00:36:22: Und man dann auf einmal merkt wie sich das einfach so verändert und dann wiederholt man das ja auch mehrmals um das nochmal zu festigen.

00:36:29: und wie du sagst.

00:36:30: also wenn da jemand gestresst in eine Coaching-Sitzung reingeht oder auch traurig was auch immer oder wütend er geht ganz anders raus und ganz oft ist so dieses hey cool.

00:36:41: danke dass ich das einfach heute mal so für mich mitnehmen konnte und auch demjenigen, das Gefühl mitzugeben.

00:36:48: Der ist ganz viel Gutes in deinem Leben!

00:36:50: Und ganz wie du durch deinen eigenes Handeln eher letztendlich erreicht hast oder wo du was zu beigetragen hast.

00:36:57: Deswegen finde diese Methode mega gut.

00:37:00: Ja, ich mag sie selbst auch.

00:37:01: Das war wirklich

00:37:03: absolute Game-Changing weil als wir bei der Airfurcht ankamen, guck mal, kriege ich jetzt schon wieder Gänsehaut.

00:37:07: Ich habe noch nicht mal angefangen zu erzählen.

00:37:09: Funktioniert jedes Mal... daran erinnert, wie ich Tilly durch verschiedene Dinge begleitet habe.

00:37:17: Als erstes mal Wäuter erleben wenn dein Kind schreit wie am Spieß und du dabei bist.

00:37:21: das erste Mal Bobert und Füße erleben wo der schreiht wie am spieß und nachher Schöpft einschläft.

00:37:27: Und dabei sein und es aushalten mit ihm und wieder Sicherheit geben so beschissen wir die Situation war und dieses Momentum von Der guckt mich an und da ist Liebe und Das ist mein kind Genauso wiedergekommen ist, auch mit dem Down-Syndrom.

00:37:43: Ist der total richtig?

00:37:45: Das ist einer meiner stärksten Erfolgsmomente und wir sind da in diesem Coaching durch und ich hab das gespürt und ich habe gespürt du bist nicht willendlich gemeint zu deinem Kind Du bist einfach krass überfordert mit der Situation.

00:38:00: Ja Und du kannst Dinge mit dem aushalten und du kriegst das hin, du hast es schon hingekriegt!

00:38:04: Du schaffst das wieder.

00:38:05: und Ich habe dass der Klientin diese Woche halt auch erzählt weil's da einen ähnlichen Stress gab.

00:38:09: und Es war wirklich so.

00:38:11: Als das ab dem nächsten Tag wieder passierte, war die Situation der Stresskurs der Gleiche.

00:38:16: Der kam erst mal und dann gab es so einen Erinnerungsmoment im Kopf.

00:38:20: Ich habe den hinten im Rückspiegel gesehen, hab den angeguckt, hab gemerkt ... Hey wir sind gerade auf dem Weg zur Kita!

00:38:26: Hier ist eine Dorfstraße, wir sind in einer Minute da.

00:38:30: Es gibt keine sofortige Handlungsnutz.

00:38:33: Unfall kann überall passieren, ne?

00:38:34: Also wer mich jetzt schassen will für oh Gott.

00:38:37: sie hat ihr Kind unangeschneidende Minute mit sich rumgefahren.

00:38:39: Ihr dürft das gerne tun.

00:38:41: Und ich bin da auf dem Parkplatz bei dem Kindergarten gefahren, bin nach hinten gegangen, hab den Anschneider genommen.

00:38:46: Hab ihn in Ruhe angeschnallt und habe gesagt Ich schnalle dich ab!

00:38:50: Habe ihn abgeschnallte rausgenommen mit reingenommen.

00:38:54: Das haben wir zwei drei vier Tage lang so gemacht und dann hat es einfach aufgehört.

00:39:00: Es hat einfach auf gehörten kriege ich auch jetzt schon wieder Gänsehaut beim Erzählen.

00:39:06: Ist bis heute für mich einer der zentralsten Punkte, warum ich mit Emotionscoaching arbeite?

00:39:10: Weil dieses es wieder verfügbar machen zu merken du handelst nicht aus deiner eigenen Bösartigkeit über Lastung oder Forderungen Schwäche heraus sondern aus einem momenthaften Stress erleben was Du verändern kannst.

00:39:23: und das ist

00:39:25: bis heute immer wieder magisch.

00:39:27: Ja, es macht einfach so viel.

00:39:29: Es verändert auch so viel, also gerade für Eltern gibt einem das einfach soviel mehr Handlungsspielraum auch.

00:39:38: Wir machen ja den Stress letztendlich nicht komplett weg der Stressempfindung wenn wir nicht weg.

00:39:42: aber wir geben... oder wir noch nicht mal, wir arbeiten mit den Klienten und wir öffnen, wir machen einen Raum auf mit neuen Handlungsmöglichkeiten oder mit der Kenntnis auf.

00:39:55: ich könnte's vielleicht beim nächsten Mal auch nochmal anders probieren.

00:40:00: Und das passiert

00:40:01: ja total intuitiv?

00:40:02: Genau

00:40:03: und ich glaube, dass ist eigentlich fast in jedem schon angelegt.

00:40:06: Da reden wir auch oft drüber, dass man einfach merkt... Ich glaube keiner hat die Absicht jetzt eine schlechte Mutter ein schlechter Vater was immer zu sein.

00:40:13: und man isst auch nicht ne absolut schlechte Muttern nur weil einem mal der Geduldsfaden in dem einen Moment reißt.

00:40:20: Man denkt das dann ganz oft, weil das dann finde ich so viele schöne Momente auch überschattet.

00:40:24: Aber das ist man ja gar nicht.

00:40:26: Und ich finde, da war dann auch noch mal den Zugang zuzufinden und die Möglichkeit diese Situation für sich wahrzunehmen, aber vielleicht doch anders zu bewerten oder auch zu sagen ... Ja gut, bisher habe ich immer so reagiert, aber ich könnte jetzt doch auch mal anders reagieren und es mal ausprobieren.

00:40:41: Ich hab mittlerweile oft den Moment mit dem Thema Eingewöhnung, dass ich denke, ich probier's einfach mal aus!

00:40:48: Ich probiere es mal auf eine andere Art und Weise aus.

00:40:51: Es funktioniert oder es funktioniert nicht, wenn's nicht funktioniert muss ich ja noch mal weiter gucken.

00:40:55: Aber trotzdem, also ich finde das auch manchmal spannend dass man auf eine andere Art und einfach mal zu schauen Ja welche Möglichkeiten habe ich denn noch anstatt direkt irgendwie genervt zu sein?

00:41:05: Oder direkt auch irgendwie mal lauter zu werden oder was auch immer?

00:41:09: so also funktioniert nicht immer und es gibt auch nach wie vor Tage wo es wo es nicht klappt.

00:41:14: aber Ohne das Emotionswissen sage ich auch ganz klar, da ohne die Erfahrung selbst bei mir gemacht zu haben.

00:41:23: Wäre ich glaube in vielen Momenten nicht immer in der Lage erstmal wahrzunehmen was ist denn da gerade und wie möchte ich jetzt handeln?

00:41:32: Eine Entscheidungshoheit zu behalten.

00:41:34: Das haben wir gestern zum Beispiel auch mit den Müttern gehabt wo so war.

00:41:38: Ich will dass mir das nicht mehr passiert Und wo ich dann gesagt habe das kann nicht das Ziel sein Doch ich will, dass es nicht mehr passiert.

00:41:45: Ja das ist richtig!

00:41:46: Dass du das nicht mehr willst aber der Gedanke von Ich Will Nicht Das.

00:41:49: Es Passiert Der bringt dich in die Kontrolle In Die Schadhafte dysfunktionale Kontrolle Von Es.

00:41:55: Darf Mir Nicht Passieren?

00:41:57: Ich religiere mich noch mehr nach unten, dass das nicht passieren darf und das macht den Stress im Nervensystem viel viel größer.

00:42:02: Und dann habe ich gesagt wie willst Du denn gerne in der gleichen Situation Sein?

00:42:07: ja ruhiger ich würde gern Mir klar ist, dass das noch nicht immer gelingen kann mit meinem Kind.

00:42:14: Dass ich da vielleicht anders drauf zugehe und habe gesagt was gäbe es noch für Möglichkeiten?

00:42:18: Wie könntest du noch darauf zugehen?

00:42:19: Ich könnte es erklären.

00:42:21: Wenn ich keine Lust hab bis zu erklären dann würde ich mich einfach erst mal daneben setzen und würde den Gegenstand einfach dann mit betrachten oder mir etwas dazu erzählen lassen so.

00:42:28: Ich würde vielleicht in Verbindung treten Was gibt's nach für eine Möglichkeit?

00:42:32: Und das Spiel treiben wir weiter weiter weiter.

00:42:34: warum machen wir das?

00:42:36: Unser Gehirn ist ja manchmal doch leider recht einfach gestrickt.

00:42:39: Und das ist auch ein Thema von Resilienz, wenn wir nicht die Erfahrung von Resiens gemacht haben von ich kann selber einen anderen Einfluss auf diese Situation nehmen dann wird das Programm im Gehirnt immer wieder das gleiche bleiben weil es in dem Moment nämlich etwas befriedigt nämlich diesen Ärger auch explodieren zu lassen.

00:42:57: der muss irgendwo mal kurz hin.

00:42:59: Wenn ich aber den Ärger in Selbstwirksamkeit fließen lassen kann und sagen können, ich probiere es anders.

00:43:03: Und ich erlebe mich darin, dass das mir gelingt.

00:43:04: Da haben wir ja zwei Sachen.

00:43:06: Ich bin erst jetzt dankbar, dass es mir gelungen ist.

00:43:08: Vielleicht erleb' ich sogar noch Mitfreude mit meinem Kind weil es nicht angeschnauzt wurde von mir.

00:43:12: Obwohl es das ja nicht weiß, dass die Option gewesen wäre vielleicht angeschraut zu werden.

00:43:17: Dann erleb', ich halt auch noch so ein Stolzmoment von Boah!

00:43:19: Ich hab's wirklich geschafft.

00:43:20: Das ist halt nichts zu unterschätzen, dass wir anfangen dürfen, lösungsorientiert auch emotionalerweise über uns selber zu denken im Sinne von, es darf mir nicht mehr passieren hinzu.

00:43:31: Wie will ich das sich skrilligen lassen kann?

00:43:33: Ja, so ist ja ein absoluter Perspektivwechsel.

00:43:36: Es ermöglicht da auch wieder den Zugang zu auf der einen Seite Ressourcen aber auf der anderen Seite eben zu einem neuen Handlungsspielraum.

00:43:46: also was ich eben gesagt habe und ich finde dass es so lebensverändernd tatsächlich wenn man's dahin schafft Weil ich finde auch das, was du gerade beschrieben hast.

00:43:55: Wenn ich auf einmal merke ... Ich hab das geschafft!

00:43:57: Wow, die Situation mit meinem Kind war ganz anders.

00:44:00: Bin voll stolz auf mich oder auch die Verbindung zu meinem Kind, weil in der Situation eine ganz andere motiviert.

00:44:06: Das ja wiederum auch für Folgehandlungen.

00:44:09: So,

00:44:09: bis dann noch mal in einer weiteren Situation irgendwie auszuprobieren und dann festigt sich das ja auch wieder.

00:44:14: und Dann kann ich mich noch gut daran erinnern, als ich damals bei dir im Coaching war, dass du auch von Autobahnen im Gehirn gesprochen hast.

00:44:21: Es gibt den Feldweg

00:44:24: und die Autobahn.

00:44:25: Genau, dadurch das wenn wir viele Dinge in unserem Leben immer wieder wiederholen ist ja bei Verhaltensweisen aus so dann ist sie sehr festgefahren.

00:44:32: Das heißt aber nicht, dass man es ja nicht verändern kann.

00:44:39: Also das geht ja nicht, ich mach's einmal.

00:44:40: Dann ist die Autobahn, hab' ich jetzt eine andere Autobahn sondern dass man das immer wieder wiederholen muss.

00:44:45: aber irgendwann wie mit Gewohnheiten ist diese Autobahn dann da und die verändert einfach ganz viel wieder auch in Positiven.

00:44:52: also da muss ich ganz oft dran denken.

00:44:53: Ja weil

00:44:53: du einfach hier auf einen schnelleren Zugriff drauf hast Du kannst halt schneller drauf fahren und so handeln wie du es möchtest und ich glaube das ist ein ganz riesiger Effekt der da irgendwie spürbar ist verändern kann in Situationen, wo man glaubt das es nicht geht.

00:45:09: Hey ich danke dir für dieses super schöne Gespräch heute!

00:45:11: Ich hoffe dass ihr beim Zuhören ganz viel mitnehmen konntet.

00:45:14: Ich glaube da steckt super viel drin und wir wünschen euch an der Stelle einfach, dass ihr den Mut habt hinzugucken.

00:45:21: was ist schon vor der Situation da gewesen?

00:45:24: Was euch einfach Ressourcen gekostet hat und in welches gute Gefühl müsstet ihr vielleicht mal wieder eintauchen um sie weder zu haben?

00:45:31: Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Ausprobieren Eine schöne Beziehung mit euren Kindern und vor allem mit euch selber.

00:45:37: Danke, dass du heute da warst und dir Zeit genommen hast, Aline!

00:45:40: Danke,

00:45:41: Inni.

00:45:41: Und das was Inni gesagt hat, das wünsche ich euch natürlich auch.

00:45:44: Bis ganz bald.

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