#6 - Alltag teilen mit Ini & Nina

Shownotes

In der heutigen Folge 'Alltag teilen mit' wollen Nina und ich mit dir darüber sprechen, was wir wirklich brauchen, wenn wir eine Diagnose erhalten.

Wenn wir Unsicherheit mit unseren Kindern empfinden und Herausforderungen im Alltag gegenüberstehen. Oft ist es nicht das, was wir im Außen sofort angeboten bekommen und was einfach aussieht, sondern das, was sich in einem stetigen Prozess auch über das Unangenehme hinweg entwickeln muss.

Viel Freude beim Zuhören, beim Reinfühlen und Verstehen.

Alles Liebe Ini & Nina

Mein Name ist Ini Martius und ich bin Emotions Mastercoaching für pflegende Elternteile und Paare. Um Austausch, Impulse und das Arbeiten an deinen Themen an einem digitalen Ort zu vereinen, habe ich 2025 die "ausserordentlich & glücklich - Akademie" gegründet.

Im Podcast nehme ich dich mit in meine Erkenntnisse und Prozesse, sowie in emotionale Interviews mit GästInnen, die selbst eine außerordentliche und glückliche Lebensgeschichte mit dir teilen. Falls du Fragen an mich hast oder dir auch Begleitung und Unterstützung wünschst, wende dich an hallo@ausserordentlichgluecklich.de

Wir freuen uns, dich und deine Geschichte kennenzulernen!

Dieser Podcast ist eine Produktion der außerordentlich & glücklich-Akademie 2026

Idee: Irina Martius Konzeption: Irina Martius & Nadine Querfurth Produktion / Schnitt / Gäste-Management: Nadine Querfurth (@nadinequer)

Instagram: @ausserordentlich_gluecklich

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen bei außerordentlichem Glücklich, dem Podcast über das echte Leben.

00:00:14: Seine Herausforderung und wie man das Glück darin findet!

00:00:18: Mein Name ist Inni Marzius.

00:00:20: ich bin Emotionscoachin und die Stimme hinter der gleichnamigen Akademie, dem Insta-Account & Blog.

00:00:38: wenn wir eine Diagnose erhalten, wenn wir Unsicherheiten mit unseren Kindern empfinden oder Herausforderungen im Alltag gegenüberstehen.

00:00:46: Und vielleicht ist es manchmal nicht das was im Außen sofort angeboten und einfach aussieht sondern dass was sich in einem stetigen Prozess auch über das Unangenehme hinweg entwickeln muss.

00:00:57: Viel Freude beim Zuhören, beim Reinfühlen und beim Verstehen!

00:01:09: Hallo, liebe Nina.

00:01:12: Ich find's ja so schön, wie ich mich wie blöde Freue lasse.

00:01:15: für uns heute mal wiedersehen!

00:01:18: Geht mir genauso... Ja es wurde Zeit ne?

00:01:21: Es wurde wirklich Zeit.

00:01:24: Du warst im Urlaub.

00:01:25: bei uns ist ganz viel los Super viele Feiertage.

00:01:28: Heute hast du Feiertag, ich nicht Und wir nutzen die Zeit um heutene Folge Alltag teilen mit aufzunehmen und ich freu' mich ganz sehr.

00:01:34: Und wir nehmen die so ein bisschen auf, weil mir ist in letzter Zeit oft was aufgefallen.

00:01:38: Dann hab ich dir als meiner Freundin Nachrichten geschickt und gesagt, sieh mal, merkst du das auch?

00:01:42: Und du immer so ... Boah ja!

00:01:43: Das hat mit einem Erleben zu tun in unseren verschiedenen Bubbeln, in denen wir unterwegs sind.

00:01:49: Mhm.

00:01:50: Ich würd gern heute mal mit dir anfangen in der pflegenden Elternbubble.

00:01:53: Denn wenn ich mich zurück erinnere, als ich Tilman auf die Welt gebracht habe und pflegende Mutter geworden bin da ist nicht alles wie bei anderen Eltern, hatte ich natürlich Angst.

00:02:06: Und du kannst gerne gleich mal erzählen, wie das bei euch war, aber ich erinnere mich vor allem noch an den Moment wo der Arzt sagte, passend auf wir zählen jetzt mal nach ob da irgendwo was doppelt ist bei dem Gehen und ich ihn dann sehr an die Wand stellen wollte, nach was wir denn da suchen?

00:02:20: Nach einer Trisomie?

00:02:21: Dann hat er gesagt, wir gucken uns das wirklich in Ruhe an, was es ist.

00:02:24: Fahren sie jetzt erstmal nach Hause tun sich den gefallenen Google nicht.

00:02:29: Hat so semi-gut funktioniert, würde ich sagen?

00:02:31: Das

00:02:31: habe ich mir jetzt fast gedacht!

00:02:34: Wir haben natürlich gegoogelt und haben erst mal gemerkt da gibt es eine ganze Welt die wir gar nicht kennen ganz viele Trisomien und ganz viele Gendefekte, die uns gar nicht so bewusst waren und plötzlich war die Angst viel größer.

00:02:47: Und was wir brauchten, war das Gefühl von des Leben entgleitet uns nicht.

00:02:52: Und das haben wir uns gesucht indem wir Orientierung finden wollten.

00:02:56: online gemacht, es gab auch von unseren Verwandten welche die uns sofort Videos geschickt haben oder Dokumentationen über Menschen mit dem Down-Syndrom oder anderen Gendefekten.

00:03:05: Um uns ein bisschen aufzuzeigen hey da ist ein schönes lebendiges ohne eingeschränktes Leben immer noch total möglich für euch.

00:03:13: und jetzt interessiert mich natürlich heute erstmal bevor wir auf die Bubble zu sprechen kommen wie das bei dir so war als Miller mit der Diagnose und mit Frühchen da sein.

00:03:22: Ich

00:03:22: muss gerade echt mal überlegen, weil ich immer wieder merke, dass mir teilweise so Bruchstücke wie so fehlen auch aus der Zeit.

00:03:30: Was

00:03:31: verständlich ist, weil es einfach alles viel zuviel war und das System kann eben nur einen Teil aufnehmen.

00:03:36: So zumindest bewusst.

00:03:38: Unbewusst ist natürlich alles gespeichert.

00:03:41: Wir haben auch nicht gewusst, wie das überhaupt alles werden soll?

00:03:44: Weil wir sind quasi mit der Diagnose beidseitigen Hirnblutungen entlassen worden aber keiner hat uns gesagt was es für Auswirkungen hat.

00:03:52: Also die haben einfach immer nur gesagt, das kann von bis gehen und mein Gedanke war damals hoffentlich wird mein Kind an dieser Welt teilhaben können irgendwie so... Das war sehr stark!

00:04:04: Wie geht mein Leben überhaupt weiter?

00:04:06: Haben wir überhaupt noch ein

00:04:07: Leben?!

00:04:07: So hat sich's eher angefühlt so.. Haben wir überhaupt noch einen Alltag der in irgendeiner Art und Weise demgleich wie wir ihn vorher hatten oder wie wir uns den gewünscht hätten?

00:04:20: Genau, für mich war schwierig dieses, dass man überhaupt gar keinen Anhaltspunkt bekommen hat.

00:04:25: Sondern da war einfach nur die Diagnose und das hatte aber keiner was gesagt!

00:04:30: Also kein Ansatz von.

00:04:31: vielleicht wird sie sprechen können?

00:04:33: Vielleicht wird sie laufen können?

00:04:35: Gar nichts.

00:04:36: es war eigentlich eher immer sehr... Für mich negativ belastet.

00:04:40: Wahrscheinlich hätten Sie's auch nicht gekonnt ne?

00:04:42: Es hätte keine an die Glasskugel gucken können.

00:04:44: Genau

00:04:45: heute ist mir das natürlich klar weil heute kenne ich auch so das Ausmaß von dem, was eben alles sein kann und was auch nicht.

00:04:52: Das ist mir heute natürlich bewusst.

00:04:54: Damals habe ich natürlich irgendwas gesucht, woran ich mich klammern kann und hatte dann eine Freundin, deren Sohn sogar noch viel früher nämlich in der vierundzwanzigsten Woche auf die Welt gekommen ist und er sich aber dann einfach richtig gut entwickelt hat.

00:05:08: Ich sage es jetzt einfach mal so... Und das hat mir so ein bisschen Hoffnung gegeben?

00:05:11: Ja genau!

00:05:13: Und mit dem Google... Das heißt, es

00:05:14: gab ein ganz reales Beispiel wo du so gefühlt hingucken konntest.

00:05:17: Es gab ein reales Beispiel genau.

00:05:20: Und mit den Googlen?

00:05:22: Ja klar!

00:05:22: Also ich meine das hat man zu mir auch gesagt Ich habe damals auch tatsächlich ein bisschen gegoogelt aber nie sehr viel muss ich sagen.

00:05:29: also ich hab mich da echt zurückgehalten weil ich einfach zuviel krasses gelesen haben ja und dass nicht einsortieren konnte

00:05:37: So wie du gerade sagst, so wie die Ärzte sich auf nichts versteifen konnten was da kommen kann oder nicht.

00:05:43: Hätte auch Google da gar nicht konkret sein können?

00:05:45: Du hättest ja die unfassbare Bandbreite von allem einfach

00:05:49: rein gezogen und das war viel zuviel in Kombination.

00:05:51: also früh geboren plus eine Hirnplutung und und und... Also da kam ja so viel zusammen dass selbst ich das gar nicht so ganz verstanden habe, was jetzt überhaupt im Endeffekt die Diagnose ist.

00:06:02: Die steht da zwar auf dem Zettel aber was bedeutet das jetzt so?

00:06:05: Ja und es war schwierig und das ist heute teilweise immer noch bei mir.

00:06:08: also man kann mich jetzt nicht alle Diagnosen direkt abfragen.

00:06:11: Da bin ich irgendwie nicht so drinne!

00:06:13: Ich weiß natürlich des Grundlegendes schon aber ja es hat halt nicht so viel verändert.

00:06:17: weißt du selbst wenn ich jetzt etwas gelesen hätte hätt ich ja immer noch angezweifelt dass in diese gute Richtung gehen kann.

00:06:24: Wie hast du

00:06:24: für dich gesorgt, Orientierung zu finden?

00:06:26: In diesem nebulösen und ziemlich weit gefassten Raum von ist alles bis nichts möglich.

00:06:31: Ich hab mich so ein bisschen abgeschottet würde ich sagen Ja Ich würde sagen das war meine Orientierung.

00:06:36: ja ich habe mich ganz sehr immer wieder daran orientiert was

00:06:41: jetzt

00:06:42: gerade ist.

00:06:43: irgendwie habe ich das hingekriegt also natürlich nicht immer Und es hatte auch damit zu tun dann irgendwann zu verstehen egal was ich da jetzt alles lesen werde.

00:06:53: Es

00:06:53: wird halt nie zu hundert Prozent einfach auf mein Kind zutreffen, weil es ist ja nicht ein Schema F, das wir überall drüber stülpen können.

00:06:59: Irgendwie kam das nach einem Dreivierteljahr oder so bin ich da gewesen.

00:07:04: Am Anfang war's natürlich alles nur absolut maximal überfordern, weil ich überhaupt nicht wusste wo geht die Reise hin und weil sie dann auch direkt losging mit Therapien und Ärzten und hin und her.

00:07:17: aber die Orientierung haben mir die halt auch nicht geben können Und im Außen gab es da wenig.

00:07:22: Also wie gesagt, ich habe mich mit der einen Freundin dann ausgetauscht.

00:07:25: Das hat mir einfach gut geteilt mit meiner Hebamme.

00:07:28: Das war wichtig für mich einfach.

00:07:30: Die hat mich lange, lange bekleidet sogar zwei, weil das eine Familienheb-Ampraxis sozusagen ist, mit mehreren Generationen und da hab' ich mir eigentlich Orientierung gesucht.

00:07:40: Also mehr direkt bei Menschen?

00:07:42: Voll gut!

00:07:43: Voll gut auch dass du so schnell Also ein Ja ist einfach schnell.

00:07:48: Für dich gemerkt hast, wenn ich hier bin und drauf gucke sehe ich das was da ist und nicht der Schreck gespinzt was da sein könnte.

00:07:57: Und ich habe dir gerade zugehört und hab gemerkt wir haben wieder eine interessante Ähnlichkeit an der Stelle weil wir haben zwar an diesem Tag wo wir dann nach Hause geschickt wurden gegoogelt aber danach war es relativ schnell vorbei weil wir gemerkt haben dass bringt uns hier gar nichts.

00:08:12: also solange wir nicht wissen was da am Ende von diesem Genetest rauskommt Können wir uns jetzt super viele Dinge anlesen, auch über eine verfrühte Sterblichkeit unseres Kindes.

00:08:21: Und damit wollen wir uns nicht konfrontieren?

00:08:23: Das war eine klare Entscheidung!

00:08:24: Wir wollen uns damit nicht konfrontieren solange das noch nicht im Raum steht.

00:08:28: Um nicht zu verpassen, auch so gut es geht, psychisch stabil am Bett unseres kindes zu sitzen.

00:08:35: Ja, das ist ja genau das was im Endeffekt gebraucht wird in diesem Moment.

00:08:38: Ja

00:08:39: und was wir ja auch irgendwie brauchen.

00:08:41: Ich glaube dass dann so ne Entwicklung eintritt.

00:08:44: Als ich dir gerade zugehört habe, war mir das irgendwie sehr bewusst.

00:08:47: Wir öffnen uns mit dem Heranwachsen unseres Kindes immer mehr Räumen.

00:08:53: Da kommen immer mehr Menschen an unser Kind dran, seien es Therapeuten.

00:08:57: Die Idee von wo geht's mal in eine Kindertagesstätte oder in den Kindergarten?

00:09:02: Wie kann das aussehen?

00:09:03: und damit glaube ich passiert so ein neues Stadium weil wir nämlich zumindest für meinen Fall kann ich sagen, dass wäre spannend gleich bei dir zu hören wie das war dann erst kam so an mich ran müsste ich hier mehr mit pflegenden Eltern unterwegs sein, an denen ich mich wirklich gut orientieren kann.

00:09:22: Und ich kann dir nicht so richtig beantworten, weshalb ich das nicht hatte?

00:09:26: Ich habe das nicht so sehr gemacht!

00:09:28: Jetzt bin ich allerdings durch meinen Beruf heute natürlich viel, viel mehr damit in Berührung zu sehen was da so ein Content... generiert wird, was da nach außen gegeben wird.

00:09:37: Welche Einblicke man teilt, welche Sorgen und Ängste man teilen.

00:09:41: Und das hat mich alles damals nicht getroffen und ich merke gerade echt akut wie dankbar ich dafür bin, dass ich damit nicht so im Kontakt war.

00:09:48: Wie war das bei dir?

00:09:49: Wann bist du mehr mit pflegenden Eltern in Kontakt gekommen?

00:09:53: Was hast du da vielleicht gesucht oder gefunden oder auch nicht gefunden?

00:09:58: Was hättest du dort gebraucht?

00:09:59: Ich habe damals eine der Diagnosen tatsächlich mal gegoogelt auf Instagram.

00:10:06: Und eine periventrikuläre Leukomalazi, heute kann ich sie flüssig aussprechen!

00:10:12: Damals habe ich immer nur gedacht was wollen die von

00:10:14: mir?

00:10:15: Also das habe ich eingegeben und habe eine Mama gefunden mit der ich heute noch Kontakt habe.

00:10:20: Sie wird uns auch zuhören.

00:10:21: Ich schicke liebe Grüße raus.

00:10:24: Unsere Kinder haben einen sehr ähnlichen Staat gehabt.

00:10:28: Mit ihr habe ich Kontakt aufgenommen und sie wohnt ne Stunde von hier entfernt.

00:10:31: Was für ein Glücksfall.

00:10:32: Wir haben seit dem Kontakt.

00:10:34: Und noch eine Mama, die wird hier wahrscheinlich auch zu hören.

00:10:37: Die wohnt auf nur ne dreiviertel Stunde von mir entfernt und wir haben bis heute auch Kontakt.

00:10:42: Wow!

00:10:42: Und diese beiden habe ich über Instagram quasi gefunden.

00:10:46: so mit denen hab' ich wie gesagt heute wir sind sehr freundschaftlich des Verhältnis auch und tauschen uns viel aus.

00:10:53: ja und das war's

00:10:55: tatsächlich Du hast eigentlich ganz gezielt gesucht?

00:10:58: Ja Das wurde bedient mit etwas was für dich total greifbar war.

00:11:02: Was hast du da gebraucht in dem Kontakt mit den beiden?

00:11:05: Was war vielleicht so dein Wunsch, den du irgendwie hattest unbewusst oder bewusst.

00:11:08: Also zum einen war es erst mal so dieses okay wir sind damit nicht alleine und dann eben auch Austausch von Möglichkeiten die es gibt oder auch nicht gibt.

00:11:19: damals ging's dann halt auch noch um Therapie intensivtherapien und sollte geschichten Und einfach ja ich glaube das war einfach jemanden der versteht von was ich spreche Wo ich nicht so viel erklären muss erst mal, sondern da war es einfach schon klar.

00:11:34: Ich erzähle davon und das wird verstanden.

00:11:37: Das war halt dieser menschliche Austausch im Endeffekt.

00:11:40: Natürlich habe ich auch ganz viel gesehen.

00:11:42: wenn du dann ja mal eintrittst in diese Bappel.

00:11:45: Da siehst du ja dann auf einmal kriegst du ja unglaublich viel reingespielt.

00:11:49: Ich hab ganz schnell gemerkt dass mir das überhaupt nicht gut tut und dass ich auch nicht daran interessiert bin alles von dem Leben anderer mitzubekommen.

00:11:57: tatsächlich Weil ich gemerkt habe, ich übertrage davon zu viel auf mich und mein Kind.

00:12:04: Ja!

00:12:05: Also das hab' ich halt einfach gemerkt und es geht mir bis heute so und habe da ganz schnell für mich Grenzen dann gezogen was... Ich reinlasse und was nicht weil's mich einfach überrollt hat und ich ja auch gemerkt hab', dass macht mich total Also es bringt mich ja total raus immer wieder.

00:12:21: Ich krieg ja ständig wieder neun Impulse, noch einen und noch einen ... Und konnte irgendwann gar nicht sortieren.

00:12:27: was davon ist mir denn dienlich?

00:12:29: Was brauch ich denn überhaupt?

00:12:30: Was ist denn jetzt wirklich wichtig für mein Kind und für mich?

00:12:34: Deswegen hab' ich da eigentlich... Das mache ich auch bis heute.

00:12:37: tatsächlich trotz dass ich mit pflegenden Eltern arbeite halte ich den Rahmen so ein bisschen für mich gesteckt.

00:12:44: was ich konsumiere sage ich jetzt einfach mal und wo ich mehr Informationen hole und wo nicht

00:12:48: kann ich wahnsinnig gut verstehen.

00:12:50: Und ich frag mich grad, ob wir damit so ein bisschen Einhörner sind in dieser Runde?

00:12:55: Könnte sein!

00:12:55: Weil ich schon die Erfahrung mache und dadurch das sich das so gut bei mir lassen konnte... Dadurch dass ich so gut für uns gucken könnte, was braucht Tilly?

00:13:07: Was brauche ich, damit ich damit zurechtkomme?

00:13:09: Das ist mir nicht immer gelungen, ne?

00:13:10: Kann ich auch gleich noch mal etwas zu erzählen.

00:13:12: Aber dadurch, dass ich das gut konnte, hatte ich das Bedürfnis nicht danach zum Beispiel mich ... WhatsApp-Gruppen großanzuschließen oder Selbsthilfegruppen, und zwar nicht weil ich das innerlich total ablehne.

00:13:23: Ich hatte das Bedürfnis nicht.

00:13:25: Es gab nichts was sich dort holen wollte außer vielleicht genau das was du sagst.

00:13:29: so da versteht mich jemand.

00:13:31: Da hat jemand die gleiche Sprache.

00:13:32: ich muss nicht alles erklären und es ist man kommt sich nicht so fremd vor im eigenen Leben so ne?

00:13:36: Das ist natürlich eine angenehme Sache.

00:13:38: Ich habe nur schnell in solchen Gruppierungen halt auch gemerkt.

00:13:41: Es wurden Dinge an mich herangetragen die nicht meiner Haltung nicht meine Handlungsweise entsprochen haben.

00:13:46: Also, nehmen wir mal nur und du hast es eben angerissen das Spielfeld fördern.

00:13:52: Intensivtherapien!

00:13:53: Und wir sind in unserer Familie damit einerseits wirklich von uns heraus relativ gelassen und glaube trotzdem wir machen da einen guten Job?

00:14:02: Das kann ich aber auch erst heute so sagen.

00:14:04: damals war's oft dann so dass sich dachte krass ich mache überhaupt keinen guten Job.

00:14:09: Die fahren hier überall hin Die haben lauter Material zu Hause, das habe ich noch nie gesehen.

00:14:14: Ich weiß gar nicht wie ich das mache.

00:14:15: Ich kriege meinen Kind die so lang an den Tisch um mit dem in der Art zu arbeiten.

00:14:19: All das hat ganz viel Stress ausgelöst und ich hab dann erst gemerkt, so wie du es eben auch geschildert hast dieses Merken von ich hol mir hier was rein?

00:14:29: Was gar nicht mein Stress ist!

00:14:32: Und das ist natürlich was, wo ich heute auch ganz anders draufgucke.

00:14:35: Weil ich weiß, klar sind wir Resonanzwesen!

00:14:37: Wir spüren in einem Beitrag, wo eine Mutter mir sagt, boah, das fördern finde ich voll wichtig und es hilft total viel... Die hat sicherlich eine total positive Motivation darin, die will aber auch dass ihr Kind gut vorankommt.

00:14:49: Ob dahinter ne Angst liegt?

00:14:50: Dahinten ne Freude am

00:14:51: Lernen?!

00:14:52: Das weiß ich alles nicht!

00:14:53: Aber es wird auf ne Resonanztreffen bei mir ... In Lernbefürwortung und in Lernumfang.

00:15:00: Und wenn das bei mir auf die Angst trifft von ich mache nicht genug oder mein Kind ist nicht weit genug, dann habe ich ein Problem.

00:15:07: Was eigentlich gar nicht meins war und das sehe ich halt hochgradig kritisch mal ganz unabhängig davon dass sich bis heute immer noch einen kritischen Bezug dazu haben was ich für mich ganz subjektiv okay finde wie viel Einblick ich in das Leben anderer bekomme.

00:15:21: Wie ist es manchmal einfach zuviel?

00:15:23: Kann ich verstehen.

00:15:24: Also zu viel Detail.

00:15:25: auch Ich weil ich immer so denke Und ich hab vor kurzem auch noch mal mehrere Reals zu dem Thema gesehen.

00:15:31: Auch ne Amerikanerin, die hatte ganz toll erklärt und ich fand das sehr authentisch zu dem Content den sie so kreiert, den ich sehr gut angucken konnte, wo sozusagen wurde ... Hey es geht nicht darum dass sich die Persönlichkeitsrechte meines Kindes verletzen will und es ganz offensiv zeigen möchte.

00:15:46: aber ich möchte eben schon auch zeigen dass wir ein ganz normales Leben haben und dass das Freude macht um vielleicht auch Mut zu machen für andere Darin gehen Verstehen, dass wir das ganz viel widerspiegelt haben als wir noch mehr über Tilman gezeigt haben.

00:15:59: Hey ihr habt ein ganz normales Leben man sieht euch nicht ständig fördern hey ihr habt voll viel Spaß ihr macht ja sogar Ausflüge.

00:16:05: Dass sich das im Rahmen unserer Familienbildung total verändert hat weil dann kam die Zwillinge Dann kam der Schreikind dann kam noch ein viertes Kind hinterher alles sehr zügig und das hat dann irgendwann keiner mehr gesehen Weil ich auch gemerkt habe da kam soviel Stress in unser Familiensystem.

00:16:19: Das wollte ich nicht nach außen geben.

00:16:21: Natürlich hätte ich trotzdem noch die vielen guten Momente, die es einfach auch gab zeigen können.

00:16:25: Dass unser Leben total normal ist und dass unser Kind mit Behinderung darin nicht das Problem ist oder zumindest nicht das Größte oder nicht das Alleinige ja?

00:16:34: Und trotzdem hättest du dich für mich nach Stress angefühlt weil ich hätte zur wie soll ich das sagen?

00:16:42: zur Befriedigung des Bedürfnisses nach alles wird gut eine Geschichte erzählt, die nicht in voller Gänze über mein Leben erzählt.

00:16:50: Ich weiß noch, ich hab zum Beispiel am Anfang auch ganz viel Content gemacht.

00:16:54: Weil ich ja damals schon Mütter begleitet habe und da war mehr Einblick auf jeden Fall in unseren Alltag.

00:17:00: Ich bin immer stundenlang mit Miller im Traktuch

00:17:02: spazieren gegangen.

00:17:03: Da gibt es unendlich viele Stories

00:17:05: von mir.

00:17:05: Viele Videos und so!

00:17:06: Wenn ich da zurückguckt ist das sehr Wahnsinn.

00:17:08: Das ist natürlich schon auch in Resonanz mit einigen gegangen aber spannenderweise nicht so sehr mit fliegenden Eltern sondern tatsächlich einfach Eltern, Menschen.

00:17:19: So die dann gesagt haben ah ich find's total gut dass du unseren Einblick da rein gibst in deine Lebensrealität weil wir uns vieles gar nicht vorstellen können.

00:17:27: Ja das wo ich dann so dachte ja okay das ist gut weil ihr seht einfach wie es halt auch anders geht.

00:17:33: aber es heißt halt nicht dass sich jetzt die ganze Zeit von allem sprech was super toll läuft oder von allem Sprech was irgendwie total schlecht ist und mich belastet.

00:17:40: also ich wollte immer eigentlich neutral und realistisch halten, sagen wir mal so.

00:17:46: Ja, verstehe ich.

00:17:46: Ohne

00:17:47: diesen vierundzwanzig Stunden einen Blick zu geben was hier alles passiert.

00:17:51: Und ohne diesen Entertainmentanspruch

00:17:52: für mich?

00:17:53: Genau!

00:17:53: Weil was mache ich denn damit?

00:17:55: Ich bin ja die ganze Zeit im Außen.

00:17:56: Total.

00:17:56: Ich möchte nicht die ganzezeit im Außenseiten... ich möchte hier in meinem realen Leben sein, das ist wichtig.

00:18:02: Das passiert aber wenn allem beschäftigen was da so los ist und das alles anziehen, dann ziehen wir natürlich Positives genauso aber auch wie diese negativen Geschichten rein.

00:18:11: Dann sitzt du im Endeffekt darin kannst es vielleicht gar nicht mehr sortieren.

00:18:15: Was ist denn

00:18:16: dir?

00:18:16: Was ist euch also?

00:18:17: wie soll ich jetzt gerade sagen... Also was gehört wirklich mir davon von all den Emotionen die ich da irgendwie sehe fühle ja wir gehen immer in Kontakt.

00:18:28: Was davon ist denn jetzt wirklich das, was mir gehört?

00:18:32: Und was ist das, dass da draußen los ist?

00:18:34: und ja es schwierig tatsächlich.

00:18:36: Ich finde es schwierig.

00:18:37: also ich glaube, dass es einfach wichtig ist, dass wir immer wieder bei uns landen und ankommen.

00:18:42: Dass wir uns dann nicht so mitziehen lassen.

00:18:45: Wo du das gerade sagst, kommen wir natürlich dem Thema nahe wo rüber wir uns in der Zeit oft auch austauschen und ich merke, das hat zu zwei Ebenen.

00:18:51: Ich glaube das eine ist wenn wir unseren Alltag teilen dann ist natürlich die Öffnung für das Außen da, darauf auch Bezug zu nehmen.

00:18:59: Positiv wie negativ und das andere was es ist, dass wir ... wenn wir die Dinge aussprechen, wie's uns wirklich geht, das geben wir ja meist nicht so gern nach außen.

00:19:11: also ich empfinde es oft so Ich begleite so viele Eltern mittlerweile Und es sitzen so viele bei mir.

00:19:18: Die melden sich jetzt nicht Weil die Behinderung ihres Kindes Das allerdramatischste ihres Lebens ist.

00:19:23: Nee Weil sie Stressoren darin empfinden, dass das Kind in Verweigerung verfällt.

00:19:28: Wofür sie sogar Verständnis aufbringen können.

00:19:30: Empfinden aber den Stress, weil um sie herum drei Leute stehen von denen Sie das Gefühl haben die beobachten Sie die ganze Zeit misgünstig oder abfällig und abwertend.

00:19:39: Und dann läuft der Zukunftsfilm los von Das machen die auch mit meinem Kind wenn ich nicht mehr da bin.

00:19:43: Na?

00:19:44: Ich hab halt das Gefühl... Es gibt bei vielen pflegenden Eltern, die sich im öffentlichen Raum zeigen halt natürlich auch den Gedanken hey wir zeigen uns zum einen um anderen Eltern Mut zu machen.

00:19:54: Zum andern aber auch um allen da draußen zu zeigen Wir haben keinen beängstigen sondern ein schönes Leben und jetzt nehmen du und ich vermehrt in letzter Zeit war das sind unsere bubble Und ich sage dass jetzt so deutlich wie ich das wahrnehme damit gearbeitet wird wie viel Hass von der gesellschaft zurückkommen kann.

00:20:10: und Ich finde das erschreckend weil ich es nicht glauben kann.

00:20:14: Und auch das sage ich ganz sehr aus meiner subjektiven Wahrnehmung und Erfahrung von zehn Jahren.

00:20:18: Mutterschaft mit einem Kind, mit Behinderungen und jetzt auch mit einem Neurodivergenz ... Ich nehme den Hass so nicht wahr!

00:20:24: Ja,

00:20:25: ich auch nicht.

00:20:25: Ich nehme

00:20:26: Berührungsängste wahr.

00:20:27: Ich nehme Unverständnis wahr... Ich nehme wahr dass unser politisches und Bildungssystem völlig an den Grenzen ist und ganz viel falsch läuft.

00:20:36: Aber ich nehme den Hass gegenüber meines Kindes und der Entscheidung es bekommen zu haben und im Leben zu begleiten Nicht war.

00:20:44: Und ich frage mich dann einfach, ist diese Kommunikation im Außen?

00:20:49: Wenn ich da ganz wohlwollend hinschaue.

00:20:50: Halt der Versuch wenn ich in einer Art provokativ nach außendir oder auch das Außen damit konfrontiere dass es nicht inklusiv genug Hand hat mit mir und meinem Kind schaffe ich dadurch Dialog.

00:21:04: Das könnte ja eine positive Absicht dessen sein.

00:21:08: Aber es

00:21:09: ist der Weg!

00:21:11: Und das weiß ich nicht.

00:21:12: Stößt nicht Konfrontation wieder auf Konfrontations?

00:21:15: Kennen wir es eigentlich nicht aus dem ursprünglichen Menschsein, ja in all der Geschichte

00:21:20: total

00:21:20: konfrontation bringt.

00:21:22: also wie soll ich das sagen als ich nehmte so war wie du und mir geht es auch so.

00:21:26: Ich kann nach sieben jahren pflegender Mutterschaft Nichts sagen dass ich gegenüber meinem kind has abwehr Abneigung Ausschluss oder so erfahren habe.

00:21:36: es kann ich nicht.

00:21:37: also Es ist einfach nicht so.

00:21:38: Ja bei mir ist es nicht so.

00:21:40: Und wie du das auch beschreibst, ich merke auch natürlich gibt's vielleicht mein Verständigungsproblem.

00:21:46: Realitäten die auseinandergehen.

00:21:49: Fragen die nicht gestellt werden, die man aber mit einer Antwort dann schon vom Tisch hätte.

00:21:54: Berührungsangst, Unsicherheit – das nehme ich schon wahr!

00:21:58: Unüberlegte impulsive Aussagen nämlich auch wahr?

00:22:01: Das nehme ich auch wahr.

00:22:02: genau.

00:22:02: also ich nehm' auch... Natürlich Sachen war die ich nicht schön finde, dass ist gar keine Frage Ja Aber die nehme ich halt Nicht nur im Bezug auf Miller war, sondern die nämlich generell in meinem Leben war.

00:22:14: Also die nämlich auch für mich war oder also für mein Gegenüber.

00:22:17: und ich bin auch eine Person, die nicht ständig komplett reflektiert durchs Leben läuft und immer aufpasst was sie sagt.

00:22:24: Ich hau auch mal Sachen raus, die irgendwie anecken Ja das

00:22:28: gibt's ja gar nicht.

00:22:29: Ah

00:22:29: stellt ihr vor!

00:22:31: So ich überlege...also ich bin selten jemand der sich genau überlegt was er sagt.

00:22:36: Und ja, und auch ich habe sicherlich schon Fragen gestellt, wo ich danach dachte, war das jetzt so korrekt?

00:22:40: War das jetzt politisch korreakt oder so und so korrect.

00:22:43: Mein Gott wir sind halt Menschen!

00:22:45: Das sehe ich dann immer wieder.

00:22:48: Ich glaube schon dass... Manchmal mache ich ja auch mal einen Post der ein bisschen anpeaksst möchte ich jetzt mal sagen.

00:22:57: Das mache ich auch schon mal gerne.

00:22:59: Und ja, da steht schon der Wunsch hinten dran irgendwie... Ich glaube es ist der Wünsch auch gesehen zu werden in der Gesellschaft dabei zu sein?

00:23:07: In der Mitte mit drin zu sein kein Rand zu sein.

00:23:09: das ist schon da und der Wunscht nach Kommunikation auch.

00:23:14: Und trotzdem stelle ich natürlich fest oder denke ich für mich dass diese Art der Konfrontation das nicht lösen wird Weil wir gar keinen Spielraum, weil es kommt... was kommt zurück?

00:23:25: Es kommt natürlich von der anderen Seite entweder eine Abwehr.

00:23:28: Die machen dicht oder eine direkte Gegenkonfrontation.

00:23:32: Aber was ich möchte ist ja eigentlich ein Gespräch.

00:23:34: Also ich möchte das Menschen aufeinandertreffen und sagen Ich seh' dich Und ich sehe mich und umgekehrt auch!

00:23:41: Und wie kommen wir zusammen?

00:23:42: Das ist ja wirklich das, was ich mir wünsche Von Mensch sein, von Gesellschaft vorm Miteinander.

00:23:48: Ja

00:23:48: Guck mal, und dann müssen wir nicht mal das Wort Inklusion in den Mund gehen.

00:23:51: Nein,

00:23:51: das müssen wir gar nicht ... nein!

00:23:52: Ich kann's auch manchmal schon gar nicht mehr hören, sag ich jetzt auch mal so wie ich es denke.

00:23:56: Aber ja...

00:23:57: Das Ding ist für mich ein bisschen an dem was du gerade sagst.

00:24:00: Indem dass sich das im Moment zu vermehrt wahrnehme, dass da ... Und auch für mich ist der Kontrast auch schwer auszuhalten.

00:24:06: Da sind niedliche Fotos von Kindern mit einer Behinderung.

00:24:12: Niedliche Videos.

00:24:13: Und darauf werden krasse Hasskommentare gelegt.

00:24:15: Entschuldigung?

00:24:16: Das macht ganz viel mit mir.

00:24:18: Mit meinem Wertesystem kollidiert das.

00:24:22: Das darf jeder für sich selber entscheiden und auch ich darf für mich entscheiden, diesen Content konsumiere ich irgendwann nicht mehr.

00:24:28: Jetzt habe ich durch meine Arbeit, weil ich auch im öffentlichen Raum unterwegs bin oder auf Instagram halt immer mal wieder damit, dass ich da in Berührung komme.

00:24:35: Und ich frage mich halt immer was hätte ich daraus gezogen?

00:24:38: In dem Moment wo du und ich entschieden haben wir suchen mal explizit nach einer Person die uns versteht die unsere Lebensrealität kennt, wo wir nicht alles erklären müssen.

00:24:48: So das was wir eben gemerkt haben.

00:24:51: und ich würde in der heutigen Zeit anfangen zu suchen Ich würde mich am liebsten unter der Decke verkriechen und heulen

00:24:59: Ja es wäre sehr hoffnungslos wird sich das irgendwie wahrscheinlich anfühlen also sehr super negativ belastet.

00:25:07: Es wird mich richtig erschrecken Das merke immer wieder ist geschreckt mich.

00:25:11: Ich kann nicht sagen, es macht mir Angst.

00:25:13: Es macht mich oft wütend, weil ich es ... von meiner Realität-Realitätsferne empfinde.

00:25:21: und das macht mich auch wütent, weil... Es fällt mir schwer, es über die Lippen zu bringen, aber ich habe das Gefühl, man spielt hier mit etwas.

00:25:29: Ja!

00:25:31: Und das ist ganz wild für mich.

00:25:34: weil ich das ganz schlimm finde.

00:25:36: Und jetzt muss man dann zusagen, ich komm aus dem Marketing ne?

00:25:38: Ich hab einen ganz anderen Blick auf solche Content schleifen... Du

00:25:41: weißt wie's läuft!

00:25:43: Ich weiß wie es läuft und das erschreckt mich halt massiv.

00:25:47: ja und auch diese Dienlichkeit von ah heute wählen wir mal das Provokative und jetzt lad' ich euch mal wieder in die niedliche Welt meiner Lebensrealität ein.

00:25:57: Das

00:25:58: macht mir akut zu schaffen und ich bin froh für mich immer gewusst zu haben, dass das nicht mein Weg ist.

00:26:04: Weil ich hätte mich da drin entgegen aller meiner Prinzipien und Werte gestellt ... Und hätte mich nicht wohl darin gefühlt.

00:26:11: Mhm.

00:26:12: Ich wage auch wirklich zu bezweifeln.

00:26:15: Ich verstehe das, was du eben aussaust.

00:26:16: Ich hab auch sicherlich schon mal Postings geschrieben, wo ich sehr deutlich aufgezeigt habe.

00:26:21: Da haben Menschen im Kontakt mit Tilly zum Beispiel im ersten Moment nicht gut sich zu heften gewusst.

00:26:25: Das gibt z.B.

00:26:26: den Blogartikeln.

00:26:26: Haben

00:26:27: wir ja auch schon drübergesprochen in dem Podcast?

00:26:29: Also das ist ja auch gar nicht in Frage zu

00:26:31: stellen.

00:26:32: Das kann halt meiner Nichte genauso passieren und die hat keine Behinderung.

00:26:37: Total?

00:26:37: Also so als Beispiel, dass es Mensch... ich glaube nicht, dass ein Aushängeschild ist nur weil da ein Kind mit Behinderungen ist, dass das dann von allen ausgeschlossen wird.

00:26:50: Das ist einfach nicht so in der Realität.

00:26:53: Ja oder Nina wir sind doch wieder das Einhorn.

00:26:55: Oder wir sind irgendwo anders!

00:26:57: Und wir verkennen hier gerade, wie massiv schlecht es Deutschlands pflegenden Eltern im akuten direkten Austausch mit ihrem Umfeld geht.

00:27:08: Nicht in der Bubble von Es gibt da draußen böse Menschen... Das möchte ich gar nicht verneinen!

00:27:13: Nein

00:27:13: das verneint er auch gar niemandem.

00:27:15: Allein bei der politischen Wahlsituation kann ich dir sagen ja, es gibt viele Menschen die wahrscheinlich nicht meine Werte und Denkweise teilen.

00:27:20: Ich

00:27:20: überlege schon immer wo gehe ich mal hin?

00:27:23: Grundsätzlich.

00:27:24: Diese Sachen sind ja Fakt, das stellen wir auch gar nicht infrage.

00:27:28: Da

00:27:28: müssen wir nicht drüber reden?

00:27:29: Nein, dass es auch nicht falsch rüber kommt.

00:27:32: Aber im Eins zu Eins Kontakt mit unseren Kindern und das ist halt das wo ich immer wieder denke... Wenn pflegende Eltern wirklich was brauchen Das Gefühl von Wir sitzen in einem Boot Und das merke ich immer akut wenn wir Workshops zum Beispiel gestalten.

00:27:52: Ich glaub, zwei oder drei Wochen hatten wir den Workshop zum Thema älterliche Resilienz.

00:27:58: Es war eine kleine Gruppe das heißt die hatten auch viel Möglichkeit über sich und ihr Leben zu berichten und ich konnte viel konkreten individuellen Impuls geben um irgendwie damit umzugehen.

00:28:06: Und du hast so gemerkt wie ne Erleichterung allein schon dabei wer jeder wusste worum es hier geht?

00:28:10: Genau!

00:28:10: Sich nicht verstecken musste ist offen sagen konnte... Offen sagen konnte wenn die Person selber Stress mit nem Scham empfinden hat zb in der Öffentlichkeit mit dem Kind Mitbinderungen Nicht weil er sich für das Kind schämt Sondern weil es das Gefühl hat, die Last der Berührungsängste der anderen resultiert ein Scham bei ihnen.

00:28:29: Und das ist ja das womit ich auch viel mehr arbeite und du ja auch wir begleiten Mütter Wir begleiteten Eltern Die im realen Alltag merken Ich bin dem emotional noch nicht gewachsen Ja bei mir zu bleiben

00:28:42: Genau und weiß was ich auch gerade denke.

00:28:45: was ist denn dass wenn wir natürlich dass ja auch zu Teilen nachvollziehen können, dass da ganz viel Frustration ist und Angst.

00:28:53: Und Wut.

00:28:54: Absolut!

00:28:55: Ungerechtigkeit

00:28:56: und so das ich Dellen wir ja also nicht dass es falsch rüber kommt stellen wir gar nicht infrage Dass da auch definitiv Dinge sind die nicht richtig laufen und die Veränderung brauchen für uns als pflegende Eltern Für unsere kinder für alle?

00:29:08: Ja Das ist ja schon so.

00:29:10: Also dann habe Ich ja hier auch Allein wenn Sie meinen schrank gucken siehe Die Akte mit Schriftverkehr wo ich so denke oh mein Gott was Da noch alles Kommt.

00:29:17: ja So Das nehm ich ja nicht weg.

00:29:20: Was ich mich halt immer wieder frage und das ist was du jetzt auch im Endeffekt sagst, wo kann ich denn bei mir anfangen?

00:29:27: Ist es wirklich der Post den ich daraus haue, der dann ganz viele Kommentare kriegt oder ist es vielleicht bein meiner Nachbarin?

00:29:34: Weißt Du wie ich meine?

00:29:35: also Wie kann ich in direkten Menschen Kontakt gehen?

00:29:38: Oder ist es bei dem Telefonat dass ich führe mit der Person von der Kreisverwaltung die gerade über die Eingliederungshilfe meiner Tochter entscheiden soll?

00:29:46: So Also wo kann ich selbst beginnen, in meinem Alltag und auch außerhalb dieser Bappel und außerhalb der Instagram-Welt Veränderung einzuleiten oder einzuladen?

00:29:58: Sag' ich's vielleicht mal eher so.

00:29:59: Und wenn ich natürlich merke, ich brauche einen Gegenüber und wir brauchen alle einen Gegenüber – das ist so!

00:30:07: Wir brauchen einen Gegen über was mit unseren Resonanz geht, wo wir andocken können und dann ist ja genau das, was du beschreibst.

00:30:13: Ein Workshop, ein Coaching eine Begleitung Genau das, wo wir uns ja auch wirklich aufgehoben fühlen können.

00:30:20: Wo wir gesehen werden und wissen – da ist der Ort!

00:30:23: Und das kann ja auch wieder eine Art der Orientierung sein, was wir jetzt am Anfang haben zu verstehen, dass es jemand ist.

00:30:30: Das ist nicht die weite Welt, in der ich irgendwas raushaue, mein ganzes Frust ablade, sondern ich bin im Kontakt mit einem Menschen.

00:30:36: Ich glaube, das ist einfach super wichtig.

00:30:38: Guck mal, und da sind wir bei einer anderen Bubble, in deren Du und ich unterwegs sind?

00:30:42: Der von Begleitung, Coaching… Nervensystemen, ich könnte jetzt viele Worte finden an denen du und ich uns auch manchmal stoßen.

00:30:50: Und ich hab dir heute im Vorfeld das Podcast schon kurz was erzählt und ich mag's vielleicht kurz allen noch mal erzählen.

00:30:54: Ich habe einen Posting wahrgenommen von jemandem die eine Influencerin tut jetzt gar nichts zur Sache Die in den letzten zwei Jahren sich sehr viel in der Bubble der Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität aufgehalten hat und jetzt für sich festgestellt hat Es hat mir nur in Teilen gut getan und zwar in den Teilen in denen ich selbst bestimmt habe wie viel davon in mich rein darf.

00:31:15: Weil wenn es dann in so eine Regelhaftigkeit, in so ein System kommt von wir müssen ein positives Mindset haben und wir bearbeiten jedes Thema und wir gehen in jeden Schmerz rein und wollen heilen, kann das eben auch dazu führen dass wir Dinge hervorholen?

00:31:32: Und ich möchte jetzt... Es geht hier nicht um die Küchentischpsychologie von.

00:31:35: jeder hat ne Leichte im Keller und wenn man an der richtigen Tür rüttelt, dann kommt ja das Gespenst hoch.

00:31:39: darum geht's jetzt hier grad nich.

00:31:41: Aber wir können eben Unbewusstes ganz schön in Bewegung bringen und das kann überwältigend sein, wenn das System es eigentlich gar nicht gebraucht hätte.

00:31:49: Wenn es gut damit leben konnte, dass es im Unbewussten war.

00:31:52: Wenn das einfach die klügste Entscheidung des inneren Systems war.

00:31:56: Und ich habe das gesehen und hab so gedacht ... Ich glaub, es geht halt in alle Richtungen.

00:32:00: Das geht in Form dieser Negativ-Kommunikation über meine Lebensrealität als pflegende Mutter, in der ich in einer gewissen Art Aufzeigen provozierend bin?

00:32:11: dass ich da eben auch die Regelhaftigkeit habe von, es ist doch wichtig, dass alle das sehen.

00:32:15: Und wo ich dann denke ... Ist es das wirklich?

00:32:19: Ich glaube Sichtbarkeit ist wichtig.

00:32:20: Ich freu mich auch.

00:32:21: Ich hab in der nächsten Zeit ganz tolle Podcastgäste reingeladen mit denen ich nicht viel über das Thema Sichtbarkeitsprechen werde auf Theaterbühnen und Büchern.

00:32:30: Aber diese Sichtbartheit um den Preis von Konfrontationen was du gesagt hast dem kann ich halt nicht ganz nachgehen, weil der Mehrwert davon erstreckt sich mir nicht.

00:32:44: Der Mehrwert von... Ich klopfe immer wieder gegen jede Tür die ich finde anstatt meine aufzumachen zu Hause und real zu gucken wer davor steht.

00:32:54: Und mich erinnert das immer ein bisschen auch daran.

00:32:57: Ich habe früher als wir noch mehr geteilt haben aus dem Alltag wie gesagt schon manchmal gab es Sachen.

00:33:03: Ich erinnere mich an den Blockbeitrag mit dem Schwimmkurs von Tilly.

00:33:06: Ich glaube, darüber haben wir auch beide schon mal gesprochen.

00:33:07: Da war ne Schwimmtrainerin die wusste nicht so richtig damit umzugehen und ich habe ihr dann, weil als ich das gemerkt hab, die Wahl gelassen.

00:33:13: Du darfst es entscheiden, traust dir zu!

00:33:16: Und ich weiß dass wenn du dich entscheidest, entscheidst du dich nicht gegen das behinderte Kind sondern dafür, dass du nicht weißt ob du die Kompetenzen und die Fähigkeiten dazu hast.

00:33:25: Und das ist voll okay.

00:33:26: Sie hat des letzten Endes gemacht.

00:33:28: Das war toll und die hat uns trotzdem nicht zum vollen Schwimmer vollgebracht, aber sie hat so viel ausgeschöpft wie ging.

00:33:33: Und das war nur möglich, weil ich nicht nach Hause gegangen bin und ein Post verfasst hab ... Wir waren im Schwimmkurs, die hat es nicht verstanden.

00:33:42: Da war einfach die stille Erwartung, dass mein Kind das macht wie jedes andere.

00:33:45: Mein Kind ist ins Wein und die Verweigerungen gegangen.

00:33:47: Am Ende sind wir traurig nach Hause gefahren.

00:33:49: Wie hättet ihr reagiert?

00:33:51: Ich denk dann immer so ... weiß ich nicht, wie ich reagiert hätte!

00:33:55: Hätte sich in der Situation wahrscheinlich entschieden, weil ich dann viel konkreter einschätzen kann.

00:34:00: Wie ist diese Schwimm-Trainerin gewesen?

00:34:01: Wie war mein eigenes Befinden?

00:34:03: War da mein Stress mit im Raum mich zu schämen oder überfordert zu sein?

00:34:08: Hatte ich noch Chancen selber meinen Kind zu regulieren oder nicht?

00:34:11: All das ist ja ... Das was wichtig ist um eine Frage auf wie hättet ihr reagiert zu finden.

00:34:17: und wenn ich mir die Kommentare unter solchen Postings durchlese... Ich hab damit ne Litterzeit sehr viel Zeit verbracht!

00:34:24: Ja, weil ich das verstehen will.

00:34:26: Okay, du willst es verstehen?

00:34:28: Ich will

00:34:28: das verstehen und das auch immer im besten.

00:34:30: Ich glaube, das ist halt auch ... Weißt du, das kennst mich in meiner Arbeit im Emotionscoaching.

00:34:35: Wenn wir mit Menschen arbeiten die emotionalen Stress haben, gehen wir davon aus dass der emotionale Stress ein unerfülltes Bedürfnis ist.

00:34:43: Das heißt eigentlich gibt es India eine positive Motivation.

00:34:47: etwas für dich erzielen von dem man das Innere glaubt is gut Und das ist das, was ich gerne in den Kommentaren sehen wollte zu sehen.

00:34:54: Was ist der positive Antrieb dessen?

00:34:58: Ich erlebe aber nur die wenigsten Profile, die dann eben auch in den Kommentare wirklich sich selber preisgeben.

00:35:05: Wie haben Sie es denn am Ende des Tages geregelt?

00:35:07: Sind sie wirklich einfach rausgegangen, schweigend und geben aber den öffentlichen Post raus von wie hättet ihrs getan?

00:35:14: Gab es da noch eine Kommunikation?

00:35:15: Gibt's dann eine Haltung, gibt's ein Wiedersehen dieses Prozesses?

00:35:18: wird der irgendwie weitergeführt.

00:35:21: Und das ist so das wo ich denke.

00:35:23: wenn wir uns heute fragen was brauchen pflegende Eltern wirklich?

00:35:27: Dann brauchen wir das was alle Menschen brauchen.

00:35:29: Wir brauchen Vorbilder Wir brauchen eine Idee davon wie es gelingen und scheitern kann Genau

00:35:36: ohne dass wir irgendwelche Sachen übergestülpt bekommen zu funktionieren hat oder so.

00:35:42: Um noch mal den Bogen zu kriegen, was du vorher gesagt hast mit dieser spirituellen Bubble?

00:35:46: Ja

00:35:46: und das auch nicht erwarten können von der Gesellschaft!

00:35:49: Genau

00:35:49: ja... Und es ist ja auch immer wieder das, was ich ganz spannend finde wenn Menschen zu uns in die Akademie finden und wir Dinge mit ihnen im Erstgespräch besprechen.

00:35:58: Kommt ganz oft so ein Boah das hat so gut getan dass alles heute mal hier zu lassen einzugucken und zu merken wo ich wirklich hin will.

00:36:04: Ja weil's halt die Realität is

00:36:06: total.

00:36:07: also kannst Du Dich erinnern Menschen aus deinen Begleitungen rausgehen oder aus meinen und sagen, gibst du mir bitte noch drei konkrete Tipps wie ich das hinkriege?

00:36:14: Nein.

00:36:14: Ich sage aber auch immer zuerst es gibt bei mir keine konkreten Tipps.

00:36:20: Also in jedem Erstgespräch kriegen erst mal alle gesagt dass ich leider nicht den zehn Punkte Plan einstecken habe ja und dass sich auch nicht tief in der Vergangenheit beginne sondern dass ich mein erster Ansatz immer jetzt beginne hier In diesem

00:36:35: Moment

00:36:36: Und in diesem Leben

00:36:38: mit all den Gefühlen, die

00:36:39: jetzt da sind.

00:36:40: Und das wird da anfangen und dass wir jederzeit die Möglichkeit haben auch zurückzuschauen und auch mal nach vorne zu gucken.

00:36:47: aber dass es meist so jetzt stattfindet.

00:36:49: also bei mir halt ein großer Fokus wie ich gerne arbeite weil ich glaube dass ist einfach halt.

00:36:56: ja weil wir sind halt

00:36:57: jetzt

00:36:58: und mit dem was da ist und da können wir ansetzen.

00:37:01: Ja Wir können nicht ansetzen von vor zwanzig Jahren

00:37:05: und das finde ich auch so spannend auch beim Vorbild Gedanken.

00:37:08: Es ist schon so, glaube ich das wenn wir googeln.

00:37:11: Dann wollen wir Infos darüber wie es in der Zukunft wird.

00:37:14: Wenn wir auf Instagram unterwegs sind Dokumentationen schauen dann wollen wir ein Gefühl dafür entwickeln was das mit uns macht.

00:37:22: So wenn wir das sehen und Ich glaube halt einfach dass wenn wir uns das immer bei stellvertretern anschauen Das kann total hilfreich sein.

00:37:31: Ich nutze das auch im Coaching wenn wir auf Identitätsebene etwas verändern bei Menschen Kennt du von meiner Arbeit mit mir?

00:37:37: Dann empfehle ich dir manchmal ein bestimmtes Buch oder einen Film und sag, ließ es mal ganz erwartungsfrei.

00:37:42: Nimm die Hauptperson mal wahr!

00:37:43: Was hat sie mit deinem Thema zu tun?

00:37:45: Und dann kann es einfach noch einmal so'n Booster sein anhand der Erfahrung zu merken das will ich oder das will nicht aber die Entscheidungsgewalt sollte bei dir bleiben.

00:37:55: Wenn ich aber halt dauerhaft bei Stellvertretern unterwegs bin... ...dann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen dass sich auch immer wieder feststelle mein Leben läuft so nicht.

00:38:06: Weißt du dieses Dieses Stellvertreter-Syndrom, glaube ich kann nicht dazu führen dass wir wirklich das abdecken was wir brauchen.

00:38:14: und damit würde ich heute auch gerne den Podcast so ein bisschen schließen.

00:38:17: Was glaubst du?

00:38:19: Ist das was wir wirklich brauchen wenn wir Diagnosen erhalten Wenn wir an Grenzen unserer Ressourcen oder Kapazitäten stoßen Oder auch merken es geht bei unseren Kindern nicht richtig voran.

00:38:33: Was brauchen wir da eigentlich?

00:38:35: Ich glaube wir brauchen eine innere Stabilität und ein inneres Vertrauen in uns ganz an Basis.

00:38:43: Und jetzt höre ich ganz viele Frauen,

00:38:45: ich habe keine Zehenschritte.

00:38:46: Wie aus Hörner sagen?

00:38:47: Und wie komme

00:38:47: ich da hin?

00:38:48: Ja, ist wohl ich kratzer!

00:38:49: Und jetzt haben wir wieder nicht diesen Zehenschritt geplant.

00:38:51: Das ist ja doof.

00:38:52: Das war halt meine Antwort so.

00:38:53: Du bist nämlich

00:38:53: verkaufsschwach was wir hier

00:38:55: machen.

00:38:55: Das tut mir leid.

00:38:56: Ja und trotzdem... Nee alles gut.

00:38:58: Ich bin da ja großer Fan von... Für mich ist es so um vielleicht das Fragezeichen mal ein bisschen zu klären.

00:39:05: Wir können zu inneren Vertrauen, wenn es eine Unsicherheit oder Angst gibt aus derer wir das brauchen nur hinfinden indem wir annehmen dass die Angst und die Unsicherkeit da sind.

00:39:16: Wir können nicht nur übers Manifestieren, Journaln dankbar sein und damit können wir super viel bewegen.

00:39:25: auch erwiesenerweise gibt's ganz viele tolle Studien zu Aber wir können die Phase der Annahme nicht auslassen, und Annahmen bedeutet immer auch das Unangenehme auszuhalsen.

00:39:35: Und es alles mitzunehmen?

00:39:37: Auch so die ... Ja also Annahm ist wahrscheinlich so was umfassender Wort.

00:39:42: Weil's geht halt keinen Weg dran vorbei!

00:39:45: Das viel geht kein Weg dran vorbei... Und gleichzeitig denke ich gerade auch an deinem Beispiel mit deinen zwei Mama-Freunden, die du gefunden hast oder am Beispiel unserer Freundschaft oder viele andere pflegende Mamas, mit denen ich mich unterhalte.

00:39:57: Mhm.

00:40:00: Wir brauchen Realität,

00:40:02: wir

00:40:02: brauchen die echte Realität!

00:40:04: Die Nachrichten, die mir am meisten bringen sind die wo du und ich uns Sprachnachrichten aufbrechen und sagen ... Ich komm grad aus der Kita, ich komm grad von dem Gespräch im Amt und so ist es gewesen.

00:40:17: und da geht's nicht nur darum dass da wieder was schief gelaufen ist in das System alles schlecht macht sondern das kostet einfach Kraft und das Dasein lassen zu dürfen und dann gemeinsam zu besprechen Was mach' ich jetzt damit?

00:40:26: Wie geh ich da jetzt nächstes Mal wieder hin, Inni Und da irgendwie was rauszufinden, das ist das, was ich am allermeisten brauche.

00:40:34: Das ist das was ich meine mit dem wirklichen Gegenüber ein wirkliches Mensch als Gegenüber, mit dem wir uns da austauschen können und den wir andocken können wo wir das Gefühl haben Wir sind aufgehoben mit dem was uns beschäftigt.

00:40:46: es wird nicht bewertet.

00:40:49: Wir kriegen vielleicht auch mal einen Impuls aber wir haben eine Entscheidungskraft bei uns und kommen dadurch durch.

00:40:55: weil guck mal wenn ich dir etwas erzähle selbst im Freundinnen-Chat sozusagen.

00:41:01: Und dann lässt du mir ja auch immer den Raum und kommt aber manchmal halt auch was, was du sagst, wo ich dann merke achja guck mal jetzt darf ich meinen Blick denn verändert sich so automatisch.

00:41:11: nicht dass es von außen übergestülpt wurde sondern allein das wir in dem Austausch waren.

00:41:16: Das macht einfach so viel aus.

00:41:18: Ja und ganz oft läuft's ja über Anekdoten

00:41:20: Immer wieder

00:41:22: Du erzählst mir was?

00:41:24: Ich kenne es nicht eins zu eins, ich kenne das aus der und der Situation.

00:41:28: Genau!

00:41:28: Und das eröffnet ja einen neuen Raum

00:41:30: total.

00:41:31: Das eröffnete Perspektiven?

00:41:32: Ja, dass eröffne den Raum auch für neue Erfahrungen... Also neue Erfahrung zu machen, die können wir nur dann machen wenn wir neue Räume betreten und die betreten wir durchaus tausend durch Kontakt.

00:41:42: Und ich glaube, wenn wir ganz ehrlich sind Nina, dann sind diese Freundinnen Nachrichten immer davon geprägt.

00:41:47: Wir melden uns dann beieinander weil nicht wie wir selber gefühlt haben in der Situation.

00:41:53: Es gibt etwas daran, was nicht stimmig ist und wieder in Stimmigkeit geraten muss.

00:41:57: Und dafür ist es eben auch super hilfreich ja dass man in dieser Art von Austausch geht weil wir wissen der andere kennt uns Der weiß das wir nicht die pure Wut Verzweiflung oder Angst sind und er darf uns daran liebevoll erinnern und sagen Boah ich sehe das!

00:42:13: Dass das gerade echt akut über deine Grenzen geht Aber das bist du doch nicht.

00:42:18: Wenn ihr dich jetzt mal kurz besinnst, wie bist du denn dann?

00:42:21: Ich finde, dass ist auch viel was unseren Austausch oft ausmacht, dass man dadurch wieder zu sich selber findet und vielleicht ist das das, was wir euch heute an der Folge am meisten mitgeben können.

00:42:33: wenn ihr Orientierung sucht, Vertrauen braucht, das Gefühl habt nicht so wissen wo ihr steht, denn sucht euch jemanden der euch zu euch zurückbringt Und nicht woanders hin.

00:42:45: Ich danke dir für diese super schöne Folge und dass wir heute so schön darüber gesprochen haben, ich wünsche allen die Zuhören, dass ihr daraus ganz viel für euch mitnehmen könnt, euch auch darin stoßen dürft, eure Meinung finden dürft darin und solltet ihr Räume besuchen wollen, wo ihr gleichgesinnte Menschen trefft, mit denen ihr euch ganz ehrlich begegnet dürft.

00:43:02: Dürft ihr uns gerne in der Akademie immer wieder erfinden?

00:43:04: Wir freuen uns auf euch!

00:43:05: Alles Liebe für euch.

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